Hissen der Regenbogenflaggen an Laternenpfählen auf der Wandsbeker Markststraße Eingabe
Die folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek vor:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Heute ist der 30.Juli und am Samstag begann die Pride Week in Hamburg, die kommendes Wochenende mit dem CSD abschließt.
Als ich heute in Wandsbek war, sah ich, dass die Fahnen an den Straßenlaternen auf der Wandsbeker Marktstraße noch weiterhin die, der Fußballweltmeisterschaft waren. Zum Teil sind jetzt ausländische Fahnen abgenommen und deutschen Flaggen stehen gelassen worden. So entsteht ein Bild der Vernachlässigung mit nationalistischen Eingriffen.
Wie ich schon zu Beginn dieser Woche geschrieben habe, vermisse ich nach wie vor die Regenbogenfahnen der Pride Week, die sonst überall in der Stadt gehisst sind. Warum nicht in Wandsbek?
Gerade jetzt, angesichts der Bedrohung von Personen durch den Anschlag vergangenen Samstag beim CSD in Berlin, und der Reaktion des Kanzlers, im Versichern eines kollektiven Zusammenhaltes, bin ich sehr irritiert darüber, welches Zeichen die Gemeinde Wandsbek hier setzt. Wenn sie zu diesem Zeitpunkt auf das Hissen der bekannten und in den letzten Jahren immer gehissten Regenbogenfahnen an einem zentralen Ort, wie der Wandsbeker Markstraße, für alle sichtbar verzichtet.
Dieses Verzichten ist ein Zeichen gegenüber den in Wandsbek lebenden Menschen, die sich der queeren Community zugehörig fühlen und aber auch den Menschen gegenüber, die die Existenz jener queerer Menschen in Frage stellen wollen. Es unterstützt die Haltung von Personen, die queere Lebenshaltungen in Frage stellen wollen, gerade jetzt im Kontext der Pride Week. Das ist offensichtlich.
Es empört mich, denn meines Erachtens geht es darum, adäquat zu bekennen, dass queere Lebensformen, wie anderen Lebensformen in Gemeinden Hamburgs, willkommen sind. Die Pride Week ist hier ein idealer Zeitpunkt und das Hissen der Regenbogenflaggen an kommunalen Orten, wie der Wandsbeker Markstraße ist einfach und grundsätzlich ein solidarischer Akt, den sie gerade dabei sind zu verpassen.
Damit machen sie rechten, gewaltverherrlichenden, nationalen Stimmen leichthin Platz auf Kosten von Menschen, die für sich Jahre lang, seit dem Christopher Street Day, politisch friedlich für sich einstehen. In dieser Zeit betont und bedeutet dieser solidarische Akt, des Hissen von Regenbogenfahnen, schlicht und grundsätzlich ein Hinwenden zu humanistischen Werten.
Daher bitte ich sehr darum, das Hissen der Regenbogenfahnen umgehend nachzuholen.
Ich danke Ihnen!
Falls die von mir adressierte Adresse für das beschriebene Anliegen nicht die richtige Adresse ist, bitte ich Sie, meine Email an die Adresse der richtigen betreffenden Stelle für dieses Anliegen weiter zu leiten und verbleibe.
Mit freundlichen Grüßen
keine Anlage/n
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