21-2335

Bitte um Referentenvortrag durch Vertreter/innen des HVV Beschluss der Bezirksversammlung vom 10.09.2020 (Drs. 21-1942)

Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
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11.11.2021
09.09.2021
14.01.2021
03.12.2020
12.11.2020
Ö 14.36
Sachverhalt

 

Folgender Beschluss wurde gefasst:

 

Die Bezirksversammlung bittet Vertreter/innen des Hamburger Verkehrsverbundes HVV um einen Referentenvortrag in der frühestmöglichen Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Wirtschaft. Dabei soll auch auf die Drucksachen 21-1757, 21-1587 und 21-1909 eingegangen werden.

 

 

Stellungnahme der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende zum Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung Wandsbek hatte um Entsendung von Referentinnen bzw. Referenten des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) zu mehreren Themen gebeten. Nach Prüfung der Sachlage kann zu den einzelnen Anliegen schriftlich Stellung genommen werden. Von der Entsendung von Referentinnen bzw. Referenten wird daher zunächst abgesehen.

 

Zu Drucksache 21-1757:

 

Gegenstand der Drucksache ist eine Eingabe, in der die Petenten die hohe Busdichte in der Schöneberger Straße im Bereich der Haltestelle Kinderkrankenhaus Wilhelmstift beklagen. Auf der Linie 162 seien in Richtung Rahlstedt hingegen zu wenig Busse eingesetzt.

 

Grundsätzlich richtet der HVV das Angebot an der jeweiligen Nachfrage aus. Die Schöneberger Straße ist die Hauptverbindungsachse zur Erschließung der Wohngebiete in Rahlstedt-Ost, die über keinen unmittelbaren Anschluss an die Schnellbahn verfügen. Auch im Bereich der Kielkoppelstraße und Schöneberger Straße besteht aufgrund der Wohndichte und der dort bestehenden Einrichtungen (z. B. Schule Kielkoppelstraße, Kinderkrankenhaus Wilhelmstift) eine hohe Verkehrsnachfrage. Das derzeitige Angebot entspricht dieser Nachfrage, sodass Rücknahmen von Linien oder geringere Fahrtendichten nicht möglich sind, ohne das Verkehrsangebot deutlich zu verschlechtern.

 

Zu bedenken ist, dass ein attraktives Busangebot dazu geeignet ist, Menschen zum Verzicht auf das Auto zu bewegen und somit die Belastungen durch den motorisierten Individualverkehr mit seinen negativen Auswirkungen auf das Klima, die Luftqualität und die Lärmsituation zu verringern. Diese Zielsetzung wird vom Senat mit der Einführung des Hamburg-Taktes in der kommenden Dekade verfolgt. Tendenziell wird dies zu einer Verdichtung der Busverkehre führen, gleichzeitig soll damit aber eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs bewirkt werden, sodass insgesamt eine Verbesserung der allgemeinen Situation im Hinblick auf die genannten Schutzgüter erwartet wird. Seit diesem Jahr beschaffen die Hamburger Verkehrsunternehmen nur noch emissionsfreie Busse, die auch deutlich leiser sind. Mit dem zunehmenden Einsatz dieser Fahrzeuge werden damit auch die vom Busverkehr ausgehenden Belastungen weiter nachlassen.

 

Das Angebot auf der Linie 162 ist erst zum 6. August 2020 neu ausgerichtet worden. Wegen der Auswirkungen der Covid-19-Epidemie liegen derzeit keine validen Angaben zur Nachfrageentwicklung vor. Die Hamburger Hochbahn AG (Hochbahn) und der HVV beobachten die Nachfrageentwicklung und passen ggf. das Leistungsangebot in Abstimmung mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) an die geänderte Nachfrage an.

 

Zu Drucksache 21-1373:

 

Zu den Möglichkeiten, im Rahmen des Projektes autoarmes Volksdorf Erweiterungen im Busverkehrsangebot vornehmen zu können, wurde in der Drucksache bereits umfassend Stellung genommen. Der Sachstand ist hier unverändert.

 

Zu Drucksache 21-1909:

 

Im Rahmen der Einführung des Hamburg-Taktes und insbesondere auch im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der S-Bahn-Linie S 4 sind Umstrukturierungen und Erweiterungen im Busnetz vorgesehen. Im Planungsbereich der in der Drucksache dargestellten Erschließung (Ahrensburger Straße / Holstenhofweg / Ölmühlenweg) ist eine neue Buslinie angedacht. Es handelt sich hierbei um die Schaffung einer Tangentialverbindung zwischen Bramfeld, Steilshoop, U Wandsbek Gartenstadt, U Legienstraße, Billstedt und Billwerder. Die BVM hat in der Antwort auf eine Anfrage der Bezirksversammlung den derzeitigen Sachstand zu diesem Vorhaben dargestellt (Drucksache 21-2121). Dabei ist eine Führung über den Holstenhofweg und den Ölmühlenweg sowie die Nutzung der dortigen Infrastruktur Gegenstand der weiteren Überlegungen.

 

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 

Anhänge

keine Anlage/n