Protokoll
Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion vom 18.05.2026

Ö 1

Feststellung der Tagesordnung

 

Die Tagesordnung wird einstimmig gebilligt.

 

Ö 2 - 22-1118

Gemeinsamer Antrag SPD - GRÜNE betr. Modellregion Hamburger Süden (mit Referenten der Sozialbehörde und des Bezirksamts)

Die Referentin der Sozialbehörde stellt das abgeschlossene Modellvorhaben und die gegenwärtige Umsetzung des Psychiatrieplans mit einer Präsentation (siehe Anhang zu diesem Top der Niederschrift) vor. Ziel des Modellvorhabens sei gewesen, die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren eines komplexen Hilfesystems zu verbessern und innerhalb von Gemeindepsychiatrischen Verbünden (des Weiteren: GPV) zu arbeiten, insbesondere auch um besonders schwer erkrankte Patienten besser versorgen zu können. Nach Abschluss des Modellvorhabens und mit Beschluss des Psychiatrieplans im Januar 2025 wird in jedem der sieben Bezirke eine volle Stelle für diesen Netzwerkaufbau und die entsprechende Koordination eingerichtet. Die Psychiatriekoordinatorin für den Bezirk Harburg, angestellt im Gesundheitsamt Harburg, stellt sich dem Ausschuss vor. 

 

Es wird betont, dass ein GPV kein eigenes Leistungsangebot vorhalte, sondern ein verbindlicher, rechtskreisübergreifender Zusammenschluss von u.a.

 

 Kliniken,

 behördlichen Angebotsstrukturen (zum Beispiel Sozialpsychiatrischer Dienst)

 der Eingliederungshilfe,

 niedergelassenen Ärzt:innen

 Therapeut:innen

 berufliche Rehabilitation u.v.a.m

 

sei. Das Netzwerk im Modellvorhaben sei bislang auf die Koordination von Erwachsenen ab 18 Jahren ausgelegt gewesen. Im Zuge des Psychiatrieplans wurde die Zielgruppe des GPV auch auf Personen unter 18 Jahren ausgeweitet.

 

Die Auskunftsperson berichtet über die bisherigen Erfahrungen des Modellvorhabens und Perspektiven der Gemeindepsychiatrischen Verbünde. Zweifelsfrei habe das Modellvorhaben nicht alle Versorgungsprobleme gelöst, aber es habe die Voraussetzungen geschaffen, diese mit allen Akteuren gemeinsam zu bearbeiten, was ein großer Fortsch

 

Der Ausschuss erklärt den Antrag für erledigt.


Anlagen
Präsentation Modellvorhaben Hamburger Süden im SIGI am 18.05.2026 (1128 KB)

Ö 3 - 22-0814

Gemeinsamer Antrag SPD - GRÜNE betr. Hamburger Partizipationsfonds (mit Referenten der Sozialbehörde und der Bürgerstiftung Hamburg)

Die Auskunftsperson der Bürgerstiftung stellt sowohl die Bürgerstiftung als auch den Partizipationsfond den Ausschussmitgliedern mit einer Präsentation vor (siehe Anhang zu diesem TOP der Niederschrift). Ziel des Fonds sei es, Menschen mit Behinderungen sowie ihre Angehörigen und Organisationen zu stärken, damit sie gleichberechtigt an der Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten teilhaben können

Antragsberechtigt seien
 

  • gemeinnützige Selbstvertretungs- und Angehörigenorganisationen
  • Initiativen ohne Rechtsform (mit Kooperationspartner:innen)
  • gemeinnützige Organisationen, die ihre Strukturen für Menschen mit Behinderungen öffnen möchten.


Fördersummen und förderfähige Kosten seien
 

  • bis zu 6.000 € pro Projekt, in Ausnahmefällen bis zu 20.000 € (Personalkosten, Digitalisierung usw.).
  • Personal- und Sachkosten (z. B. Honorare und Aufwandsentschädigungen, Ausgaben für Hardware und Software, Fahrtkosten sowie Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit usw.).
  • Auf Nachfrage wird ausgeführt, dass dieser Fonds auch für die Co-Finanzierung von Projekten genutzt werden kann, zudem werden auch keine finanziellen Eigenmittel vom Antragsteller eingefordert.

 

Die Referentin sowie die Vertreterin der Sozialbehörde betonen, dass es bei diesem Projekt eine sehr niedrigschwellige und barrierefreie Beratung gebe. Außerdem werde Orientierung darüber gebeten, wie Organisationsentwicklung von Anfang an in die Projektideen und Anträge einbezogen werden kann.

Auf Nachfrage aus dem Ausschuss weisen die Auskunftspersonen darauf hin, dass die vorhandenen Zahlen keinen validen bezirklichen Vergleich ermöglichen würden, da viele hamburgweit wirkende Organisationen keine bezirklichen Depandancen hätten sowie Online-gestützte Projekte in einer bezirklichen Aufteilung nicht erfasst würden.

Der Ausschuss erkärt den Antrag für erledigt.


Anlagen
Präsentation Hamburger Partizipationsfond im SIGI am 18.05.2026 (885 KB)

Ö 4 - 22-1745

Information über die geplanten Veränderungen am Notstandort Schlachthofstraße 3-5 (FEGRO-Halle) im Bezirk Harburg, Stadtteil Harburg

Es wird auf frühere Beratungen zum Bedarf an entsprechenden Plätzen und über die Kapazitätsauslastung der bestehenden Einrichtungen verwiesen.

 

 

Der Ausschuss nimmt von der Drucksache Kenntnis.

Ö 5 - 21-3606.08

Einsetzung des 3. Harburger Integrationsrates - April 2026

Aus dem Ausschuss wird daran erinnert, dass hinsichtlich künftiger Vorschläge der ausdrückliche Wunsch vorhanden sei, dass sich die Kandidierenden im SIGI kurz vorstellen mögen. Die Vertreterin des Integrationsrates erklärt, dass dieses grundsätzlich denkbar sei; eine entsprechende Beratung innerhalb des Integrationsrates werde in den kommenden Tagen erfolgen.

 

 

 

 

Ö 6

Integrationsrat Harburg

Der Integrationsrat berichtet über die

 

 Teilnahme an Aktionen zum Putzen von Stolpersteinen am 08.05.,

 Teilnahme an der Veranstaltung am 08.05. mit „Omas gegen Rechts“ in Räumlichkeiten des Kirchenkreises

 Veranstaltung eines Badmintonturniers am 17.05.2026 in Neugraben,

 

und informiert

 

 über die Beteiligung am Heimfeld-Fest am 13.06.2026 sowie am Binnenhafenfest

 sowie die Planung der nächsten Integrationskonferenz am 13.11.2026 im Kulturpalast

 

Der Integrationsrat verteilt eine Stellungnahme zum Referendum über die Bewerbung für die olympischen und paraolympischen Spiele und betont, dass es sich hierbei weder um eine Befürwortung noch um eine Ablehnung handele.

 

 

Ö 7

Mitteilungen der Verwaltung

 

Die Verwaltung erinnert daran, dass sich der SIGI auf seiner Sitzung am 12.012026 darauf verständigt habe, zum Antrag „Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen und entwicklungsbezogenen Ergebnisse aus den Schuleingangsuntersuchungen im Bezirk Harburg (Drucksache: 22-1158)“ einmalig mit den FachsprecherInnen der Fraktionen im SIGI eine Arbeitsgruppe zu bilden. Diese soll mit je einer Vertretung

  • aus dem Gesundheitsamt,
  • vom schulärztlichen Dienst,
  • von den Mütterberatungsstellen,
  • von der Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG),
  • von dem Lokalen Gesundheitszentrum (LGZ) sowie
  • einer Auskunftsperson aus der Sozialbehörde
     

bei einem Treffen Ideen und Möglichkeiten zur Schwerpunktbildung der Bezirke zum Thema „Schuleingangsuntersuchungen" erörtern. Das Ergebnis solle dann in einer der darauffolgenden Ausschusssitzungen vorgestellt werden. Den Fachsprechern werde eine Terminauswahl zugeschickt, eine Vertretung könne und solle fraktionsintern bei Bedarf erfolgen.

Nachtrag der Verwaltung: Die Terminauswahl wurde am 21.05.2026 per E-Mail an die Ausschussmitglieder versandt, am 05.06.2026 wurde an den Termin erinnert.

 

 

Ö 8

Verschiedenes

Aus dem Ausschuss wird nachgefragt, ob es zum Antrag „Freundschaftsbänke“ (siehe Drs. 22-1099) und der dort beschlossenen Anbringung von Plaketten einen neuen Sachstand gebe.

 

Die Verwaltung verweist auf die Zuständigkeit des Fachamts Management des öffentlichen Raums hin und sagt zu, entsprechend nachzufragen.