Protokoll
Sitzung des Regionalausschusses Süderelbe - via Skype vom 17.03.2021

Ö 1 - 21-0241.01

Stellungnahme zum Gemeinsamer Antrag SPD - GRÜNE betr. Kita-Planungen in Neugraben-Fischbek (Referenten)

Vertreterinnen der Sozialbehörde berichten anhand einer Präsentation (s. Anlage zur Niederschrift) über die Kita-Planungen in Neugraben-Fischbek.

 

Kita-Bestand und Planungen

Aktuell gebe es in Neugraben- Fischbek 20 bestehende Kitas. Die 9 Kitas in Hausbruch seien mit aufgeführt, weil sie auch zur Kitaversorgung im Stadtteil beitrügen. An zwei Standorten wurden Kitas in den letzten Jahren erweitert und es seien 5 Neuplanungen in Neugraben-Fischbek bekannt. Neben den Neuplanungen geben es noch das Neubaugebiet Fischbeker Reethen (Bebauungsplan NF 67) und den Bebauungsplan NF 72 an der Bauernweide, wo auch eine Fläche für eine Kita mit 80 Plätzen gesichert sei.

 

Entwicklung Kitas in Neugraben-Fischbek seit 2018

Grundsätzlich würden bei Kita-Planungen Platzzahlen genannt, weil Kitaträger zunächst Überlegungen anstellten, welche Struktur (Leistungsart) in einer neuen Kita vorgehalten werden solle. Im Unterschied dazu gehe man bei bestehenden Kitas von der pädagogischen Fläche aus. Diese Änderung sei mit Einführung des Kita-Gutscheinsystems vor rund 18 Jahren eingetreten. gebe den Trägern eine größere Freiheit, auf Bedarfsveränderungen individuell reagieren zu können.

 

In den letzten Jahren habe man in Neugraben-Fischbek eine pädagogische Fläche von über 1.400 m² dazu bekommen. Auf Folie 4 seien die unterschiedlichen Standorte der neu entstandenen bzw. erweiterten Kitas zu sehen. Die Trägervielfalt bei den neuen bzw. erweiterten Kitas sei groß, bei den 8 Standorten handele es sich um 7 unterschiedliche Träger.

 

Entwicklung Betreuungsquote Krippe

Die Auswirkungen der neuen Kitas auf die Betreuungsquote Krippe hätten im Vergleich zu 2019 keine Veränderung gezeigt. Die Betreuungsquote sei 2020 weiter angestiegen, befinde sich aber noch nicht auf dem Niveau des Hamburger Durchschnitts. Es sei aber davon auszugehen, dass die zukünftigen Kita-Planungen im Stadtteil zu einer besseren Versorgung führen werden.

 

Ausblick 2021/2022

Die Sozialbehörde rechne für die Jahre 2021/2022 mit ca. 420 weiteren Kitaplätzen, die an den 5 folgend genannten Standorten entstehen:

 

Neugraben-Fischbek    NF 65 / NF 67

-          Heidrand    - Fischbeker Höfe (April2021)

-          Sandheide    - Weidengrasweg

-          An der Falkenbek

 

Auch hier sei die Trägervielfalt gegeben, die Standorte würden alle von unterschiedlichen Trägern betrieben. Diese und die in 2020 geschaffen Plätze würden sich sehr positiv auf die Betreuungsquote auswirken.

 

Fragen beantworten die Referentinnen wie folgt:

 

-          Anhand der Platznachweisverfahren, die im Bezirk eingeleitet werden könnten, sei erkennbar, wie viele Kinder tatsächlich einen Platz suchten. In Neugraben-Fischbek habe es seit 2018 insgesamt ca. 40 Platznachweisverfahren gegeben. Von diesen 40 Verfahren seien Stand heute noch 2 Familien bekannt, die einen Platz suchen und Unterstützung bräuchten.

-          r die Ermittlung zukünftiger Bedarfe für Neubaugebiete werde folgende Berechnung zugrunde gelegt: 1 Kita-Platz für 4 Wohneinheiten (WE). Bei den neu entstehenden Plätzen in 2021/2022 seien auch Kitas dabei, die sich außerhalb von den neuen Wohnungsbaugebieten einen Standort gesucht hätten. Dazu gehörten z.B. der Heidrand, die Sandheide und der bestehende Standort An der Falkenbek, der jetzt erweitert werde. In den Nachweisverfahren würden auch häufiger Elementarplätze gesucht, große Probleme bei der Suche nach diesen Plätzen seien der Sozialbehörde aber nicht bekannt. Neu entstehende Kitas würden sowohl Krippen- als auch Elementarplätze anbieten.

-          In der Regionenderelbe und Harburg gebe es die Kitakulturlotsen, die z.B. gerade Familien in den Unterkünften oder auch Familien mit sprachlichen Hürden bei der Kita-Platzsuche aktiv unterstützen. Mit den Kitakulturlotsen stehe die Fachbehörde im engen Austausch um zu erfahren, wie sich die Situation vor Ort darstelle.

-          Auswahl der Kitaträger: Die im Stadtteil entstehenden Kitas seien Eigeninitiativen, also Personen / Träger, die sich selbst auf die Suche gemacht hätten nach Gewerberäumen. Dies sei unabhängig von den Kitaflächen, die in den Bebauungsplänen bzw. in den beiden IBA-Projektgebieten gesichert würden.

 

Nachfrage zum Bedarf in Hausbruch:

Zum Stichtag 01.03.2020 wurden von insgesamt rund 800 Kindern aus Hausbruch, die in Betreuung sind, nur etwa 200 in Kitas in Neugraben-Fischbek betreut. Dabei ist zu beachten, dass das Quartier Neuwiedenthal sowohl zu Hausbruch als auch zu Neugraben-Fischbek gehört, jedoch als ein zusammenhängender Sozialraum betrachtet wird. Einige Kitas im Stadtteil Neugraben-Fischbek (z.B. Francoper Straße, Neuwiedenthaler Straße und Wümmeweg) sind fußufig von dort aus zu erreichen.  

 

Anschließend gibt ein Vertreter der IBA Hamburg mittels einer Präsentation (s. Anlage zur Niederschrift) einen Überblick über die drei Projekt-Gebiete Vogelkamp, Fischbeker Heidbrook und Fischbeker Reethen:

 

In allen drei Gebieten werde die IBA Hamburg über 5000 neue Wohneinheiten (WE) erstellen. Der Vogelkamp und der Fischbeker Heidbrook seien schon sehr weit in der Entwicklung, sodass es dort schon vorhandene Kitas gebe. Für die Fischbeker Reethen sei man aktuell in der Planung.

 

Vogelkamp

Im Vogelkamp werden insgesamt ca. 1.750 WE errichtet und aktuell seien dort 5 neue Kitas in Betrieb. Die Kitas werden von 5 unterschiedlichen Trägern betrieben mit insgesamt ca. 440 Plätzen. Die Anzahl der Plätze entspreche der vorgenannten Vorgabe (25% der Wohneinheiten).

 

Fischbeker Heidbrook

Der Entwicklungsprozess im Fischbeker Heidbrook sei sicherlich nicht gut verlaufen. Mittlerweile gebe es aber die erfreuliche Nachricht, dass dort 2 Kitas entstanden seien, wovon eine (Kita auf dem Plateau) mit ca. 160 Plätzen den Betrieb bereits aufgenommen habe. Für die Kita Fröbel mit ebenfalls 150 bis 160 Plätzen werde die Inbetriebnahme voraussichtlich noch in diesem Monat erfolgen. Insgesamt gebe es im Fischbeker Heidbrook  315 Plätze, insofern sei man auch hier in der Situation, die Bedarfe gut abzudecken.

 

Fischbeker Reethen

In den Fischbeker Reethen werden ca. 2.300 WW entstehen und 550 Kita-Plätze seien geplant. Davon würden 500 neue Plätze direkt im neuen Wohngebiet entstehen. Zudem werden die beiden bestehenden Kitas am Ohrnsweg mit 75 Plätzen erweitert, sodass damit der Bedarf in dem Gebiet gedeckt werden könne.

Die IBA habe aus den Erfahrungen im Fischbeker Heidbrook gelernt und werde deshalb im ersten Bauabschnitt sofort eine Kita realisieren, damit diese frühzeitig mit den ersten Bewohnern in Betrieb gehen könne.

 

Auf Nachfrage von Frau Fischer-Pinz zu einem vor einiger Zeit angedachten Waldkindergarten teilen die Referenten mit, Ihnen seien aktuell diesbezüglich keine Planungen bekannt.  

 

 

 

 

Ö 2

Mitteilungen der Verwaltung

Es liegt nichts vor.

Ö 3

Verschiedenes

Digitale Sitzungen

Der Vorsitzende informiert,r die digital durchgeführten Sitzungen werde glicherweise ab Mai 2021 eine neue Software zum Einsatz kommen, voraussichtlich Zoom.

 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.