22-0962.01

Stellungnahme zum Antrag CDU betr. Teqball für alle: Öffentlich zugängliche Teqballplatten installieren

Antwort / Stellungnahme des Bezirksamtes

Letzte Beratung: 01.12.2025 Ausschuss für Bildung und Sport Ö 4.1

Sachverhalt

Die Trendsportart Teqball erfreut sich national und international wachsender Beliebtheit. Teqball macht sehr viel Spass und fördert darüberhinaus Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Ausdauer, Kraft, Koordination, Ballgefühl und Konzentration. Entsprechend begeistert Teqball Hobbysportler verschiedenen Alters, hat sich inzwischen aber auch in vielen Bereichen des Profisports als Teil des Trainings etabliert.

Die Spielerzahl ist variabel (Einzel, Doppel, kanadisches Doppel, Rundlauf in der Gruppe), es wird geschlechterübergreifend gespielt, das Spiel ist inklusiv und weitgehend sprachunabhängig.

Die Deutsche Meisterschaft im Teqball hat 2025 in Hamburg stattgefunden, allerdings gibt es hier – im Gegensatz zu anderen Städten – bisher kaum öffentlich zugängliche Teqballplatten.

Insbesondere der Hamburger Süden verfügt über keine im Portal des Deutschen Teqballverbandes gelistete öffentliche Teqballplatte. Dieses sollte vom und im Bezirk Harburg geändert werden.

Teqballplatten sind variabel nutzbar und können z.B. auch für Teqis, Tegpong, Qatch oder Teqvoly genutzt werden.

Petitum/Beschluss


Die Bezirksversammlung beschließt:

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, an welchen Standorten (Sport-, Spiel- und Freizeitflächen) in Harburg und Süderelbe jeweils eine fest installierte Outdoor-Teqballplatte aufgestellt werden könnte. Dabei sollten eine öffentliche Zugänglichkeit sowie die unkomplizierte Erreichbarkeit mit dem ÖPNV gewährleistet sein.

Über das Ergebnis und entsprechende konkrete Umsetzungsmöglichkeiten möge zeitnah im Ausschuss für Bildung und Sport berichtet werden.

Hamburg, am 02.09.2025

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Harburg

21. November 2025

Das Bezirksamt Harburg nimmt zu dem Antrag der CDU-Fraktion (Drs. 22-0962) wie folgt Stellung:

Sachverhalt

Die Verwaltung wurde beauftragt zu prüfen, an welchen Sport-, Spiel- und Freizeitstandorten in den Bereichen Harburg und Süderelbe die Installation fest verankerter Outdoor-Teqballplatten realisiert werden kann. Dabei sollen insbesondere eine öffentliche Zugänglichkeit, eine möglichst barrierearme Nutzbarkeit sowie eine gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Personennahverkehr gewährleistet sein. Über die Ergebnisse der Prüfung und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten ist zeitnah im Ausschuss für Bildung und Sport zu berichten.

Bewertung

Im Rahmen der standortbezogenen Analyse hat die Verwaltung mehrere Flächen identifiziert, die unter fachlicher Abwägung als grundsätzlich geeignet erscheinen. Diese Orte bieten ein hohes Potenzial, um Teqball als niedrigschwelliges und vielseitiges Bewegungsangebot im Bezirk nachhaltig zu etablieren.

Sportanlage Kapellenweg

Die geplante Grundsanierung schafft ein günstiges Zeitfenster, um Teqball-Infrastruktur effizient in die Gesamtplanung zu integrieren. Durch die Anbindung an ein bestehendes sportliches Umfeld ist von einer starken Nutzungsfrequenz und einer guten Sichtbarkeit des Angebots auszugehen.

Sportanlage Außenmühle

Hier besteht im Zuge von Ersatzbeschaffung für abgängige Tischtennisplatten die Chance, eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Anlage vorzunehmen. Eine Teqballplatte würde das bestehende Angebot sinnvoll erweitern und sowohl für Freizeitsportlerinnen und -sportler als auch für Vereine einen zusätzlichen Mehrwert schaffen.

Flächen des Managements des öffentlichen Raumes – Neuländer Platz und Lüneburger Tor

Diese zentralen Standorte bieten, vorbehaltlich der verkehrlichen Unbedenklichkeit, eine gute Grundlage für frei zugängliche Bewegungsangebote. Die potenzielle Nutzung durch unterschiedliche Zielgruppen spricht grundsätzlich für ihre Eignung. Allerdings ist eine Finanzierung für diese beiden Standorte derzeit nicht gesichert und müsste im weiteren Verfahren geklärt werden.

Gesamtbewertung

Die identifizierten Standorte bilden eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung öffentlich zugänglicher Teqballangebote im Bezirk Harburg. Sie adressieren sowohl klassische Sportflächen als auch urbane Bewegungsräume und bieten damit ein breites Nutzungsspektrum.

Petitum

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Dr. Jobmann

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Harburg

23. Februar 2026

Ergänzende fachliche Stellungnahme des Bezirksamtes Harburg zum Antrag der CDU betr. Teqball für alle: Öffentlich zugängliche Teqballplatten installieren, Drs.Nr.: 22-0962

Sachverhalt

In der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport im Dezember 2025 wurde hinsichtlich der aufgeführten Flächen folgende Rückfrage gestellt:

„Bezüglich der Flächen im öffentlichen Raum habe das Fachamt Sozialraummanagement (SR) beim Fachamt Management des öffentlichen Raumes (MR) nachgefragt. Die Sportaußenfläche vor der Uwe-Seeler-Halle sei vom Fachamt MR nicht genannt worden. Diesbezüglich werde Herr Schwabauer beim Fachamt MR noch einmal nachfragen. In diesem Fall wäre die Finanzierung noch nicht geklärt.“

Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes nimmt hierzu wie folgt Stellung:

Ziel des Bezirksamtes ist es, Spiel- und Freizeitanlagen zu entwickeln, die möglichst viele Nutzungsgruppen ansprechen. Bei der Trendsportart Teqball handelt es sich jedoch um ein Angebot, das nur durch wenige, geübte Spielende genutzt werden kann und damit lediglich eine vergleichsweise kleine Nutzergruppe erreicht. Teqball-Platten sind im Vergleich zu Tischtennisplatten deutlich spezialisierter. Sportgeräte im öffentlichen Raum sollen vor dem Hintergrund knapper Ressourcen sowie unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten möglichst vielen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund werden entsprechende Prioritäten gesetzt.

Die für eine gefahrlose Nutzung erforderliche Spielfläche ist mit ca. 16 x 12 m (= 192 m²) sehr groß. Sie entspricht dem Flächenbedarf von mehreren normalen Tischtennisplatten für „lockeres“ Spielen. Der konkrete Standort im Bereich der Uwe-Seeler-Halle / der Multifunktionsfläche kommt daher nicht in Betracht, da die notwendige Spielfläche für diese Sportart dort nicht vorhanden ist. Andere Fitnessgeräte sowie der vorhandene Baumbestand begrenzen den verfügbaren Raum zusätzlich.

Als geeignete Einsatzbereiche werden vielmehr klassische Sportflächen angesehen. Die Sportanlagen Kapellenweg und Außenmühle wurden bereits genannt. Die ebenfalls erwähnte Fläche „Lüneburger Tor“ wird – unabhängig von der ungesicherten Finanzierung – als nicht geeignet eingestuft, da der hohe Flächenbedarf einer Teqball-Anlage mit den Anforderungen einer Fußgängerzone für eine breite Öffentlichkeit nicht vereinbar ist. Der „Neuländer Platz“ mit könnte gegebenenfalls mit einer Teqball-Anlage ausgestattet werden. Hierfür stehen derzeit aber keine Ressourcen zur Verfügung.

Petitum

Der Ausschuss für Bildung und Sport wird um Kenntnisnahme gebeten.

Dr. Jobmann

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Kapellenweg Neuländer Platz Lüneburger Tor
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