Letzte Beratung: 02.11.2026 Ausschuss für Bildung und Sport Ö 2.1
Opti-Segeln bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 15 Jahren einen sicheren und freudvollen Einstieg in den Segelsport. Beim sogenannten Optimisten („Opti“) handelt es sich um eine kleine Einhandjolle, die als Lern-, Freizeit- und Regattaboot genutzt wird und in der Kinder und Jugendliche spielerisch Wind, Wasser und erste Manöver kennenlernen, was großen Spaß bringen und die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbständigkeit stärken kann. Der Optimist wird weltweit von ca. 300.000 Kindern in über 120 Ländern gesegelt. In keiner anderen Bootsklasse gibt es mehr Regatta-Teilnehmer.
Gleichzeitig entfaltet sich überall, wo die Jüngsten-Segelboote in kleiner oder auch größerer Gruppe erscheinen, ein ansprechendes maritimes Flair. Insbesondere wenn Optis mit farbigen Segeln ausgestattet sind, ergibt sich ein buntes, lebendiges Bild mit positiver Ausstrahlung auf die Umgebung.
Opti-Segeln könnte auch im Harburger Binnenhafen eine attraktive Aktivitätsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche darstellen und gleichsam optisch und atmosphärisch positiv auf die dortige Umgebung wirken.
Der Harburger Binnenhafen mit seinem geschützten Revier ohne Tidenströmung bietet einen besonders geeigneten Raum fürs Opti-Segeln.
Um dieses zu ermöglichen, wären ein kleiner Platz mit Wasserzugang (für die Lagerung der Optis in Regalen und zum Ins-Wasser-Bringen und Aufriggen) sowie möglichst ein Raum zum Umziehen und für die Lagerung von Zubehör erforderlich.
Lokale Segelvereine wie z.B. die Vereinigung Harburger Segler e.V. haben in der Vergangenheit bereits ihre grundsätzliche Bereitschaft zum Betreiben eines solchen Standortes bekundet, um Kindern und Jugendlichen das Opti-Segeln in Harburg zu ermöglichen.
Das Bezirksamt wird gebeten zu ermitteln, ob Opti-Segeln im Harburger Binnenhafen grundsätzlich möglich gemacht werden könnte und welche Orte dort als mögliche Ausgangsstandorte für Opti-Segeln infrage kommen würden.
Über die Ergebnisse möge im Ausschuss für Bildung und Sport berichtet werden.
Hamburg, am 15.06.2026
Freie und Hansestadt Hamburg
Bezirksamt Harburg
05. Oktober 2026
Das Bezirksamt Harburg nimmt zu dem Antrag der CDU-Fraktion (Drs. 22-1886) wie folgt Stellung:
Zur Frage der Zulässigkeit von Optimistensegeln im Gewässer des Harburger Binnenhafens ist seitens des Bezirksamtes die Hamburg Port Authority beteiligt worden.
Nach Auskunft der Hamburg Port Authority ist Opti-Segeln im Harburger Binnenhafen grundsätzlich gestattet und möglich. Da es sich bei dem Vorhaben um Kindersegeln, einen Lernbetrieb und größere Gruppen handelt, sollte der Verkehrshafen von der Jöhnk-Werft im Süden bis zur Schleuseneinfahrt im Norden grundsätzlich ausgeschlossen werden. Hintergrund sind der Werft- und Schleusenbetrieb mit Binnenschiffen sowie die Strömungsverhältnisse im Bereich der Schleuse. Zu weiteren angedachten Standorten im Harburger Binnenhafen kann ein Austausch erfolgen.
Als potenziell geeigneter erscheint nach bezirksamtsinterner Abstimmung insbesondere der Bereich des Überwinterungshafens bis maximal zu einer gedachten Linie zwischen Harburger Hafenschleuse und Yacht-Hafen Harburg e. V. Mögliche Ausgangsstandorte könnten Flächen beim Clipper DJS e. V. sowie beim Yacht-Hafen Harburg e. V. sein.
Voraussetzung für eine Umsetzung wären unter anderem geeignete Zugänge zum Wasser, Lagermöglichkeiten für Boote und Ausrüstung, erfahrene Betreuungspersonen, Sicherheitsunterweisungen, geeignete Auftriebskörper, Feststoffschwimmwesten sowie ein Begleit- beziehungsweise Sicherungsboot.
Welcher Verein ein solches Angebot gegebenenfalls durchführen könnte, wäre nach Klärung der fachlichen, rechtlichen, sicherheitsbezogenen und organisatorischen Rahmenbedingungen zu prüfen. Nach den bisherigen Rückmeldungen ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Vereine zur Unterstützung eines entsprechenden Angebots bereit sein könnten.
Heiko Stolzenburg
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