Stellungnahme zu Antrag SPD betr. Heimfelder Platz (ersetzt 22-1803)
Am Heimfelder Platz, vor der Paulus-Kirche in Heimfeld gab es "in besten Zeiten" zwei Toiletten: eine Ecke Petersweg, kurz vor der Friedrich-Ebert-Halle und eine weitere im Zwischengeschoss der S-Bahn-Station Heimfeld.
Die erste wurde entfernt, da der Vertrag mit der Werbefirma für Bushaltestellen auslief und die zweite ist nun "Opfer" der seit ca. 20 Jahren andauernden Modernisierungsmaßnahmen der DB.
Leidtragende sind Kirche und Grünanlagen in diesem Gebiet.
Es ist Konsens aller politischen Gremien, dass der Heimfelder Platz künftig durch eine Neuordnung der Straßen und Wege aufgewertet wird: "Mehr Platz auf dem Platz".
Die größere Aufenthaltsqualität ist aber nur gewährleistet, wenn ein Toilettenservice besteht. Es ist in einer funktionierenden Stadt unerlässlich, Raum zum Ausruhen und Entschleunigen vorzuhalten, das Entfernen von Bänken ist da keine geeignete Lösung. In mehreren Sitzungen des Heimfelder Bürgerbeirats wurde dringend auf die Notwendigkeit einer funktionierenden Toilette dort hingewiesen.
In Antwort zu Drs. 22-0546 teilte das Bezirksamt mit: "Das Staatsarchiv hat die Umbenennung bisher abgelehnt, da es eine Namensdoppelung erkennt und somit Schwierigkeit bei der Wegfindung erwartet".
Ebenso sah die BUKEA keine Möglichkeit, der Beschlussempfehlung auf Errichtung einer WC-Anlage zu folgen, da zunächst die Bedarfe zu priorisieren seien und das Bezirksamt dies durch zu erwartende Nutzungszahlen zu begründen habe. Der Heimfelder Platz ist ein hochfrequentierter Platz an einer der meistgenutzten S-Bahnstationen der Linien 3 und 5, sowie zentraler Bushaltestellen, Bike+Ride mit 62 Plätzen und Taxiständen, sowie HVV-Switch-Point. Die Bedarfslage für eine WC-Anlage ist daher offensichtlich gegeben.
Die Verwaltung wird gebeten,
1. die Begründung des Staatsarchivs und Konkretisierung der Gefahr der Schwierigkeiten der Wegfindung azufordern und dem Regionalausschuss Harburg zur Verfügung zu stellen,
2. die Priorisierung der WC-Anlage bei der BUKEA erneut zu beantragen. Der Heimfelder Platz ist ein hochfrequentierter Platz an einer der meistgenutzten S-Bahnstationen der Linien 3 und 5, sowie zentraler Bushaltestellen, Bike+Ride mit 62 Plätzen und Taxiständen, sowie HVV-Switch-Point. Die Bedarfslage für eine WC-Anlage ist daher offensichtlich gegeben
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
DER VORSITZENDE
11.08.2026
Die Behörde für Kultur und Medien (BKM) nimmt zu dem Antrag zu Punkt 1
wie folgt Stellung:
Die geltenden Benennungsbestimmungen regeln, dass leicht zu verwechselnde Benennungen unzulässig sind. In II.6 heißt es, „bei gleichem Bestimmungswort sollen als Grundwörter „Straße“ und „Weg“, „Stieg“ und „Twiete“, „Bach“ und „Bek“, „Kamp“ und „Koppel“ nicht nebeneinander verwendet werden.“ Demzufolge ist die parallele Verwendung der Namen “Heimfelder Straße“ und „Heimfelder Platz“ möglich, aber nicht zu empfehlen, insbesondere weil beide Verkehrsflächen nahe beieinander liegen.
Des Weiteren sehen die Benennungsbestimmungen vor, dass eine durchgehende Straße nur einen Namen tragen soll (8 a). Eine Benennung des Platzes vor der St. Pauluskirche würde jedoch eine Teilumbenennung des Alten Postweges bedeuten. Bei einer Teilumbenennung wird eine Verkehrsfläche in zwei Abschnitte geteilt. Dies wird in Ausnahmefällen praktiziert, um zum Beispiel eine Person an einem Ort nahe ihrer Wirkungsstätte zu ehren. Eine Teilumbenennung des Platzes vor der St. Pauluskirche würde eine Unterbrechung des Alten Postweges bedeuten. Die Straße würde nordwestlich bzw. südöstlich des Heimfelder Platzes weiterverlaufen. Die Unterbrechung würde zudem durch die dort auf den Alten Postweg stoßende, namensähnliche Heimfelder Straße markiert werden. Auch wenn der in Frage stehende Platz vor der Kirche als vom Alten Postweg separierte Fläche angesehen werden könnte, wären die Grenzen von Alter Postweg, Heimfelder Straße und Heimfelder Platz und die diesen Verkehrsflächen zugeordneten Adressen nicht eindeutig erkennbar.
Wegen einer möglichen Verwechslung der Namen „Heimfelder Straße“ und „Heimfelder Platz“ und wegen der Unterbrechung des Alten Postweges mit entsprechender Anpassung der Adresse der Kirchengemeinde ist aus der Sicht des Staatsarchivs eine Teilumbenennung nicht zu empfehlen.
gez. Böhm f.d.R.
Sommer.
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