22-0064.01

Mitteilungsvorlage der Verwaltung zum Antrag SPD betr. Friedrich Ebert zurück in "seine" Halle

Mitteilungsvorlage öffentlich

Letzte Beratung: 30.04.2026 Kulturausschuss Ö 8.1

Sachverhalt


An der nach dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik benannten Friedrich-Ebert-Halle in Heimfeld befand sich bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eine Bronzebüste ihres Namensgebers. Diese wurde kurz darauf entfernt und wahrscheinlich rasch zerstört. Es gelang damit nicht, das Andenken an den großen Demokraten dauerhaft auszulöschen. Die Lücke, die dieses Kunstwerk hinterließ, ist aber nach wie vor vorhanden und wir gegenwärtig nur unzureichend durch eine Fotografie der einstigen Büste gefüllt.


Nach ca. 90 Jahren ist es an der Zeit, dass die Friedrich-Ebert-Halle und damit das Friedrich-Ebert-Gymnasium einen Ersatz für die von den Nazis geraubte Ebert-Büste bekommt

Daher ist es auch und gerade in Anbetracht aktueller politischer Entwicklungen wichtig, diese klaffende Lücke zu schließen als Symbol der vollständigen und endgültigen Niederlage des Faschismus und das Fortbestehen freiheitlich-demokratischer Strukturen, für die Ebert zeitlebens kämpfte.



Petitum/Beschlussvorschlag:

Die Bezirksverwaltung wird gebeten, unter Einbeziehung des Friedrich-Ebert-Gymnasiums ein Konzept zu erarbeiten für einen Künstlerwettbewerb mit dem Ziel, ein neues Werk gestalten und realisieren zu lassen, dass dem Andenken Friedrich Eberts dient und der wechselvollen Geschichte der Ursprungs-Plastik Rechnung trägt.

Dieses kann in Anlehnung an das Original oder auch in einer völligen Neudeutung unter Einbeziehung der Entfernung durch die Nazis geschehen. Ebenso ist eine Anlehnung an das Denkmal für Walter-Dudek denkbar, das auf dem neu gestalteten Innenhof Platz gefunden hat.

Der Wettbewerb soll von einer Jury begleitet werden, die sowohl schulische Akteure als auch Fachleute bilden (z.B. AMH Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg), ebenso ist die Bezirksversammlung als Beteiligte vorzusehen.

Das Konzept möge Ansätze zu Finanzierung über Öffentliche Mittel wie aus Sonder- und Gestaltungsmitteln einerseits und eine Co-Finanzierung durch ein geeignetes Foundraisingverfahren andererseits beinhalten, dessen Träger beispielsweise der Schulverein sein könnte, der da gemeinnützig entsprechende Spendenbescheinigungen ausstellen könnte. Das Konzept möge den Kulturausschuss vorgestellt werden.



Mitteilung der Verwaltung


Betriff: Drs. 22-0064 - Friedrich Ebert zurück in "seine" Halle

Sachverhalt

Mit der o.g. Drucksache wird das Bezirksamt Harburg gebeten, ein Konzept für einen Künstlerwettbewerb mit dem Ziel zu erarbeiten, um ein neues Kunstwerk zu gestalten und realisieren zu lassen, dass dem Andenken Friedrich Eberts dient und der wechselvollenGeschichte der Ursprungs-Plastik Rechnung trägt.

Mitteilung

Die Drucksache wurde, wie in der Sitzung des Kulturausschusses am 7.11.2024 festgelegt, im Beirat der Friedrich-Ebert-Halle am 16.04.2025 besprochen. Der Beirat bat darum, den Referenten für Stadtgeschichte des Archäologischen Museums Hamburg / Stadtmuseums Harburg in den Beirat einzuladen. Dieser berichtete in der Beiratssitzung am 15.10.2025 sehr umfassend zur Geschichte der Büste und des Friedrich-Ebert-Gymnasiums selbst.

Am Ende der Ausführungen stand die dringende Empfehlung des Referenten, ein wissenschaftliches Gutachten zum Verbleib der Büste in Auftrag zu geben. Erst wenn nachvollzogen werden kann, was mit der Büste passiert ist, ließe sich demnach eine Perspektive auf die Drucksache 22-0064 und die Forderung entwickeln, eine Friedrich-Ebert-Büste nach einem Konzept, welches in einem Künstler*innenwettbewerb entwickelt wurde, wieder in der Halle aufzubauen.

Petitum

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Dr. Jobmann.

Petitum/Beschluss

Sachverhalt:

An der nach dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik benannten Friedrich-Ebert-Halle in Heimfeld befand sich bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eine Bronzebüste ihres Namensgebers. Diese wurde kurz darauf entfernt und wahrscheinlich rasch zerstört. Es gelang damit nicht, das Andenken an den großen Demokraten dauerhaft auszulöschen. Die Lücke, die dieses Kunstwerk hinterließ, ist aber nach wie vor vorhanden und wir gegenwärtig nur unzureichend durch eine Fotografie der einstigen Büste gefüllt.


Nach ca. 90 Jahren ist es an der Zeit, dass die Friedrich-Ebert-Halle und damit das Friedrich-Ebert-Gymnasium einen Ersatz für die von den Nazis geraubte Ebert-Büste bekommt

Daher ist es auch und gerade in Anbetracht aktueller politischer Entwicklungen wichtig, diese klaffende Lücke zu schließen als Symbol der vollständigen und endgültigen Niederlage des Faschismus und das Fortbestehen freiheitlich-demokratischer Strukturen, für die Ebert zeitlebens kämpfte.




Die Bezirksverwaltung wird gebeten, unter Einbeziehung des Friedrich-Ebert-Gymnasiums ein Konzept zu erarbeiten für einen Künstlerwettbewerb mit dem Ziel, ein neues Werk gestalten und realisieren zu lassen, dass dem Andenken Friedrich Eberts dient und der wechselvollen Geschichte der Ursprungs-Plastik Rechnung trägt.

Dieses kann in Anlehnung an das Original oder auch in einer völligen Neudeutung unter Einbeziehung der Entfernung durch die Nazis geschehen. Ebenso ist eine Anlehnung an das Denkmal für Walter-Dudek denkbar, das auf dem neu gestalteten Innenhof Platz gefunden hat.

Der Wettbewerb soll von einer Jury begleitet werden, die sowohl schulische Akteure als auch Fachleute bilden (z.B. AMH Archäologische Museum Hamburg und Stadtmuseum Harburg), ebenso ist die Bezirksversammlung als Beteiligte vorzusehen.

Das Konzept möge Ansätze zu Finanzierung über Öffentliche Mittel wie aus Sonder- und Gestaltungsmitteln einerseits und eine Co-Finanzierung durch ein geeignetes Foundraisingverfahren andererseits beinhalten, dessen Träger beispielsweise der Schulverein sein könnte, der da gemeinnützig entsprechende Spendenbescheinigungen ausstellen könnte. Das Konzept möge den Kulturausschuss vorgestellt werden.



Mitteilung der Verwaltung


Betriff: Drs. 22-0064 - Friedrich Ebert zurück in "seine" Halle

Sachverhalt

Mit der o.g. Drucksache wird das Bezirksamt Harburg gebeten, ein Konzept für einen Künstlerwettbewerb mit dem Ziel zu erarbeiten, um ein neues Kunstwerk zu gestalten und realisieren zu lassen, dass dem Andenken Friedrich Eberts dient und der wechselvollenGeschichte der Ursprungs-Plastik Rechnung trägt.

Mitteilung

Die Drucksache wurde, wie in der Sitzung des Kulturausschusses am 7.11.2024 festgelegt, im Beirat der Friedrich-Ebert-Halle am 16.04.2025 besprochen. Der Beirat bat darum, den Referenten für Stadtgeschichte des Archäologischen Museums Hamburg / Stadtmuseums Harburg in den Beirat einzuladen. Dieser berichtete in der Beiratssitzung am 15.10.2025 sehr umfassend zur Geschichte der Büste und des Friedrich-Ebert-Gymnasiums selbst.

Am Ende der Ausführungen stand die dringende Empfehlung des Referenten, ein wissenschaftliches Gutachten zum Verbleib der Büste in Auftrag zu geben. Erst wenn nachvollzogen werden kann, was mit der Büste passiert ist, ließe sich demnach eine Perspektive auf die Drucksache 22-0064 und die Forderung entwickeln, eine Friedrich-Ebert-Büste nach einem Konzept, welches in einem Künstler*innenwettbewerb entwickelt wurde, wieder in der Halle aufzubauen.

Petitum

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Dr. Jobmann.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
30.04.2026
Ö 8.1
Lokalisation Beta
Heimfeld

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