21-1727

Gemeinsamer Antrag SPD - GRÜNE betr. Tempo 30 in der Haakestraße

Gemeinsamer Antrag

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
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26.10.2021
Sachverhalt


 

Die Haakestraße ist eine schmale, überwiegend durch Anlieger genutzte  Wohnstraße. Sie ist im westlichen Teil als Tempo 30 Zone ausgewiesen, ab Kreuzung  Weusthoffstraße dagegen ist im östlichen Teil Tempo 50 erlaubt. Diese Unterscheidung erscheint aus heutiger  Sicht nicht sinnvoll, Autofahrer haben zu Recht den Eindruck, dass sich der Charakter der Straße durch die Kreuzung nicht ändert. 

 

Um eine einheitliche, sinnvolle Lösung zu erreichen, sollte die Haakestraße in Gänze als Tempo 30 Zone ausgewiesen werden.

 

Forderungen nach einem besonderen Umbau der Straße in diesem Zusammenhang sind zwar auf Dauer wünschenswert, aber sicher nicht kurzfristig zwingend.

 

Der bisherige Tempo 30 Bereich zeigt, dass diese Geschwindigkeit für Ausbau und Charakter der Straße angemessen ist. Es gibt nur schmale Fußwege, Radfahrer fahren traditionell auf der Straße. Es wird beidseitig geparkt, dadurch ist die Durchfahrt für Autos sowieso nur mit geringer Geschwindigkeit möglich.

 

Eine Verminderung der Leistungsfähigkeit der Straße ist durch Tempo 30 nicht gegeben. So stellen in ihrer gemeinsamen Publikation das Bundesumweltamt und LK Argus Gmbh - sogar für Hauptverkehrsstraßen - fest: "Die Sättigungsverkehrsstärke hängt vom zeitlichen Abstand der fahrenden Kraftfahrzeuge ab. Bei Einhaltung des Mindestabstandes („halber Tacho in Metern“) liegt der zeitliche Fahrzeugabstand (der auch als Zeitbedarfswert oder Bruttozeitlücke bezeichnet wird) bei Standardbedingungen für Pkw sowohl bei Tempo 50 als auch bei Tempo 30 bei 1,8 Sekunden." (Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen, S.4; ISSN 2363-832X; 2016)

Petitum/Beschluss


 

Die Haakestraße soll auch im östlichen Bereich ab der Kreuzung Weusthoffstraße als Tempo 30 Zone ausgewiesen werden. 

 

Die Beschilderungen  in der Straße sind entsprechend zu ändern.