Antwort zur Anfrage AfD betr.: Stadtentwicklung durch Sport, nur nicht in Harburg
Letzte Beratung: 14.05.2019 Hauptausschuss Ö 4.33
Der Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligte kürzlich im Rahmen des Programms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ rund 13,8 Millionen Euro für sechs Hamburger Stadtteilprojekte.[1][1] Bei einer Aufteilung von 45 Prozent Bundesmitteln und 55 Prozent Landesmitteln muss Hamburg dazu eine Kofinanzierung von rund 16 Millionen Euro leisten.[2][2] Bis 2022 sollen die Maßnahmen umgesetzt sein.
Bundesweit hatten sich mehr als 1.200 Projekte um Fördergelder bemüht. Sechs davon aus Hamburg. Sie bekamen im Haushaltsausschuss des Bundes den Zuschlag. Harburg ist nicht dabei.
Die Vorschläge seien aus den Stadtteilen gekommen, heißt es. Wichtige Vergabekriterien waren Planungsstand und Nutzen für die Quartiere.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Hat Harburg seinerzeit Interesse bekundet, seine Sportstätten auch aus Bundesgeldern mitfinanzieren zu lassen? Wenn ja, wie konkret und mit welchen Projekten? Wenn nein, warum nicht?
2. 12,8 Millionen Euro seien für quartiersbezogene Projekte reserviert. Welche solcher Projekte werden wo im Bezirk hierdurch berücksichtigt?
3. Wie viele Ascheplätze existieren im Bezirk Harburg. Welche konkreten Planungen gibt es, diese zu Rasenplätzen umzubauen?
4. Wie ist der aktuelle Planungsstand im Bezirk Harburg in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur in Bezug auf künftige Finanzierungen/Investitionen?
[1] https://www.abendblatt.de/hamburg/article216910983/30-Millionen-Euro-fuer-Sport-und-Kulturstaetten-in-Hamburg.html
[2] https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Geld-vom-Bund-fuer-Hamburger-Sportstaetten,sportstaetten112.html
FREIE UND HANSESTADT HAMBURG
Bezirksamt Harburg
18. April 2019
Das Bezirksamt Harburg nimmt zu der Anfrage der AfD-Fraktion (Drs. 20-4778) wie folgt Stellung:
1. Hat Harburg seinerzeit Interesse bekundet, seine Sportstätten auch aus Bundesgeldern mitfinanzieren zu lassen? Wenn ja, wie konkret und mit welchen Projekten? Wenn nein, warum nicht?
Ja, das Bezirksamt Harburg hat aus dem Sanierungsprogramm kommunaler Einrichtungen für die Sanierung und Modernisierung der Uwe-Seeler-Halle eine Zuwendung erhalten.
2. 12,8 Millionen Euro seien für quartiersbezogene Projekte reserviert. Welche solcher Projekte werden wo im Bezirk hierdurch berücksichtigt?
In der neuen Förderperiode gibt es keine Harburger Maßnahmen.
3. Wie viele Ascheplätze existieren im Bezirk Harburg. Welche konkreten Planungen gibt es, diese zu Rasenplätzen umzubauen?
Der Bezirk Harburg hat derzeit 4 bezirkliche Großspielfelder und 3 bezirkliche Kleinspielfelder mit einem Tennenbelag. Es gibt keine Planungen, einen Belagswechsel von Tennenbelag in Rasenbelag durchzuführen.
4. Wie ist der aktuelle Planungsstand im Bezirk Harburg in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur in Bezug auf künftige Finanzierungen/Investitionen?
Alle erforderlichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarfe der bezirklichen Sport- sowie Jugend und Kulturanlagen werden in Harburg kontinuierlich erhoben und auf ihre Finanzierung auch unter Beachtung der verschiedenen Förderprogramme des Bundes geprüft.
Fredenhagen
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