Antwort auf Anfrage SPD betr. Taktung Metrobus 42 Heimfeld - S Harburg Rathaus - Hafen Harburg
Letzte Beratung: 13.10.2026 Hauptausschuss Ö 4.11
Auf eine frühere Anfrage (Drs. 22-1455) zur Metrobuslinie 42 antwortete die zuständige Behörde, dass eine Taktstreckung auf einen 7/8-Minuten- bzw. ggf. 10-Minuten-Takt in Kombination mit dem Einsatz von Gelenkbussen geprüft, aber verworfen worden sei. Begründung: Der Umstieg von und zur S-Bahn im angenäherten 5-Minuten-Takt werde dadurch erschwert.
Laut einem aktuellen Bericht des Hamburger Abendblatts fährt die Linie 42 nun jedoch genau in diesem 7/8-Minuten-Takt und wird überwiegend mit Gelenkbussen bedient. Die entsprechenden Fahrplanänderungen wurden im vergangenen Jahr zunächst befristet bis zum Ende der Herbstferien eingeführt – also in einem Zeitraum mit typischerweise reduziertem Fahrgastaufkommen durch Urlaubs- und Ferienzeit.
Dies wirft die Frage auf, ob die ursprünglich befürchtete Umsteigeproblematik zur S-Bahn zwischenzeitlich fachlich widerlegt wurde – oder ob die damalige Testphase im vergangenen Jahr lediglich deshalb unauffällig verlief, weil sie in die ferienbedingt fahrgastärmere Zeit fiel, und ob auf dieser Grundlage vorschnell eine dauerhafte Umstellung abgeleitet wurde, ohne die Situation unter regulären Auslastungsbedingungen erneut zu prüfen.
Wir bitten die Behörde um Beantwortung folgender Fragen:
1. Was hat sich fachlich oder betrieblich seit der ursprünglichen Prüfung konkret geändert, sodass die zuvor verworfene Taktstreckung nun doch als umsetzbar gilt? Welche neuen Erkenntnisse, Kapazitäten oder Rahmenbedingungen liegen dieser Kehrtwende zugrunde?
2. War die ursprüngliche Einschätzung, wonach der Umstieg zur S-Bahn erschwert würde, fachlich falsch – oder wird dieser Nachteil nun bewusst in Kauf genommen? Falls Letzteres: aus welchem Grund und mit welcher Abwägung?
3. Wurde die Umsteigequalität zur S-Bahn nach dem Ende dieser Testphase im vergangenen Jahr – also unter regulären, nicht-ferienbedingten Auslastungsbedingungen – erneut überprüft? Falls ja: mit welchem Ergebnis, und liegen entsprechende Auswertungen vor? Falls ja, bitte übermitteln.
4. Ist es aus Sicht der Behörde vertretbar, dass eine im vergangenen Jahr während einer fahrgastärmeren Ferienzeit getestete Maßnahme ohne erneute Prüfung unter Alltagsbedingungen verstetigt wird?
5. Ist inzwischen – seit Ablauf der damaligen Testphase im vergangenen Jahr – eine belastbare Auswertung zu Anschlusssicherung, Wartezeiten und Beschwerden von Pendlerinnen und Pendlern erfolgt? Falls nein: Wird eine solche Auswertung nachgeholt?
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
Der Vorsitzende
1. Oktober 2026
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) beantwortet die o.g. Anfrage der SPD-Fraktion, Drs. 22-2020 wie folgt:
Zu 1. bis 5.:
Die Stellungnahme zur Drs. 22-1455 hat weiterhin Bestand. Während des Sommerfahrplans (Beginn Hamburger Sommerferien bis Ende Hamburger Herbstferien) verkehrt die Metrobuslinie 42 in diesem Jahr (wie auch im vergangenen Jahr) im 7/8-Minuten-Takt überwiegend mit Gelenkbussen. Die Fahrplananpassung auf der Metrobuslinie 42 ist seit mehreren Jahren regelhafter Bestandteil des hamburgweiten Sommerfahrplans und stellt somit keine Testphase dar. Entsprechend erfolgen keine Untersuchungen oder Auswertungen. Mit dieser Maßnahme wird auf die reduzierte Fahrgastnachfrage in den Sommermonaten reagiert.
In diesem Jahr endet der Sommerfahrplan am 30. Oktober 2026. Danach verkehrt die Metrobuslinie 42 wieder regulär im 5-Minuten-Takt mit Solobussen.
gez. Böhm
f.d.R. Leptien
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