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Antwort auf Anfrage CDU betr. Barrierefreiheit am S-Bahnhof Neugraben - aktueller Sachstand, Planung und Betriebssicherheit

Antwort/Stellungnahme gem. § 27 BezVG

Sachverhalt

Die Herstellung vollständiger Barrierefreiheit am S-Bahnhof Neugraben ist seit über einem Jahrzehnt Gegenstand politischer Beschlüsse und Diskussionen in der Bezirksversammlung Harburg.
In einer Stellungnahme der zuständigen Fachbehörde aus dem Jahr 2016 wurde in Aussicht gestellt, die bestehenden Schrägaufzüge im westlichen Bahnsteigbereich durch neue Vertikalaufzüge zu ersetzen und die Barrierefreiheit bis etwa 2019 herzustellen.
Im Jahre 2019 erfolgte ein Bericht durch die Deutsche Bahn im Stadtentwicklungsausschuss.

Dieses Ziel wurde bekanntermaßen nicht erreicht.
Bis heute bestehen weiterhin erhebliche Einschränkungen:

  • Die vorhandenen Schrägaufzüge gelten aufgrund ihres Alters und ihrer technischen Anfälligkeit als unzuverlässig und es führen wiederkehrende Ausfälle regelmäßig dazu, dass eine barrierefreie Nutzung des Bahnhofs nicht gewährleistet ist.
  • Konkrete Fortschritte bei der Umsetzung der angekündigten Maßnahmen im östlichen Bereich sind für die Öffentlichkeit und die Bezirksversammlung nicht ausreichend transparent.
  • Die Aufzüge im Treppenturm am Nord-Ostausgang sind regelmäßig defekt.

Gleichzeitig wurden in der Vergangenheit wiederholt Planungen, Prüfungen und bauliche Überlegungen angekündigt, ohne dass es zu einer erkennbaren Umsetzung gekommen ist.
Vor diesem Hintergrund besteht weiterhin erheblicher Klärungsbedarf insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen, Familien mit Kinderwagen und ältere Fahrgäste im Bezirk Harburg.

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende sowie die Deutschen Bahn werden gebeten die folgenden Fragen zur Barrierefreiheit am S-Bahnhof Neugraben zu beantworten:

1. Aktueller Planungsstand

  • Welche konkreten Planungen zur Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit am S-Bahnhof Neugraben bestehen aktuell?
  • Welche baulichen Varianten (insbesondere auf der Ostseite) werden derzeit verfolgt?
  • In welchem Planungsstadium befinden sich diese Maßnahmen?

2. Zeitliche Perspektive

  • Welche konkreten Zeitpläne bestehen für Planung, Ausschreibung und Umsetzung?
  • Wann ist nach aktuellem Stand mit einer tatsächlichen baulichen Realisierung zu rechnen?
  • Welche Gründe haben zu den erheblichen Verzögerungen gegenüber den ursprünglichen Zielsetzungen (u. a. Fertigstellung bis 2019) geführt?

3. Umsetzung bislang zugesagter Maßnahmen

  • Welche der in der Vergangenheit angekündigten Maßnahmen wurden umgesetzt, welche nicht?
  • Welche Planungen wurden verworfen oder grundlegend verändert und aus welchen Gründen?

4. Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit

  • Wie stellt sich die Ausfallquote der derzeit vorhandenen Aufzüge (insbesondere der Schrägaufzüge) dar?
  • Wie häufig kam es in den vergangenen drei Jahren zu Störungen und längeren Ausfällen?
  • Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Verfügbarkeit kurzfristig zu verbessern?

5. Übergangslösungen

  • Welche Maßnahmen werden ergriffen, um bis zur endgültigen Herstellung der Barrierefreiheit eine möglichst verlässliche Nutzung sicherzustellen?

Die Antworten sollen dem Mobilitätsausschuss vorgelegt werden.

Hamburg, am 19.04.2026

Lokalisation Beta
Am Neugrabener bhf

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