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Antrag FDP Fraktion. Neuland 23 jetzt endlich umsetzen - Gewerbe- und Industrieflächen zügig erschließen und Harburg wirtschaftlich stärken

Antrag

Letzte Beratung: 28.04.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.5

Sachverhalt

Neuland 23 ist eines der bedeutendsten verfügbaren Gewerbe- und Industriegebiete im Bezirk Harburg. Das Planrecht besteht seit Jahren, die Fläche wurde vorbereitet – doch eine tatsächliche Nutzung ist bis heute weitgehend ausgeblieben.

Harburg kann sich diesen Stillstand nicht länger leisten.

Während Unternehmen dringend Flächen suchen, bleibt ein hervorragend angebundenes Areal ungenutzt. Mehrere gescheiterte oder nicht umgesetzte Ansiedlungsprojekte haben gezeigt, dass die bisherige Strategie nicht funktioniert hat. Es fehlt nicht an Planung – es fehlt an Umsetzung.

Deutschland steht wirtschaftlich unter Druck. Lieferketten müssen stabilisiert, Produktion gestärkt und Arbeitsplätze gesichert werden. Gerade auf Bezirksebene braucht es deshalb eine Politik, die nicht verwaltet, sondern ermöglicht.

Neuland 23 bietet die Chance:

  • neue Arbeitsplätze zu schaffen,
  • den Mittelstand zu stärken,
  • lokale Betriebe im Bezirk zu halten und
  • Harburg als Wirtschaftsstandort nachhaltig zu entwickeln.

Diese Chance darf nicht weiter durch Verzögerungen, unklare Zuständigkeiten oder wechselnde Nutzungskonzepte verspielt werden.

Deshalb gilt:
Neuland 23 muss jetzt kommen – nicht irgendwann.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung Harburg möge beschließen:

Die Verwaltung wird gemäß § 19 BezVG aufgefordert, sich gegenüber den zuständigen Fachbehörden, insbesondere der Behörde für Wirtschaft und Innovation, Hamburg Invest sowie der ReGe Hamburg, mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass das Gebiet Neuland 23 unverzüglich einer tatsächlichen Nutzung zugeführt wird.

Dabei sind insbesondere folgende Maßnahmen umzusetzen:

  1. Verbindlicher Zeitplan zur Umsetzung
    Es ist kurzfristig ein konkreter, verbindlicher Zeit- und Maßnahmenplan vorzulegen, aus dem hervorgeht, wann die vollständige Erschließung abgeschlossen ist und wann erste Betriebe ihre Tätigkeit aufnehmen können.
  2. Erschließung beschleunigen und abschließen
    Noch ausstehende infrastrukturelle Maßnahmen (insbesondere Straßenbau, Entwässerung, Energie- und Dateninfrastruktur) sind mit höchster Priorität umzusetzen, sodass eine kurzfristige Bebaubarkeit gewährleistet ist.
  3. Aktive und marktwirtschaftliche Vermarktung
    Die Vermarktung der Flächen ist neu aufzustellen und aktiv voranzutreiben. Dabei darf sich die Entwicklung nicht erneut von einzelnen Großansiedlungen abhängig machen, sondern muss breit aufgestellt werden.
  4. Flächen für den Mittelstand sichern
    Ein signifikanter Anteil der Flächen ist gezielt für kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe sowie ortsansässige Gewerbetreibende aus Harburg vorzusehen.
  5. Flexible Nutzungskonzepte ermöglichen
    Für Neuland 23 sind parallel mehrere Nutzungsoptionen zu realisieren:
    • ein mittelstandsorientierter Gewerbepark
    • ein moderner Industrie- und Logistikstandort
    • sowie – sofern politisch vorgesehen – eine Teilnutzung durch öffentliche Infrastruktur (z. B. Busbetriebshof), ohne die Gesamtentwicklung zu blockieren
  6. Stufenweise Besiedlung ermöglichen
    Die Fläche ist so zu entwickeln, dass Teilbereiche bereits genutzt werden können, auch wenn die Gesamtentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. „Diese sollte schnell und unbürokratisch geschehen“
  7. Regelmäßige Berichterstattung
    Der Bezirksversammlung ist halbjährlich über den Fortschritt der Entwicklung, die Flächenvergabe sowie konkrete Ansiedlungen zu berichten.
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