Umgestaltung der "Dreiecksfläche" im Brödermannsweg - ist eine B-Plan Änderung nötig? Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG der GRÜNE-Fraktion
Im Rahmen des RISE-Prozesses in Groß Borstel ist es der Wunsch der Bürger*innen, dass die sogenannte Dreiecksfläche im Brödermannsweg nach Abschluss der Bauarbeiten an der nahegelegenen Sporthalle neugestaltet wird.
Die genaue Ausgestaltung soll im Rahmen der Bürger*innenbeteiligung entschieden werden. Die dortigen Parkplätze sollen zugunsten eines Raumes mit hoher Aufenthaltsqualität entfallen.
Ursprünglich sollte die Umgestaltung der „Dreiecksfläche“ im Rahmen eines B-Plan Verfahrens planungsrechtlich gesichert werden. Mit Drs. 22-1081 [1] wurde Ende 2025 dieses Vorhaben (Bebauungsplan GB32) aufgegeben.
Aktuell ist das Areal als „Fläche für Öffentliche Straßen, Wege, Plätze" ausgewiesen (gemeinhin „gelbe Fläche" / Straßenverkehrsfläche). Nach Einstellung des Planänderungsverfahrens hält das Bezirksamt an seiner Absicht fest, die „Dreiecksfläche (…) auch ohne neues Bebauungsplanverfahren als Grünfläche umzugestalten.“
Vor diesem Hintergrund frage ich:
Eine Umsetzung als Grünfläche ist grundsätzlich möglich. Wie konkret eine Umgestaltung aussehen kann, wird im weiteren Projektverlauf konkretisiert. Der Planungsprozess hat allerdings noch nicht begonnen (siehe Frage 5).
Nein, einen Stellplatznachweis für den öffentlichen Straßenverkehrsraum gibt es nicht. Unabhängig von der planungsrechtlichen Ausweisung der Fläche gilt zurzeit das Parkplatzabbaumoratorium.
Nein, es ist nach wie vor vorgesehen, die Dreiecksfläche, wie im RISE-Prozess geplant, umzugestalten. Die planungsrechtliche Ausweisung ist hinsichtlich der Unterhaltungsmittel der zuständigen Fachbehörde relevant. Ohne Änderung der planungsrechtlichen Ausweisung bleibt die Zuständigkeit beim Tiefbau.
Erfahrungsgemäß ist es schwierig abzuschätzen, belastbare Aussagen zu Baufortschritten zu treffen. Wir gehen zurzeit davon aus, dass die Dreiecksfläche noch mindestens bis Ende 2028 als Baustellen-Aufstellfläche benötigt wird.
Wie im Beirat vor Ort kommuniziert, können nicht alle RISE-Projekte gleichzeitig geplant und umgesetzt werden. Die Projekte werden aber Schritt für Schritt bearbeitet. In den letzten Monaten wurde die Arbeit unter anderem auf die Projekte Stavenhagenhaus, Borsteler Chaussee, Neubau Zweifeld-Sporthalle Carl-Götze Schule, Roggenbuckstieg, Sportanlage Weg beim Jäger und Renaturierung Tarpenbek konzentriert. Das Bezirksamt hat das Projekt „Dreiecksfläche“ nach wie vor auf der Agenda.
Dr. Bettina Schomburg 09.03.2026
(Bezirksamtsleitung)
[1] http://sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015305
Luftbild (© LGV)
Ausschnitt aus dem Bebauungsplan GB2 von 1966 (© Bezirk, Hamburg-Nord)
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