Die Eröffnung des U-Bahnhofs und der angeschlossenen Busanlage wurde im Jahr 1962 mit einem „Volksfest in Wandsbek“ gefeiert. So bezeichnete es damals die Kundenzeitung der Hamburger Hochbahn AG (HHA). Der heutige ZOB Wandsbek Markt galt bereits damals als modernes und zukunftsweisendes Verkehrsbauwerk. Für viele Bürger war er die zentrale Verbindung in die Innenstadt und zu ihren Arbeitsstätten. In den Hauptverkehrszeiten sorgten bis zu sieben Schaffner und Disponenten für einen geordneten Betriebsablauf.
Die heutige Situation steht dazu in deutlichem Kontrast. Aufgrund der dauerhaften Anwesenheit zahlreicher randständiger Personen wird der ZOB Wandsbek Markt von vielen Bürgern nur noch als notwendiger Durchgangsort wahrgenommen, den sie möglichst schnell wieder verlassen möchten. Drogenkonsum, Alkohol und Cannabismissbrauch, Berichte über oder Erfahrungen mit körperlicher und sexualisierter Gewalt, Obdachlosigkeit und aggressives Betteln sowie Geruchsbelästigungen durch Urin, Fäkalien und Erbrochenes prägen das Erscheinungsbild und das Sicherheitsempfinden vieler Nutzer.
Die Präsenz des nahegelegenen Polizeikommissariats 37 (PK 37) scheint auf die beschriebenen Zustände und die dauerhafte Nutzung des Areals durch die genannten Personengruppen bislang nur begrenzten Einfluss zu haben. Hinzu kommt, dass die ursprünglich für rund 30.000 Fahrgäste ausgelegte Anlage heute von einem Vielfachen dieser Zahl genutzt wird. Trotz des erheblich gestiegenen Verkehrsaufkommens ist dauerhaftes Personal zur Überwachung desBetriebs und zur Regelung des Verkehrs vor Ort nicht mehr vorhanden.
Viele Nutzer fühlen sich mit tatsächlichen oder wahrgenommenen Missständen alleingelassen. Insbesondere in den Abendstunden und während der dunklen Jahreszeit wird der ZOB von zahlreichen Bürgern als Angstraum empfunden. Dies führt dazu, dass einzelne Menschen den Bereich bewusst meiden oder ihre Wege entsprechend anpassen.
Der barrierefreie Ausbau von Haltestellen ist ein wichtiges verkehrspolitisches Ziel. Barrierefreiheit beschränkt sich jedoch nicht auf Bahnsteige, Aufzüge oder taktile Leitsysteme. Sie umfasst auch die tatsächliche Nutzbarkeit des öffentlichen Raums. Wenn Menschen aus Angst oder Unsicherheit auf die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs verzichten, ist dieses Ziel nur unvollständig erreicht.
Für die Attraktivität des ÖPNV sind Sauberkeit, soziale Kontrolle, Sicherheit und Aufenthaltsqualität von entscheidender Bedeutung. Solange diese Faktoren am ZOB Wandsbek Markt nicht in ausreichendem Maße gewährleistet werden, werden sich viele Bürger weiterhin für den vermeintlich sichereren und saubereren Individualverkehr entscheiden und gegen die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.
Dies vorausgeschickt fragen wir die zuständigen Fachbehörden:
Sauberkeit und Aufenthaltsqualität
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Welche Behörden, öffentlichen Unternehmen oder sonstigen Stellen sind innerhalb des Areals zwischen Schloßstraße, Wandsbeker Marktstraße und der Robert-Schuman-Brücke jeweils für Reinigung, Pflege, Instandhaltung, Verkehrssicherung und sonstige ordnungsrelevante Aufgaben zuständig? Bitte die einzelnen Flächen, Anlagen und Aufgabenbereiche den jeweils verantwortlichen Stellen zuordnen.
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Welche Unternehmen, Eigenbetriebe oder beauftragten Dritten führen die vorgenannten Leistungen jeweils tatsächlich aus? Bitte die ausführenden Stellen den jeweiligen Aufgabenbereichen zuordnen und bestehende Vertragsverhältnisse oder Beauftragungen benennen.
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In welchen Intervallen erfolgt die Reinigung der einzelnen Flächen durch die jeweiligen Verantwortlichen?
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Wie oft mussten – außerhalb der regulären Reinigungsintervalle - Fäkalien, Erbrochenes und menschlicher Urin auf dem Gelände in den vergangenen drei Jahren beseitigt werden?
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Welche Kosten sind in den vergangenen drei Jahren gemäß den Fragen 1 – 4 jährlich für jeweils welchen Träger bzw. Verantwortlichen entstanden?
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Wie häufig wurden Lebensmittelkontrollen der ständigen gastronomischen Betriebe auf dem oben genannten Gebiet in den vergangenen drei Jahren durchgeführt? Wann erfolgte die jeweils letzte Lebensmittelkontrolle?
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Gab es im Zuge der Kontrollen Beanstandungen in den vergangenen drei Jahren? Wenn ja, welche und mit welchen Auflagen? Wenn nein, wie hoch war die Gesamtanzahl der Lebensmittelkontrollen in den vergangenen drei Jahren pro Jahr und insgesamt?
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Wie oft wurden in den vergangenen drei Jahren Graffiti auf dem Gelände gemäß Frage 1 entfernt werden? Bitte möglichst detailliert unter Nennung der betroffenen Fläche sowie damit verbunden des jeweils Verantwortlichen.
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Welche Kosten sind für die Beseitigung jeweils angefallen?
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Verstreute oder verlorene Nahrungsreste und Fäkalien locken bekanntlich Ratten und Tauben an. Welche Kosten sind für die Bekämpfung von Ratten bzw. dem Taubenschutz in den vergangenen drei Jahren jeweils jährlich in dem Bereich für jeweils welchen Träger bzw. Verantwortlichen entstanden?
Sicherheit
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Welche Behörden, städtischen Unternehmen bzw. Drittanbieter aus dem Sicherheitsgewerbe sind für welche Abschnitte des Areals aktuell verantwortlich?
- Welche Aufgabenbereiche und Gebiete umfasst der jeweilige Verantwortungsbereich?
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Auf welchen Flächen hat welches städtische Unternehmen das Hausrecht in dem umschriebenen Areal?
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Wie oft wurde dieses Hausrecht durch die jeweiligen Unternehmen in den vergangenen drei Jahre jeweils und insgesamt ausgeübt?
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Wie oft wurde Kräfte des PK 37 oder anderer Polizeikommissariate bzw. Einsatzeinheiten für die Durchsetzung dieses Hausrecht hinzugezogen?
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In welchem Intervall kontrollieren Einsatzkräfte des PK 37 das Gebiet?
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Wie oft haben Kräfte des PK 37 oder anderer Polizeidienststellen Platzverweise auf dem angegebenen Areal in den vergangenen drei Jahren jeweils und insgesamt ausgesprochen?
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Welches waren die fünf häufigsten Gründe für einen Platzverweis?
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Wie bewertet die Polizei die Sicherheitslage am ZOB Wandsbek Markt, auf dem Wandsbeker Marktplatz und im Puvogel Garten jeweils? Wie hat sich diese Bewertung in den vergangenen drei Jahren entwickelt?
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Wie beurteilt die Polizei die Situation am ZOB Wandsbek Markt, auf dem Wandsbeker Marktplatz und im Puvogel-Garten jeweils? Hat sich die Einschätzung der Polizei in den vergangenen drei Jahren verändert?
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Worauf beruht die jeweilige Einschätzung?
Zukünftige Entwicklung
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Welche Maßnahmen verfolgt das Bezirksamt Wandsbek zur Verbesserung von Aufenthaltsqualität, Sauberkeit und Sicherheit im Bereich des ZOB Wandsbek Markt, des Wandsbeker Marktplatzes und des Puvogel Gartens?
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Welche Maßnahmen plant die Hamburger Hochbahn AG zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, Sauberkeit und des Sicherheitsgefühls am ZOB Wandsbek Markt?
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Welche Verbesserungen sind seitens der HHA und der Polizei zum Schutz der Bevölkerung in den Abendstunden und der dunklen Jahreszeit geplant?