Schluss mit der Partymeile: Eppendorfer Landstraßenfest konzeptionell neu aufstellen - Familienfreundlichkeit und Nachbarschaftsorientierung als Hauptkriterien der Neuentwicklung - Beschlussempfehlung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude
Letzte Beratung: 08.10.2026 Bezirksversammlung Ö 9.2
Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude hat sich in seiner Sitzung am 28.09.2026 mit der o.g. Thematik befasst und einstimmig, bei Abwesenheit der AfD-Fraktion, folgende Beschlussempfehlung formuliert:
Der Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude der Bezirksversammlung Hamburg-Nord möge beschließen:
Das Bezirksamt wird gebeten,
Begründung:
Im Juni 2026 kam es während des Eppendorfer Landstraßenfestes zu massiven Störungen, die der Nachbarschaft und den Menschen in den umliegenden Straßen in dieser Form nicht noch einmal zugemutet werden können. Aus diesem Grund wurde zügig nach dem Fest durch das Bezirksamt mit Anwohnern und Mitarbeitern des Amtes, dem Veranstalter und weiteren Beteiligten wie der Polizei ein Runder Tisch durchgeführt, um die Vorfälle und auch die zukünftigen „No Gos“ zu diskutieren. Mit diesen Ergebnissen befasste sich auch der Regionalausschuss Eppendorf und Winterhude. Der Veranstalter selbst übernahm es, weiterhin mit der betroffenen Nachbarschaft im Gespräch zu bleiben.
Die Rückmeldungen waren in der Summe so, dass die Menschen in Eppendorf ein großes Interesse daran haben, dass es auch zukünftig ein jährliches Straßenfest im Stadtteil geben soll. Allerdings ist es auch der Wunsch, dass dieses wieder mehr auf die Bedürfnisse des Stadtteils ausgerichtet wird. Ebenso sollen Familienfreundlichkeit, Nachbarschaftsorientierung und ein inklusiver Charakter sowie die Einbindung von lokalen Vereinen und Initiativen wieder im Fokus stehen, ohne dass dabei eine maßvolle musikalische Unterhaltung und eine kulinarische Genussorientierung verloren gehen. Ebenso erhalten bleiben soll der beliebte große Flohmarkt.
Diese Anforderungen bedingen es, dass das derzeitige Straßenfest konzeptionell neu ausgerichtet werden muss, um den neuen Charakter zu spiegeln. Im Fokus der Neukonzeptionierung sollen dabei neben den obigen Grundanforderungen noch einmal Fragen der Sicherheit, des Umgangs mit Glas auf dem Fest, barrierefreier Zugang und die Gestaltung des Angebots auf dem Straßenfest – von Verkaufsständen, über Vereinssichtbarkeit bis hin zum kulturellen Angebot neu gedacht und aufgearbeitet werden.
Da die Veranstaltung trotzdem einen langen Genehmigungsvorlauf hat, an dem zahlreiche Akteure beteiligt sind und zudem die Elemente der Neuausrichtung eingearbeitet werden müssen, ist es jetzt erforderlich, die Konzeptentwicklung einzufordern, um den anschließenden Genehmigungsprozess noch fristgerecht bis Juni 2027 durchlaufen zu können.
Die Bezirksversammlung folgt der Beschlussempfehlung.
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