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Poppelauweg Nr. 3: Was passiert mit dem leerstehenden Gebäude? Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG der GRÜNE-Fraktion

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG

Sachverhalt


Im Poppelauweg Nr. 3 steht seit vielen Jahren ein Gebäude leer. Nachbarn beschweren sich über Lärmbelästigung, da dieses verlassene Gebäude offensichtlich von anderen Menschen genutzt wird, um sich dort gesellig niederzulassen. Das Gebäude verwittert zusehends. Es ist von einer großen Grünfläche umgeben, die ebenfalls in einem schlechten Zustand zu sein scheint. Der Boden ist voller Müll und übersäht mit Scherben und Plastikteilen.

Laut Geoportal Hamburg befindet sich das Grundstück, auf dem das Gebäude steht, im Allgemeinen Grundvermögen der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Bebauungsplan Langenhorn 71 ist die Fläche als „private Grünfläche / Dauerkleingärten“ ausgewiesen.

Ich frage daher das Bezirksamt:

  1. Wer ist Eigentümerin des Gebäudes und wer verwaltet es?

Das Grundstück sowie das Gebäude stehen im Allgemeinen Grundvermögen des Landesbetriebes Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Ob der LIG einen Dienstleister mit der Verwaltung beauftragt hat, ist dem Bezirksamt Hamburg-Nord nicht bekannt.

  1. Wer ist Eigentümerin der umgebenden Grünfläche und wer verwaltet diese?

Die umgebene Grünfläche steht im Allgemeinen Grundvermögen des LIG. Ob der LIG einen Dienstleister mit der Verwaltung beauftragt hat, ist dem Bezirksamt Hamburg-Nord nicht bekannt.

  1. Wieviel qm umfasst das gesamte Areal um das Gebäude?

Das gesamte Areal um das Gebäude umfasst ca. 3,4 ha.

  1. Wer ist für die Pflege des Gebäudes verantwortlich?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung.

  1. Wer ist für Pflege der Grünfläche verantwortlich?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung.

  1. Das Haus steht seit etwa 10 Jahren leer. Ist bekannt, seit wann genau es unbewohnt/ungenutzt ist?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung.

Falls das Bezirksamt für die Verwaltung von Grundstück und Gebäude zuständig ist:

Das Bezirksamt ist für die Verwaltung von Grundstück und Gebäude nicht zuständig.

  1. Welche Kosten sind seit Aufgabe der Nutzung angefallen für Sicherungsmaßnahmen, Reparaturen / Unterhaltung und ggf. Teilabbrüche?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung.

  1. Welche Kosten werden voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren noch anfallen?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung.

  1. Welche konkreten Planungen gibt es für Gebäude und Grünfläche?

Gemäß Bebauungsplan Langenhorn 71 sind auf dieser Fläche anstelle des Gebäudes Kleingärten geplant. Das Bezirksamt HH-Nord plant diese als Ersatzkleingärten für das Pergolenviertel und Diekmoor herzustellen.

  1. Wurden die Möglichkeit einer Weiternutzung als Wohnhaus bzw. einer Sanierung und anschließenden Wohnnutzung in Betracht gezogen?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung.

  1. Nach dem am 30. Oktober 2025 in Kraft getretenen „Wohnungsbau-Turbo“ nach gemäß § 246e BauGB können laut Absatz 1, Ziffer 2 ohne aufwendige B-Planänderungen „Erweiterungen, Änderungen oder Erneuerungen an zulässigerweise errichteten Gebäuden erfolgen, wenn hierdurch neue Wohnungen geschaffen oder vorhandener Wohnraum wieder nutzbar gemacht wird“ (vgl. Handreichung zur Anwendung des Wohnungsbau-Turbos der Freien und Hansestadt Hamburg – Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen vom Februar 2026).

Für die Anwendung des Wohnungsbau-Turbos müssen Vorhaben mit den öffentlichen Belangen und mit den Vorstellungen der städtebaulichen Entwicklung und Ordnung der Gemeinde vereinbar sein.

  1. Kann § 246e BauGB für das Gebäude Poppelauweg Nr. 3 Anwendung finden, um vorhandenen Wohnraum wieder nutzbar zu machen und die angespannte Wohnungssituation in Langenhorn zu entlasten?

Nein, die Fläche ist für die Anwendung des Wohnungsbau-Turbos nicht geeignet. Bei der Fläche handelt es sich um eine seit 27.03.2017 ausgewiesene Fläche für private Dauerkleingärten. Die Fläche ist notwendig, um andere größere Wohnbauvorhaben umzusetzen, sie dient zukünftig als Ersatzfläche für Kleingartenverlagerungen. Eine Erweiterung der Wohnnutzung ist zudem aufgrund des Siedlungsbeschränkungsbereichs 2 des Flughafens nicht möglich. Das Gebiet liegt innerhalb der Tag-Schutzzone 2 sowie der Nacht-Schutzzone des Flughafens.

  1. Wurden an dem Standort Bodenproben entnommen, um mögliche Umweltschäden zu erkennen und ggf. zu beheben?

Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung. Hinweise auf Altlasten oder schädliche Bodenveränderungen liegen für das Grundstück nicht vor.

Dr. Bettina Schomburg 12.06.2026

(Bezirksamtsleitung)

Anlage: Fotos

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Poppelauweg
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