Mehr Trinkwasserbrunnen und -spender für Hamburg-Nord - gemeinsam mit der BUKEA ein effizientes und kostenschonendes Verfahren etablieren Gemeinsamer Antrag der SPD-, CDU- und FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 18.03.2026 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität Ö 6.3
Am 14. Januar 2026 hat der Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität einen Antrag der Fraktion Die Grünen beraten (22-1654), in dem die Benennung von 10 möglichen Standorten für Trinkwasserbrunnen, die von Hamburg Wasser baulich umzusetzen wären, vorgeschlagen wird. Zudem soll bei zukünftigen Um- oder Neugestaltungen von belebten öffentlichen Orten immer die Errichtung eines Trinkwasserbrunnen im Rahmen der Planung geprüft werden. Im Ausschuss bestand Einigkeit, dass das insgesamt wünschenswerte Ziele sind. Eine Unsicherheit ergab sich hinsichtlich des dafür zu beschreitenden Verfahrens. Auch die Finanzierung des Anliegens ist unklar. Vor diesem Hintergrund hatte der Ausschuss die Verwaltung gebeten, den Antrag Hamburg Wasser zur schriftlichen Stellungnahme zu geben. Die Stellungnahme liegt zwischenzeitlich vor. Gleichwohl besteht zu befürchten, dass die inder Antwort beschriebene Vorgehensweise und insbesondere die angegebenen Kosten für die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens und dessen Betrieb die Errichtung von Trinkwasserbrunnen erschweren, anstatt sie zu fördern. Aus Sicht des Ausschusses sollte das Verfahren möglichst niedrigschwellig, einfach umzusetzen und möglichst kostenschonend sein, um Trinkwasserbrunnen möglichst zügig zu errichten.
Ausweislich des Informationsangebots der BUKEA im Internet zu vorhandenen Trinkwasserbrunnen in Hamburg und den Wasserspendern an den öffentlichen Toiletten, die von der Stadtreinigung Hamburg betrieben werden, ist die Bereitstellung von Trinkwasser im öffentlichen Raum eine gesetzliche Aufgabe, für deren Erfüllung neben der BUKEA auch die Hamburger Bezirke selbstverantwortlich sind. Diesem gesetzlichen Auftrag folgend sowie mit Blick auf den Hitzeaktionsplan der Freien und Hansestadt Hamburg, indem als Maßnahme auch benannt ist, die Zahl der Trinkwasserspender und damit Verfügbarkeit von kostenlosem Trinkwasser im öffentlichen Raum auszubauen, ist es notwendig, hier möglichst schnell und zielgerichtet zu handeln. Im Zuge der derzeit ohnehin laufenden Prüfungen zur Entbürokratisierung von Prozessen, bietet es sich an, den Prozess zur Errichtung von Trinkwasserbrunnen entsprechend auszugestalten. So erscheint es nicht abwegig, dass zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrags im Rahmen der Daseinsvorsorge, Hamburg Wasser als öffentliches Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg von vornherein eng in den Abstimmungsprozess über geeignete Standorte zwischen den Bezirksämtern und der BUKEA einbezogen wird. Zudem sollten jetzt zügig alle Fragen der Finanzierung: insbesondere auch die Höhe der Kosten für die Errichtung eines Brunnens geklärt werden und die Umsetzung des Anliegens im Haushaltsplan auch finanziell abgesichert werden.
Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität möge vor diesem Hintergrund beschließen:
Für die SPD-Fraktion: Tina Winter, Angelina Timm
Für die CDU-Fraktion: Ralf-Martin Diedrich, Dr. Clarissa Bohlmann
Für die FDP-Fraktion: Lars Jessen, Monika Grodt-Kuhn
Keine
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