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Entsiegelung der Stichstraße César-Klein-Ring umfassend prüfen - Klimaanpassung ernst nehmen und Fördermittel einwerben Antrag der CDU-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 26.03.2026 Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne Ö 5.2

Sachverhalt

Mit Beschluss der Bezirksversammlung Wandsbek vom 11.12.2025 (Drs. 22-2490.1) wurde die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob der Weg zwischen César-Klein-Ring14 und 16 teilweise oder vollständig entsiegelt werden kann.

Das Bezirksamt kommt in seiner Mitteilung zu dem Ergebnis, dass eine Entsiegelung der Stichstraße selbst derzeit nicht vorgesehen sei. Begründet wird dies insbesondere mit der vorhandenen Infrastruktur, der Nutzung durch Feuerwehr sowie Ver- und Entsorgungsleitungen unter der Straßenfläche und mit wirtschaftlichen Aspekten. Stattdessen wird lediglich vorgeschlagen, den parallel verlaufenden Gehweg zu entsiegeln.

Diese Bewertung greift zu kurz. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse, Hitzeperioden und der notwendigen Klimaanpassung in dicht bebauten Stadtteilen wie Steilshoop sollte das Ziel eine möglichst weitgehende Entsiegelung sein. Asphaltierte Flächen tragen erheblich zur Aufheizung des Stadtklimas bei und verhindern eine natürliche Versickerung von Regenwasser.

Dabei bedeutet Entsiegelung nicht zwangsläufig, dass Flächen vollständig unbefahrbar werden müssen. Moderne Bauweisen etwa Rasengittersteine oder andere sickerfähige Beläge ermöglichen weiterhin die Nutzung durch Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr oder Wartungsfahrzeuge der Ver- und Entsorgungsträger. Solche Lösungen werden in vielen Städten bereits erfolgreich umgesetzt.

Der Eindruck entsteht daher, dass vor allem finanzielle Aspekte eine weitergehende Prüfung bislang verhindern. In der Antwort des Senats (Drs. 23/3112) wurde zudem bestätigt, dass bislang kein Antrag auf Fördermittel aus dem Zentralen Programm Klimaanpassung der BUKEA gestellt wurde.

Angesichts der Bedeutung von Entsiegelungsmaßnahmen für die Klimaanpassung erscheint es sinnvoll, nicht nur eine Minimallösung am Gehweg umzusetzen, sondern ernsthaft zu prüfen, ob auch die Straßenfläche zumindest teilweise entsiegelt oder mit sickerfähigen Bauweisen neugestaltet werden kann. Hierfür sollten auch mögliche Förderprogramme der Umweltbehörde aktiv geprüft und beantragt werden.

Der Regionalausschuss Bramfeld, Steilshoop, Farmsen-Berne möge beschließen:

Petitum/Beschluss
  1. Das Bezirksamt wird gebeten, erneut zu prüfen, ob auch die Straßenfläche der Stichstraße zwischen Steilshooper Allee und César-Klein-Ring zumindest teilweise entsiegelt oder durch sickerfähige Bauweisen ersetzt werden kann, ohne die notwendigen Funktionen für Feuerwehr sowie Ver- und Entsorgungsleitungen zu beeinträchtigen.
  2. Dabei sollen ausdrücklich alternative Ausführungsvarianten geprüft werden, insbesondere
    a) teilentsiegelte Lösungen,
    b) sickerfähige Pflaster- oder Rasengittersteinsysteme sowie
    c) kombinierte Lösungen, die sowohl Versickerung ermöglichen als auch die erforderlichen Befahrbarkeiten sicherstellen.
  3. Das Bezirksamt wird gebeten zu prüfen und darzustellen, welche Fördermöglichkeiten über Programme der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) insbesondere aus Programmen zur Klimaanpassung, Regenwasserbewirtschaftung oder Entsiegelung r eine solche Maßnahme genutzt werden können.
  4. Sofern bislang kein entsprechender Förderantrag gestellt wurde, wird das Bezirksamt gebeten, einen entsprechenden Antrag auf Fördermittel zu prüfen und gegebenenfalls einzureichen, um eine umfassendere Entsiegelung der Fläche zu ermöglichen.
  5. Dem Regionalausschuss ist über das Ergebnis der erweiterten Prüfung sowie über mögliche Fördermittel und Kostenabschätzungen zu berichten.
Bera­tungs­reihen­folge
Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta
Farmsen - Berne Steilshooper Allee

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