Eingabe: Geplante Fällungen von Sumpfzypressen auf der Liebensinsel im Hamburger Stadtpark
Letzte Beratung: 31.08.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 4.2.19
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord informiert über folgende Bürgereingabe:
„An den
Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude
Die Mitglieder der NABU-Baumschutzgruppe setzen sich für die Artenvielfalt ein. Dennoch halten wir die Entscheidung des Bezirksamtes Nord, die 4 großen nicht heimischen Sumpfzypressen auf der Liebesinsel im Hamburger Stadtpark zu fällen, für falsch.
Heutzutage sollten keine gesunden Altbäume mehr gefällt werden, da aufgrund des schädlichen Klimawandels nicht mehr sichergestellt ist, ob junge Bäume noch ein höheres Alter erreichen.
Eine Studie der Uni-Hamburg "Entwicklungskonzept Stadtbäume" kommt zu folgendem Ergebnis:
"Wenn man jedoch Bedeutung und Zukunftsaussichten von Bäumen betrachtet, müssen vitale Stadtbäume schon ab einem Alter von 40 Jahren als besonders schützenswert gelten, denn diese Bäume haben damit bereits ihre Zukunftsfähigkeit aufgezeigt.
Der Schutz dieses bereits etablierten Baumbestandes ist deshalb ein zentraler Aspekt nachhaltiger Stadtentwicklung ....
Für einen Erhalt der alten Bäume spricht auch die große Standorttoleranz. Sumpfzypressen sind anspruchslos in der Nährstoffversorgung und in der Bodenart.
Die Bäume tolerieren Nässe aber auch Trockenheit und sie bieten sich als optimale Uferbefestigung und Erosionsschutz an.
Die Sumpfzypressen weisen in Form der ungewöhnliche Wurzelbildung, auch "Atemknie" genannt, eine botanische Besonderheit auf.
Diese alten Bäume haben viele Menschen durch ihr Leben begleitet.
Um auf die Stolpergefahr durch die aufbrechenden Wurzeln hinzuweisen, könnten Warnschilder aufgestellt werden.
Es könnte eine Wegeverlegung in Betracht gezogen werden.
Es könnten Informationstafeln aufgestellt werden, um die Besucher auf die Besonderheit der ungewöhnlichen Wurzelbildung hinzuweisen.
Mit freundlichen Grüßen“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
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