Dringende erneute Prüfung einer Bewohnerparkzone im Krügers Redder - Parkdruck seit Jahren ungelöst Eingabe
Der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung liegt folgende Eingabe vor:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich erneut mit einem dringenden Anliegen zur Parksituation im Krügers Redder in Hamburg-Bramfeld an Sie.
Die Situation für die Anwohner ist inzwischen nicht mehr hinnehmbar. Insbesondere zum Feierabend ist es regelmäßig nahezu unmöglich, im Krügers Redder oder in unmittelbarer Umgebung einen Parkplatz zu finden. Teilweise muss ich als Anwohner bis zu einer Stunde nach einem freien Stellplatz suchen. Dieser Zustand ist für Menschen, die hier wohnen und nach Hause kommen, nicht länger zumutbar.
Dabei handelt es sich keineswegs um ein neues oder bislang unbekanntes Problem.
Bereits 2021 wurde die Problematik des Parkdrucks im Krügers Redder von Anwohnern offiziell an die Bezirksversammlung herangetragen. Damals wurden nach meinem Kenntnisstand sogar mehr als 50 Unterschriften für die Einrichtung einer Bewohnerparkregelung gesammelt. Als wesentliche Ursache wurde bereits damals beschrieben, dass der öffentliche Parkraum unter anderem von Besuchern des Einkaufszentrums Bramfeld und des Bramfelder Marktes sowie von Bewohnern des neuen Wohnquartiers Am Dorfgraben genutzt wird.
Es wurde daraufhin politisch und behördlich über die Situation beraten. Unter anderem wurde eine Kennzeichenerhebung im Umfeld des Krügers Redder angeregt, um den tatsächlichen Anteil gebietsfremder Fahrzeuge und den bestehenden Parkdruck zu ermitteln.
Heute – fünf Jahre später – stellt sich für mich daher die Frage:
Was ist seitdem konkret geschehen?
Die damalige Einschätzung, dass Bramfeld im hamburgweiten Vergleich weniger kritisch einzustufen sei und deshalb zunächst keine entsprechende Untersuchung vorgesehen werde, überzeugt angesichts der heutigen Situation nicht mehr.
Die Realität vor Ort ist eindeutig: Wer hier wohnt und insbesondere am späten Nachmittag oder zum Feierabend nach Hause kommt, hat erhebliche Schwierigkeiten, überhaupt einen Parkplatz zu bekommen. Gleichzeitig stehen zahlreiche Fahrzeuge von Personen im Wohngebiet, die hier offensichtlich nicht wohnen, sondern beispielsweise das Einkaufszentrum besuchen, zum Bramfelder See fahren oder andere Ziele in der Umgebung haben.
Es kann nicht der Anspruch einer funktionierenden Verkehrsplanung sein, dass Anwohner nach ihrer Arbeit regelmäßig lange nach einem Parkplatz suchen müssen, während der öffentliche Parkraum von Gebietsfremden genutzt wird.
Ich fordere Sie daher auf, die Situation im Krügers Redder erneut und anhand aktueller Daten zu überprüfen und insbesondere folgende Punkte zu veranlassen:
- eine aktuelle Kennzeichenerhebung im Krügers Redder und den unmittelbar angrenzenden Straßen,
- eine Erfassung des Parkdrucks zu verschiedenen Tageszeiten, insbesondere ausdrücklich zwischen ca. 16:00 und 20:00 Uhr, wenn die Situation zum Feierabend besonders problematisch ist,
- eine Untersuchung des Anteils der gebietsfremden Fahrzeuge,
- eine erneute Prüfung, ob die Voraussetzungen für die Einrichtung einer Bewohnerparkzone inzwischen erfüllt sind,
- eine Betrachtung der möglichen Verursacher des Parkdrucks, insbesondere des Einkaufszentrums Bramfeld, des Bramfelder Marktes, des Bramfelder Sees und des Wohnquartiers Am Dorfgraben,
- sowie eine Prüfung, welche weiteren Maßnahmen kurzfristig möglich sind, um den Parkdruck für die Anwohner spürbar zu reduzieren.
Darüber hinaus bitte ich um eine konkrete Auskunft darüber, was aus den bereits 2021 angestoßenen Vorgängen geworden ist und weshalb trotz der damaligen Eingabe der Anwohner und der politischen Befassung bis heute keine für die Anwohner erkennbare Lösung geschaffen wurde.
Besonders verwundert mich, dass die Problematik bereits vor fünf Jahren unter anderem in den Drucksachen 21-3000, 21-3392, 21-3564.1 und 21-3595 behandelt wurde. Wenn ein Problem bereits damals offiziell dokumentiert und eine Kennzeichenerhebung beziehungsweise weitere Prüfung angeregt wurde, ist es aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb die Anwohner heute – fünf Jahre später – noch immer mit derselben beziehungsweise einer offensichtlich verschärften Situation konfrontiert sind.
Ich bitte daher ausdrücklich darum, dieses Schreiben nicht lediglich als allgemeine Beschwerde über die Parkplatzsituation zu behandeln. Es handelt sich um ein seit Jahren bekanntes strukturelles Problem, für das aus meiner Sicht dringend eine belastbare und dauerhafte Lösung gefunden werden muss.
Sollte die Einrichtung einer Bewohnerparkzone derzeit weiterhin abgelehnt werden, bitte ich um eine konkrete, nachvollziehbare Begründung, anhand welcher aktuellen Daten diese Entscheidung getroffen wird und welche alternativen Maßnahmen vorgesehen sind.
Ich bitte um eine schriftliche Rückmeldung insbesondere zu folgenden Fragen:
1. Wird für den Krügers Redder aktuell die Einrichtung einer Bewohnerparkzone geprüft?
2. Wurde seit 2021 eine Kennzeichenerhebung oder vergleichbare Untersuchung durchgeführt?
3. Wie wird der heutige Parkdruck im Krügers Redder bewertet?
4. Welche konkreten Maßnahmen sind vorgesehen, um die Situation der Anwohner zu verbessern?
5. Falls Bewohnerparken weiterhin nicht vorgesehen ist: Warum nicht und unter welchen Voraussetzungen würde eine entsprechende Prüfung erneut erfolgen?
Ich hoffe sehr, dass die inzwischen seit Jahren bekannte Problematik nun tatsächlich aufgegriffen und nicht erneut lediglich zur Kenntnis genommen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Keine Anlage/n
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