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Afrotopia culture + innovation: Durch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ein wirtschaftlich verlässliches und langfristig tragfähiges Konzept entwickeln Gemeinsamer Antrag von SPD-, CDU- und FDP-Fraktion

gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 08.10.2026 Bezirksversammlung Ö 6.6

Sachverhalt

Afrotopia culture + innovation ist ein derzeit privat betriebenes und finanziertes Kulturzentrum der Schwarzen Community, das sich im Kern mit Innovativen und zukunftsfähigen Schwarzen Perspektiven und Lösungsideen auseinandersetzt und in dieser Funktion ein breites Kultur-, Bildungs- und Beratungsangebot hat.

Afrotopia ist durch seinen Standort, seine inhaltliche Arbeit und seine lokalen Kooperationen im Bezirk Hamburg-Nord verankert. Die Einrichtung greift gesellschaftliche und kulturelle Themen auf, die für Menschen im Quartier und darüber hinaus relevant sind. Sie schafft einen niedrigschwelligen Ort für Begegnung und Austausch und stärkt durch Veranstaltungen, Kooperationen und Beteiligungsmöglichkeiten die lokale Öffentlichkeit.

Das Gebäude wird derzeit als Kulturkirche (ehem. Bugenhagenkirche), eine Kombination aus Kulturort, Gebetsort und Veranstaltungsstätte genutzt. Die Nutzung erfolgt insbesondere durch Vereine, Institutionen, Gebetsgruppen sowie gelegentlich durch private Veranstaltungen.

Eine öffentliche Förderung besteht derzeit nicht. Betrieb und Finanzierung erfolgen bislang auf Grundlage einer privaten Initiative. Um die Nutzung des Gebäudes als auch das Angebot von Afrotopia zukünftig aufrecht zu erhalten, ist es notwendig, die dafür bestehenden Varianten in einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zu überprüfen.

Die derzeitigen Nutzungsmöglichkeiten reichen unter den bestehenden Rahmenbedingungen voraussichtlich nicht aus, um eine wirtschaftlich verlässliche und langfristig tragfähige Auslastung zu gewährleisten. Gleichzeitig steigen die laufenden Betriebs- und Energiekosten. Mittel- und langfristig ist zudem mit weiterem Investitions-, Renovierungs- und Sanierungsbedarf zu rechnen.

Es reicht daher nicht aus, lediglich einzelne Kostenpositionen zu optimieren. Vielmehr sollte grundsätzlich untersucht werden, ob das bisherige Betriebs- und Nutzungskonzept unter den gegebenen Rahmenbedingungen langfristig wirtschaftlich tragfähig ist.

Es soll einerseits untersucht werden, wie sich die wirtschaftliche und strukturelle Situation von Afrotopia bei einer Fortführung des bisherigen Betriebsmodells voraussichtlich entwickeln würde. Dabei sollen insbesondere die Entwicklung der laufenden Kosten, der bestehende Investitions- und Sanierungsbedarf sowie die aktuellen Nutzungseinschränkungen und daraus resultierenden wirtschaftlichen Risiken berücksichtigt werden.

Andererseits soll untersucht werden, welche wirtschaftlichen, strukturellen und gesellschaftlichen Vorteile sich aus einer öffentlichen Förderung und einer Anerkennung von Afrotopia als Stadtteilkulturzentrum ergeben könnten. Dabei soll insbesondere betrachtet werden, inwieweit eine verlässliche Förderung zu einer nachhaltigen Finanzierung, einer stärkeren Professionalisierung der Betriebsstrukturen, einer besseren Planbarkeit sowie einer Weiterentwicklung der kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Angebote beitragen kann.

Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung soll damit klären, welche Risiken mit einer unveränderten Fortführung verbunden sind und welche Potenziale durch eine Weiterentwicklung des Nutzungskonzepts oder der Betriebsstruktur erschlossen werden könnten.

Angedacht ist eine Untersuchung, die nicht ausschließlich eine bereits bevorzugte Lösung wirtschaftlich bewertet, sondern verschiedene realistische und umsetzbare Handlungsoptionen systematisch miteinander vergleicht und insbesondere auch die notwendige Steuerungsleistung inklusive eines möglichen Ressourcenbedarfs berücksichtigt.

Insgesamt soll die Untersuchung beantworten, welche Zukunftsoption für Afrotopia langfristig wirtschaftlich tragfähig ist und gleichzeitig den kulturellen, gesellschaftlichen und strategischen Zielsetzungen am besten entspricht.

Die Untersuchung soll damit nicht nur klären, welche Kosten entstehen, sondern auch transparent machen, welche öffentlichen Mittel gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich wären, welche Leistungen und Wirkungen damit verbunden sind und unter welchen Voraussetzungen eine langfristig tragfähige Weiterentwicklung von Afrotopia, beispielsweise zu einem Kulturzentrum von gesamtstädtischer Bedeutung oder ggf. zu einem Stadtteilkulturzentrum, neben einem Weiterbetrieb in eigener Verantwortung eine Option sein könnte.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord möge vor diesem Hintergrund beschließen:

  1. Afrotopia culture + innovation werden zum Zweck der oben beschriebenen Wirtschaftlichkeitsstudie mit der dort bezeichneten Zielrichtung bis zu 6.000 Euro aus den Mitteln des konsumtiven Quartiersfonds zur Verfügung gestellt.
  2. Die Ergebnisse der Prüfung sollen im Ausschuss für Bildung, Kultur und Schule zu einem geeigneten Zeitpunkt vorgestellt werden.

Für die SPD-Fraktion: Tina Winter, Carsten Gerloff, Silvia Schmidt

Für die CDU-Fraktion: Martin Fischer

Für die FDP-Fraktion: Claus-Joachim Dickow, Konstantin Bonfert

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
08.10.2026
Ö 6.6
Lokalisation Beta
Afrotopia Bugenhagenkirche
Stadtteile

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Themen Beta

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