Zustand der Radroute 2 (ehemals Veloroute 9) zwischen Bf. Allermöhe und Mittlerer Landweg
Letzte Beratung: 25.06.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 6.8
Auskunftsersuchen
der BAbg. Detmer, Brodbeck, Bendt-Soetedjo und Fraktion der GRÜNEN
Der Rad- und Fußweg zwischen dem Bahnhof Allermöhe und Mittlerer Landweg (Radroute 2) war im Jahr 2025 für mehrere Wochen vollständig gesperrt. Hintergrund waren erste Baumaßnahmen und Kampfmittelräumungen im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts Oberbillwerder.
Seit der Wiedereröffnung dieser Wegeverbindung befindet sich der Weg in einem deutlich schlechteren Zustand als zuvor. Während der Sperrung wurde der Weg von zahlreichen schweren LKWs befahren, was zu erheblichen Schäden geführt hat. Die Wurzelaufwürfe sind seitdem noch stärker ausgeprägt. Darüber hinaus ist der Weg aktuell (Stand: Mitte April 2026) erneut gesperrt.
Diese Wegeverbindung wird von vielen Menschen täglich genutzt. So fahren hier Schülerinnen mit dem Fahrrad zur Schule Mittlerer Landweg, und auch zahlreiche Radfahrerinnen, die von Bergedorf in die Hamburger Innenstadt pendeln, sind auf diese Strecke angewiesen.
Darüber hinaus wird der Weg von Rollstuhlfahrer*innen genutzt. Dabei wurde beobachtet, dass eine Rollstuhlfahrerin an der auf diesem Abschnitt befindlichen, sehr steilen Brücke westlich des Bahnhofs Allermöhe gestürzt ist und nur mit fremder Hilfe wieder aufgeholfen werden konnte. Dies verdeutlicht, dass der Weg in seinem aktuellen Zustand erhebliche Sicherheitsrisiken birgt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und die Behörde für Finanzen und Bezirke:
Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) nimmt wie folgt Stellung:
Die Stellungnahme der BSW berücksichtigt eine inhaltliche Zulieferung der IBA Hamburg GmbH. Die Anfrage wurden ebenfalls an die Behörde für Finanzen und Bezirke adressiert. Diese hat der BSW ihre Hinweise zu Frage 1 für eine gemeinsame Beantwortung zukommen lassen.
Beantwortung von Frage 1 und 3:
Der Zustand des Streckenabschnittes im Eigentum der IBA Projektentwicklung GmbH & Co. KG (IPEG) der sich im Bereich des zukünftigen Stadtteils Oberbillwerder befindet, ist bekannt, aber grundsätzlich nicht als kritisch zu bewerten. Im Zuge der Beanspruchung durch die IBA Hamburg GmbH (IBA), insbesondere für Kampfmittelsondierungen, wurden Beschädigungen durch Ausbesserungsmaßnahmen direkt behoben. Im Zuge der Grünpflege im Bereich der Radroute wird die IBA einen Auftragnehmer binden, der sich auch um die kleinteilige Instandsetzung von Schäden an der Fahrbahndecke kümmern wird. So sollen neue Schäden in Zukunft schnell und zielführend bearbeitet werden. Eine umfangreiche Instandsetzung der Fahrbahn erfolgt auf Grund des geplanten Neubaus des Radschnellwegs auf anderer Trasse nicht.
Der im Allgemeinen Grundvermögen (AGV) des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) verzeichnete Streckenabschnitt der Radroute 2, zwischen dem zukünftigen Stadtteil Oberbillwerder und dem Mittleren Landweg, befindet sich gemäß einer aktuell durchgeführten Begehung durch den Dienstleister des LIG in einem zufriedenstellenden Zustand.
Sondernutzungen der Radroute werden durch das Bezirksamt Bergedorf genehmigt. Seitens der IBA finden aktuell keine Maßnahmen statt.
Siehe Beantwortung Frage 1.
Nach dem jetzigen Planungsstand ist vorgesehen, ab Beginn der 2030er Jahre die neue Trasse des Radweges schrittweise auf die Nordseite des nördlichen Bahngrabens zur Verfügung zu stellen. Die IBA wird regelhaft ab Baubeginn über die entsprechenden Zwischenzustände informieren.
Die Radroute wird im Bereich des neuen Stadtteils Oberbillwerder auf die Nordseite des nördlichen Bahngrabens verlegt. Mit der Eröffnung der neuen Radroute wird eine barrierefreie und für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen sehr gut nutzbare Querung über den nördlichen Bahngraben im Bereich zwischen Bergedorf-West und Oberbillwerder eingerichtet. Eine weitere barrierefreie Querung zum Bahnhof Allermöhe wird künftig durch eine neue Brücke gewährleistet werden. Die in der Frage genannte Bestands-Brücke soll nach der Umverlegung der Radroute vollständig zurück gebaut werden.
Die Planungen liegen in der Zuständigkeit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende.
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