23-0352.2

Eingabe zur Verkehrsführung bzw. zum Radverkehr in der Washingtonallee

Mitteilung öffentlich

Letzte Beratung: 02.04.2025 Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Stadtnatur Ö 8.1

Sachverhalt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat sich in ihrer Sitzung am 23.01.2025 mit der Vorlage 23-0352.1 befasst und den Beschluss des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Stadtnatur bestätigt. Die Bezirksversammlung hat die Eingabe einstimmig unter Maßgabe der aufgeführten Stellungnahme des Bezirksamtes unterstützt und die Behörde für Inneres und Sport bzw. das zuständige Polizeikommissariat um eine Stellungnahme zu der Eingabe und zu möglichen polizeilichen Maßnahmen gebeten.

Hallo ich wohne in Horn, nutze fast täglich die Washingtonallee, die zur Veloroute 8 gehört, auf dem Fahrrad. Es gibt dort viele Konflikte mit parkenden Autos. Teilweise stehen sie auf der Fläche, die zwischen Parkstände und Radfahrstreifen. Somit ist der Radfahrstreifen an solchen stellen nicht nutzbar. Viele Autofahrer nutzen den Radfahrstreifen, um zu parken. Ich bitte den Auschuss, die Washingtonallee so umzugestalten, dass Radfahrer keine Konflikte mit parkenden Autos bekommen können. Protected bikelanes wären eine Möglichkeit das Radfahren dort sicherer zu machen.

Eine andere Möglichkeit wäre, den Kraftverkehr auf einer der zwei Fahrbahnen abzuwickeln, den Radverkehr auf der halben anderen Seite zu sammeln. Der Rest der Fahrbahn könnte aufgerissen werden und neu bepflanzt werden.“

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte nimmt mit Schreiben vom 18.12.2024 wie folgt Stellung:

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte regt an, das zuständige Polizeikommissariat um eine Einschätzung zum Vortrag des Petenten zu bitten, sofern die Beobachtungen des Petenten bestätigt werden können ggf. auch zu möglichen polizeilichen Maßnahmen. Die vorgeschlagene komplette Überplanung des in Rede stehenden Straßenraumsist aus Sicht des Bezirksamtes auch vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen kritisch zu betrachten. Die Washingtonallee wurde in den Jahren 2010 - 2011 im Rahmen der Maßnahmen „Veloroute 8“ umgestaltet und mit Radfahrstreifen gemäß den zu der Zeit gültigen technischen Regelwerken hergestellt.

Zu den Überlegungen des Petenten nimmt das Bezirksamt Hamburg-Mitte im Einzelnen wie folgt Stellung:

Zu 1.

Protected Bikelanes: Die Anlage von protected Bikelanes hätte einen vollständigen Verlust der Parkstände im Seitenraum zur Folge auf beiden Richtungsfahrbahnen in Summe rund 400 (ca. 1.070m Länge).

Zu 2.

Zusammenführen des Kfz-Verkehrs auf einer Richtungsfahrbahn: In dieser Variante würden ebenfalls die rund 400 Parkstände in dem Nebenflächen (Fahrbahn zu schmal für halbseitiges Parken) und zusätzlich eine Seite der Mittelinsel, somit bis zu 600 Parkstände entfallen. Diese Lösung hätte zudem Nachteile für den Radverkehr zur Folge, da an den Endpunkten der Washingtonallee jeweils ein Seitenwechsel für eine Fahrtrichtung erforderlich wird. Auch ist die Erschließung der Anlieger auf der „Kfz-Seite“r den Radverkehr erschwert, da der Radverkehr entweder auf dem Gehweg (illegal oder Service-Lösung) oder im Mischverkehr auf der Kfz-Fahrbahn fahren kann. Eine Entsiegelung von Teilen der Fahrbahn ist wahrscheinlich aufgrund des vorhandenen Baumbestandes (Verschattung) und ggf. Leitungslagen nicht zielführend.

Das Polizeikommissariat 42 (PK 42) nimmt mit Schreiben vom 05.03.2025 wie folgt Stellung:

Die in der Drucksache aufgeführte Washingtonallee befindet sich im Zuständigkeitsbereich der Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariates 42.

Die Eingaben und Ausführungen des Petenten werden kritisch betrachtet. Die Washingtonallee ist im

Rahmen der Schaffung der Veloroute ordnungsgemäß eingerichtet und baulich hergestellt worden. Die

Berücksichtigung aller Belange und Bedarfe, der diesen Bereich frequentierenden Verkehrsteilnehmer

i.Z.m. den rechtlichen Vorschriften war Grundlage der Ausarbeitungen.

Die Washingtonallee unterliegt im Rahmen der Aufgabenwahrnehmung durch die Straßenverkehrsbehörde einer regelhaften Überprüfung, die aktuell aufzeigt, dass eine Nachbesserung der Fahrbahnmarkierung u.a. des Radfahrstreifens geboten ist. Dieser Mangel erschwert die erforderliche Sichtbarkeit

des Fahrradstreifens und begünstigt eine Nichtbeachtung dieser Verkehrsvorschrift durch andere, vornehmlich motorisierte Teilnehmer im Verkehrsraum.

Gelegentliche Beschwerden über die hier vorgetragene Thematik, aber auch ergänzende Problemsituationen im Verkehrsfluss/ Parkverhalten der Anwohner, erreichten bereits in der Vergangenheit das PK

42 und ihnen wurde mit Steigerungen in der Überwachungstätigkeit temporär und zielführend begegnet.

Im Zuge dieser Maßnahmen konnten sowohl zutreffende Feststellungen der jeweiligen Petenten, als

auch Fehlmeldungen resümiert werden.

Fazit:

Die Anfrage der Bezirksversammlung wird zum Anlass genommen, eine umgehende Steigerung der

polizeilichen Präsenz und Überprüfungstätigkeit der Verkehrsvorschriften einzuleiten.

Darüber hinaus wird das Begehr der Ausbesserung der Fahrbahnmarkierung über die Straßenverkehrsbehörde des PK 42 an das Bezirksamt formuliert. Beide Maßnahmen bedienen den polizeilichen Bereich

und sind geeignet, dem Anliegen des Petenten zielführend und problemlösend zu begegnen.

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Lokalisation Beta
Washingtonallee

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.