Eingabe: Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Sicherheit im Überseequartier
Letzte Beratung: 08.09.2026 Cityausschuss Ö 7.4
Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte bietet Bürgerinnen und Bürgern an, sich mit Eingaben an die Politik zu wenden. Nachfolgende Eingabe ist eingegangen:
„Ich wohne in der Straße Am Dalmannkai in direkter Nähe zur dortigen Katharinenschule in der HafenCity.Die aktuelle Situation und die erwarteten Veränderungen veranlassen mich zu folgender Eingabe:
Die 180 m lange Straße Am Dalmannkai ist seit etwa fünf Jahren für den Durchgangsverkehr nur von Ost nach West, also von der Überseeallee (Westfield) zur Straße Großer Grasbrook (Marco-Polo-Terrassen, Magellan-Terrassen, Sandtorpark), passierbar. Grund ist der Neubau des überdimensionierten Verwaltungsgebäudes der HafenCity GmbH. Der Bau wird frühestens Ende 2027 abgeschlossen sein. Danach wird die Straße nach jetziger Planung wieder mit Durchgangsverkehr in beide Richtungen belastet.
In der Straße befinden sich das stark frequentierte Café Hafenliebe, Nissis Kunstkantine, der Kiosk 61 (Hermes), die Postfiliale 401, die St. Katharinen Kita, die Katharinenschule (Grundschule), die Texfresh Textilpflege & Änderungsschneiderei sowie der große Souvenirshop Ecke Großer Grasbrook – alle auf der von Westfield kommenden rechten Straßenseite. Allein diese Einrichtungen haben einen hohen Publikums- und Lieferverkehr (DHL, Hermes) und teilen sich nur eine Handvoll Parkplätze. Deshalb wird in Einfahrten und, wo immer möglich, auf dem Gehweg geparkt. Dadurch wird die Sicht für zu Fuß Gehende, insbesondere Kinder, eingeschränkt und die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge (zu den großen Wohnanlagen Hofquartier und Hafenliebe) erschwert.
Gegenüber der Grundschule befindet sich der Parkplatz von Kühne + Nagel, gleichzeitig offizieller Durchgang zum Spielplatz Grasbrookpark, zur U-Bahn-Station Überseequartier und zum Westfield Shopping Center.
Mit Fertigstellung des 100 m langen Verwaltungsgebäudes der HafenCity Hamburg GmbH ist mit weiteren Publikumsangeboten in dessen Erdgeschoss zu rechnen.
Die Straße Am Dalmannkai ist ebenfalls die wichtigste Fußwegverbindung vom Cruise Center HafenCity und vom Westfield Shopping Center in Richtung Elbphilharmonie.
Die jahrelange Sperrung der Durchfahrt von West nach Ost, also vom Großen Grasbrook zur Überseeallee, hat gezeigt, dass diese Verbindung für den Durchgangsverkehr tatsächlich nicht notwendig ist.
Es wäre eine günstige Gelegenheit, die Einbahnstraßenregelung zu verstetigen und den Zugewinn an Straßenfläche nach Fertigstellung des Büroneubaus der HafenCity GmbH für sichere und akzeptable Radwege, Verkehrsberuhigung sowie Haltebuchten für den Lieferverkehr zu nutzen. Zugleich könnte zumindest ein Teil der früher vorhandenen Begrünung wieder hergestellt werden – auch als Beitrag zum Klimaschutz.
Vor diesem Hintergrund rege ich an zu prüfen,
1. ob die bestehende Einbahnstraßenregelung dauerhaft beibehalten werden kann,
2. wie die dadurch dauerhaft verfügbare Straßenfläche zugunsten von sicheren Radwegen, extra Lade- und Lieferzonen, sicheren Fußwegen und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Begrünung genutzt werden kann,
3. welche Kosten für die Wiederherstellung des bisherigen Straßenabschnitts nach Abschluss der Baumaßnahmen entstehen und welche Einsparpotenziale sich durch eine Verstetigung der aktuellen Verkehrsführung ergeben.“
Im Vorwege wurde der Cityausschuss festgelegt, um sich mit der Eingabe inhaltlich zu beschäftigen und einen Vorschlag zu erarbeiten, wie mit der Eingabe umgegangen wird. Für die Beratung gibt es folgende Wege:
1. Die Eingabe fällt in die Zuständigkeit des Bezirksamtes
1.1 Die Eingabe geht ein, es wurde ein Ausschuss für die inhaltliche Beratung festgelegt.
1.2 Das zuständige Fachamt wird um Übermittlung einer Stellungnahme gebeten, die dann zusammen mit der Eingabe vorgelegt wird.
1.3 Der Ausschuss berät die Eingabe und die Bewertung des Fachamtes. Im Ergebnis muss sich der Ausschuss zur Eingabe positionieren:
1.3.1 Stimmt die Politik den Beschwerdepunkten bzw. Vorschlägen ganz oder teilweise zu? Dann fasst der Ausschuss den Beschluss, dass das Bezirksamt um Umsetzung der Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge gebeten wird.
1.3.2 Möchte die Politik die Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge (z.B. aufgrund der Stellungnahme des Fachamtes) nicht unterstützen? Dann fasst der Ausschuss einen entsprechenden Beschluss und begründet diese Entscheidung.
2. Die Eingabe fällt in die Zuständigkeit einer Fachbehörde
2.1 Die Eingabe geht ein, es wurde ein Ausschuss für die inhaltliche Beratung festgelegt.
2.2 Da eine Vorab-Stellungnahme nicht eingeholt werden kann, hat der Ausschuss folgende Möglichkeiten:
2.2.1 Stimmt die Politik den Beschwerdepunkten bzw. Vorschlägen ganz und teilweise zu? Dann fasst der Ausschuss den Beschluss, dass die Fachbehörde gebeten wird, die Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge umzusetzen.
2.2.2 Möchte die Politik die Beschwerdepunkte bzw. Vorschläge (z.B. aufgrund der Stellungnahme des Fachamtes) nicht unterstützen? Dann fasst der Ausschuss einen entsprechenden Beschluss und begründet diese Entscheidung.
3. Weitere Möglichkeiten gemäß der Geschäftsordnung
Selbstverständlich bietet die Geschäftsordnung weitere Möglichkeiten, wie mit der Eingabe umgegangen werden soll:
3.1 Der Petentin bzw. dem Petenten wird geraten, zunächst den Rechtsweg auszuschöpfen.
3.2 Die Eingabe oder Beschwerde wird für erledigt erklärt.
3.3 Die Eingabe oder Beschwerde wird, ohne auf die Sache einzugehen, zurückgewiesen.
3.4 Die Eingabe oder Beschwerde wird für ungeeignet zur weiteren Beratung erklärt.
3.5 Die Eingabe oder Beschwerde fällt nicht in die Kompetenz der Fach- oder Regional-Ausschüsse der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte und wird deswegen dem Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft oder dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zugeleitet.
Um Beratung und Beschlussfassung wird gebeten.
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