23-1620

Beitritt des Bezirksamts Hamburg-Mitte zum Bündnis "Gemeinsam gegen Sexismus" (Antrag der SPD-Fraktion, GRÜNE-Fraktion und FDP-Gruppe)

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 16.04.2026 Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Ö 9.4

Sachverhalt

Sexismus und sexuelle Belästigung sind weiterhin Bestandteil gesellschaftlicher Realität und betreffen Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Auch öffentliche Institutionen sind hiervon nicht ausgenommen. Umso wichtiger ist es, dass Verwaltung und Politik eine klare Haltung einnehmen und Verantwortung für ein diskriminierungsfreies Arbeits- und Wirkungsumfeld übernehmen.

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte ist bereits in verschiedenen Bereichen der Gleichstellung und Diversity aktiv. Gleichzeitig erfordert ein wirksamer Umgang mit Sexismus eine kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Strukturen sowie eine dauerhafte Sensibilisierung von Führungskräften und Mitarbeitenden.

Mit dem bundesweiten Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ steht hierfür ein etabliertes Instrument zur Verfügung, das Organisationen und öffentliche Einrichtungen dabei unterstützt, Sexismus und sexuelle Belästigung zu erkennen, ihnen entgegenzuwirken und entsprechende Maßnahmen nachhaltig zu verankern. Der Beitritt ist als Selbstverpflichtung zu verstehen, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln und das Thema strukturell in der Verwaltung zu stärken.

Ein Beitritt des Bezirksamts Hamburg-Mitte würde dieses Engagement sichtbar unterstreichen und die Vorbildfunktion der Verwaltung stärken. Zugleich bietet er die Möglichkeit, bestehende Fortbildungs-, Gleichstellungs- und Diversitystrukturen weiter auszubauen und die Verwaltung als sicheren und respektvollen Arbeits- und Wirkungsraum weiterzuentwickeln.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte beschließt:

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,

  1. darauf hinzuwirken, dass das Bezirksamt Hamburg-Mitte dem bundesweiten Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ beitritt und die entsprechende Unterstützungserklärung abgibt,
  2. die Angebote des Bündnisses insbesondere Informationsmaterialien, Veranstaltungen und Fortbildungsformate innerhalb der Bezirksverwaltung bekannt zu machen und deren Nutzung zu fördern,
  3. im Rahmen bestehender Fortbildungs- und Personalentwicklungsformate die Themen Sexismus und andere Diskriminierungsformen weiter zu verankern,
  4. der Bezirksversammlung über den Beitritt und die geplanten weiteren Schritte zu berichten.
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