Antwort: Hochwasserschutz für Finkenwerder (Anfrage der AfD-Fraktion)
Fragestellerinnen und Fragesteller: Norbert Jordan, Nicole Jordan, Marc-Manuel Kunstmann, Bernd Bamberg
Am 30. Januar dieses Jahres wurde dem Regionalausschuss Finkenwerder von Referenten der BUKAE und des Bezirksamtes Hamburg-Mitte das Thema: „Binnenhochwasser - Aktueller Zustand des Hochwasserschutzes auf Finkenwerder“ dargestellt. Im Besonderen wurde auch die Binnenhochwasserproblematik in der Alte Süderelbe im Dezember 2023 erörtert. Hierzu wurde berichtete, dass das Siel im Bereich Storchennest nicht geöffnet wurde, da Bedenken hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit bestanden. Sowohl das gegenwärtige, als auch das neue planfestgestellte Schöpfwerk sind ungeeignet um den Hochwasserschutz für Finkenwerder zu gewährleisten. Zusammenfassend ist festzustellen, dass mit der derzeitigen Lage der Hochwasserschutz für Finkenwerder nicht ausreichend sichergestellt ist.
Dies vorausgeschickt fragen wir die Verwaltung:
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) beantwortet die Fragen wie folgt:
Das Storchennest-Siel wird regelmäßig, d.h. einmal wöchentlich, gewartet. Das Siel ist voll funktionstüchtig.
Seitens des Betreibers bestanden während des Binnenhochwassers im Dezember 2023 zu keiner Zeit Bedenken hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit des Siels.
Es wurden weder Schäden am Siel vermutet noch festgestellt.
Nein. Im Übrigen siehe Antworten zu 1. und 2. sowie 3. und 4.
Ja, der Runde Tisch Binnenhochwasserschutz Süderelberaum fand am 04.03.2024 statt. Die teilnehmenden Akteure waren Vertreter der zuständigen Wasserbehörden aus den Bezirksämtern Hamburg-Mitte und Harburg sowie der Hamburg Port Authority (HPA), Vertreter der Wasser- und Bodenverbände, Vertreter der regionalen Katastrophenstäbe Hamburg-Mitte und Harburg, Vertreter der Bauwerksbetreiber Landesbetrieb, Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und HPA sowie Vertreter der Behörde für Inneres und Sport und der BUKEA.
Beim Runden Tisch wurden die Themen Zuständigkeiten/Aufgaben, Herausforderungen und Verbesserung des Binnenhochwasserschutzes behandelt. Die BUKEA hat im Nachgang Einzelgespräche mit allen Akteuren aufgenommen, um weitere Details zu klären und um vorrangig die Themen Meldeketten und Vorabsenkung zu konkretisieren.
Im Ergebnis zu den bereits geführten und noch zu führenden Einzelgesprächen mit den Akteuren (siehe hierzu Antwort zu 7.), werden die zuständigen Behörden gemeinsam über weitere Schritte zur Verbesserung des Binnenhochwasserschutzes im Süderelberaum entscheiden.
Die BUKEA hat Gespräche mit dem LSBG und der HPA geführt. Im Ergebnis ist die HPA in die Planungen zur Umsetzung eines Schöpfwerks am Standort Storchennest eingestiegen.
Die Prüfung der erforderlichen Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Nein. Im Übrigen siehe Antwort zu 8.
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