Antwort: Einführung des Tempo-30-Limits auf der Amsinckstraße (Anfrage der AfD-Fraktion)
Fragestellerin und Fragesteller: Marc-M. Kunstmann, Nicole Jordan, Bernd Bamberg, Norbert Jordan
Die Anfrage bezieht sich auf die kürzlich erfolgte Einführung eines Tempo-30-Limits auf der Amsinckstraße, der zentralen Hauptverkehrsader im Bezirk, die laut Medienberichten auf Straßenschäden zurückzuführen ist.
Ich bitte um Beantwortung der folgenden Fragen:
Das Bezirksamt Hamburg-Mitte beantwortet die Anfrage, teilweise auf der Grundlage von Auskünften der Behörde für Inneres und Sport (BIS) wie folgt:
Die Aufstellung der Tempo 30 Beschilderung erfolgte im Laufe des Tages am 04.02.2026 durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte. Die Anpassung des Blitzers stadteinwärts von Tempo 50 auf Tempo 30 erfolgte durch die Verkehrsdirektion 1 (VD 1) der BIS am 06.02.2026 um 13:11 Uhr.
Die Anpassung des Blitzers stadtauswärts von Tempo 50 auf Tempo 30 erfolgte durch VD 1 der BIS am 13.02.2026 um 12:12 Uhr.
Nach Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen erfolgte eine weitere Anpassung der Beschilderung am 05.03.2026 und des Blitzers stadtauswärts von Tempo 30 auf Tempo 50 durch VD 1 der BIS am 04.03.2026 um 06:22Uhr.
Die Aufstellung der Beschilderung erfolgte aufgrund der erheblichen Fahrbahnschäden in diesem Bereich. Bereits seit August 2025 war dieser Bereich mit „Straßenschäden“ beschildert. Die Beschilderung mit Tempo 30 erfolgte zum Schutz und zur Sicherung des Fahrbahnaufbaus, so dass die Verkehrssicherheit in diesem Streckenabschnitt mit den Ressourcen des Bezirksamtes Hamburg-Mitte aufrechterhalten werden kann. Die Beschilderung erfolgte im Rahmen einer straßenbaubehördlichen Anordnung durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt Management des öffentlichen Raums.
Die Dauer der Aufstellung der Beschilderung stadteinwärts ist vorerst dauerhaft angeordnet, eine Abordnung der Beschilderung erfolgt, sobald der Fahrbahnaufbau so gesichert/ erneuert werden konnte, dass eine Befahrung mit Tempo 50 zu keinen weiteren Schäden führt.
Die Aufstellung der Tempo 30 Beschilderung stadtauswärts wurde am 05.03.2026 entfernt, da die Straßenschäden in den benannten Bereichen mit Einbau von Heißasphalt behoben wurden.
Siehe zu 2.
Siehe zu 2.
Die abgefragten Daten bis zum 15.03.2026 sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Dabei wurden nur Zeiten berücksichtigt, in denen die GÜA auf 30 km/h eingestellt war.
Anlage 11 (stadteinwärts) |
Vorgänge |
Anlage 12 (stadtauswärts) |
Vorgänge |
06.02.2026 13:11 bis 0:00 |
1.872 |
||
07.02.2026 |
2.907 |
||
08.02.2026 |
1.931 |
||
09.02.2026 |
1.671 |
||
10.02.2026 |
1.378 |
||
11.02.2026 |
1.193 |
||
12.02.2026 |
974 |
||
13.02.2026 |
563 |
13.02.2026 12:12 bis 0:00 |
585 |
14.02.2026 |
677 |
14.02.2026 |
1.230 |
15.02.2026 |
761 |
15.02.2026 |
1.096 |
16.02.2026 |
433 |
16.02.2026 |
713 |
17.02.2026 |
527 |
17.02.2026 |
808 |
18.02.2026 |
516 |
18.02.2026 |
703 |
19.02.2026 |
570 |
19.02.2026 |
755 |
20.02.2026 |
556 |
20.02.2026 |
712 |
21.02.2026 |
809 |
21.02.2026 |
947 |
22.02.2026 |
971 |
22.02.2026 |
794 |
23.02.2026 |
361 |
23.02.2026 |
676 |
24.02.2026 |
144 |
24.02.2026 |
686 |
25.02.2026 |
266 |
25.02.2026 |
734 |
26.02.2026 |
233 |
26.02.2026 |
706 |
27.02.2026 |
422 |
27.02.2026 |
737 |
28.02.2026 |
666 |
28.02.2026 |
1.135 |
01.03.2026 |
647 |
01.03.2026 |
1.031 |
02.03.2026 |
456 |
02.03.2026 |
682 |
03.03.2026 |
509 |
03.03.2026 |
610 |
04.03.2026 |
557 |
04.03.2026 (00:00 bis 6:22 Uhr) |
37 |
05.03.2026 |
587 |
||
06.03.2026 |
552 |
||
07.03.2026 |
642 |
||
08.03.2026 |
655 |
||
09.03.2026 |
488 |
||
10.03.2026 |
490 |
||
11.03.2026 |
452 |
||
12.03.2026 |
516 |
||
13.03.2026 |
544 |
||
14.03.2026 |
678 |
||
15.03.2026 |
681 |
Seit der Einführung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h am 06. Februar 2026 auf der Amsinckstraße wurden im Betrachtungszeitraum vom 06.02.2026 bis zum 15.03.2026 durch die Anpassung der Verkehrsüberwachungsanlagen Einnahmen in Höhe von insgesamt 267.117,30 Euro erzielt.
Dieser Betrag setzt sich aus Buß- und Verwarngeldern in Höhe von 233.537,30 Euro in Fahrtrichtung Zentrum sowie 33.580,00 Euro in Fahrtrichtung Neue Elbbrücke zusammen.
Hierbei ist anzumerken, dass der Zeitpunkt der Vereinnahmung von Buß- und Verwarngeldern nicht mit dem Zeitpunkt der Geschwindigkeitsüberschreitung identisch ist.
Eine belastbare Prognose hinsichtlich der künftig zu erwartenden Einnahmen ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich. Hierfür wäre ein deutlich längerer Betrachtungszeitraum erforderlich.
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