Antwort: Der invasive Knöterich und die Sicherheit der Deiche auf den Elbinseln (Anfrage der CDU-Fraktion)
Fragestellerinnen und Fragesteller: Dr. Gunter Böttcher, Roland Hoitz und Jörn Frommann
Die Sicherheit der Deiche in Hamburg ist nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen bei der großen Sturmflut von 1962 ein hohes Gut. Insbesondere einem von allen Seiten von Deichen umgebenen Gebiet, wie es die Elbinsel Wilhelmsburg darstellt, kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. So wurde in den vergangenen Jahrzehnten an einer Bereinigung des Sicherheitsbereichs Außendeichs gearbeitet. Hierbei wurden insbesondere Bereiche durchforstet, die von starkem Bewuchs geprägt waren.
Leider scheint dies nicht ausreichend zu sein und so wurde auch auf der diesjährigen Deichschau auf Wilhelmsburg eine verstärkte Ausbreitung des japanischen Knöterichs (Fallopia japonica) festgestellt. Diesem Knöterich wurde anscheinend im Sicherheitsbereich Außendeichs nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt, so dass er bestenfalls nur gemäht und nicht ausgestochen wurde, was eher zu einer weiteren Verbreitung der Art führt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) beantwortet die fragen wie folgt:
Im Bereich des Deichgrundes breitet sich Knöterich nicht aus, da er im Zuge der regulären Deichunterhaltung daran gehindert wird.
Knöterich durchwurzelt die oberen Schichten der Kleidecke. Dies führt zu einer Schwächung der abdichtenden Kleischicht. Darüber hinaus wird die Grasnarbe durch Verschattung geschädigt, so dass die erosionssichernde Funktion der Grasnarbe reduziert oder aufgehoben werden kann. Deshalb ist die Eindämmung des Knöterichs Teil der regelmäßigen Deichunterhaltung.
Knöterich an den Deichrandbereichen und in Fugen wurde an mehreren Stellen gemäht. Auf dem Gründeich trat kein relevanter Befall von Knöterich auf, der hätte bekämpft werden müssen.
Die Deichunterhaltung ist regelmäßig am Deich und beobachtet die Entwicklung. Besonders betroffene Bereiche werden häufiger gemäht oder geschlegelt. Eine schriftliche Dokumentation der Ausbreitung findet nicht statt.
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