Umbau Frohmestraße - das Vorhaben endlich voranbringen Drs. 22-1676, Beschluss der BV vom 12.12.2025
Das Bezirksamt Eimsbüttel plant die verkehrliche und gestalterische Neuordnung der Frohmestraße, die im Fördergebiet des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) liegt. Der Planungsbereich zwischen der Wählingsallee und Oldesloer Straße soll aufgewertet und modernisiert werden. Dieser Abschnitt ist das Herzstück des Stadtteils Schnelsen und fungiert als zentraler Treffpunkt und Geschäftszentrum.
Im Vorfeld der Verkehrs- und Freiraumplanung wurden verschiedene Beteiligungsprozesse durchgeführt, wie u. a. „Schnelsen 2040 – Fokus Frohmestraße“, „Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) für das RISE-Gebiet Schnelsen“ und „Nahmobilitätskonzept Schnelsen“, an denen sich viele Bürger*innen beteiligt hatten. Die Ergebnisse dieser Verfahren sind wesentliche Grundlage der vorliegenden Planungen und deren konkreter Ziele. Der Fokus liegt auf der Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der verkehrlichen Abläufe sowie der Aufwertung der Frohmestraße. Es wurden zahlreiche Varianten umfangreich geprüft und mit den wichtigsten Trägern öffentlicher Belange (Polizei, Verkehrsbehörde, Busbetriebe) diskutiert.
Daraus haben sich zwei realisierbare Varianten herausgestellt: Tempo 20 im Mischverkehr (Vorzugsvariante 1) und Tempo 30 mit Rad-Schutzstreifen (Vorzugsvariante 2). Sowohl von der Verwaltung als auch von den Schnelsener*innen wird Vorzugsvariante 1 befürwortet. In der Bezirkspolitik wird diese Variante jedoch nicht mehrheitlich befürwortet. Immer wieder wurde auch eine ganz andere Variante, die Einbahnstraße, von verschiedenen Akteur*innen vorgeschlagen. Dass die Frohmestraße dank RISE umgeplant werden kann, ist eine große Chance, aber auch eine Verpflichtung, den Prozess voranzutreiben. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Idee einer Einbahnstraße nochmals prüfen zu lassen.
Beschluss:
1. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende zu bitten,
a. zu prüfen, ob eine Einbahnstraßenregelung in dem entsprechenden Abschnitt der Frohmestraße umsetzbar wäre,
b. eine*n Referent*in zu entsenden, um das Ergebnis dieser Prüfung in einer Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt/ Niendorf/ Schnelsen vorzustellen.
2. Die Bezirksamtsleitung wird gebeten, die Prüfung und eine Beschlussfassung der Bezirksversammlung, welche Variante grundlegend weiterverfolgt werden soll, abzuwarten.
Stellungnahme der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM):
Nach eingehender Prüfung favorisiert die BVM für die zukünftige Umgestaltung der Frohme-straße zwischen Wählingsallee und Oldesloer Straße die Umsetzung der Vorzugsvariante 2 „Tempo 30 mit Rad-Schutzstreifen“.
Die Einführung einer Einbahnstraßenregelung in der Frohmestraße wäre zwar grundsätzlich anordnungsfähig, wird aber aufgrund der daraus entstehenden Nachteile für die Qualität des Busverkehrs und in Verbindung damit für die Fahrgäste sowie der negativen Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Busverkehrs von der BVM nicht befürwortet.
Aufgrund dieser Stellungnahme verzichtet die BVM auf die Entsendung einer Referentin oder eines Referenten.
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
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