Planungs- und Prüfungsaufträge des Bezirksamtes Eimsbüttel zur XpressBus-Linie X39
Kleine Anfrage nach § 24 BezVG der Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel, Benjamin Schwanke, Camilla Joyce Thiele, Lea Fricke (FDP-Fraktion)
Titel: Planungs- und Prüfungsaufträge des Bezirksamtes Eimsbüttel zur XpressBus-Linie X39
Fortlaufende. Nr.: 22-213
Eingangsdatum: 06.08.2026
Datum der Antwort: 20.08.2026
Das Bezirksamt Eimsbüttel beantwortet die Kleine Anfrage wie folgt:
Sachverhalt:
Die seit Dezember 2019 angekündigte schnelle Busverbindung zwischen dem Hamburger Westen, Eidelstedt, Niendorf und dem Hamburger Flughafen befindet sich weiterhin in der Vorplanung.
Nach den bislang vorliegenden Angaben führt das Bezirksamt Eimsbüttel eine Machbarkeitsuntersuchung zur Nutzung der Straße „Niendorfer Gehege“ durch. Diese Untersuchung soll noch nicht abgeschlossen sein, weil Ergebnisse einer Wurzeluntersuchung der Bestandsbäume ausstehen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Bezirksamtsleitung:
Fragen
Die Einführung einer Buslinie durch das Niendorfer Gehege ist Teil der vom Senat beschlossenen Strategie Mobilitätswende (Drs. 22/13670). Das Bezirksamt Eimsbüttel ist seit dem 30.09.2021 mit Planungs-, Prüfungs- und Koordinierungsaufgaben im Zusammenhang mit der XpressBus-Linie X39 befasst.
Seit dem 30.09.2021 gab es einen stetigen Austausch mit der Hochbahn, der Verkehrsbetriebe-Hamburg-Holstein GmbH (VHH) und der BVM u.a. auch zur Bearbeitung der Beschlusslagen aus der Bezirksversammlung und ohne eine im Einzelnen spezifizierbare Auftragslage über die Bitte um Prüfung der Variante „Kommunaltrasse“, um Teilnahme an Streckenbefahrungen und um Planung von Kapphaltestellen (auf Fahrbahn) von Hochbahn hinaus.
15.12.2022: Beschluss zu „Buslinie durch das Niendorfer Gehege vorbereiten und möglichst bald einrichten“ der Bezirksversammlung (BV) (siehe Drs.-Nr. 21-3469);
02.10.2024: Bitte der BVM an BA-E, als Realisierungsträger die Befahrbarkeit der Straße Niendorfer Gehege mit Bussen und Einrichtung von Haltestellen im Rahmen des Hamburg-Taktes zu überprüfen und umzusetzen.
20.02.2025: Beschluss zu „Referentenanforderung zum Austausch Buslinie Niendorfer Gehege“ der BV (siehe Drs.-Nr. 22-0694)
24.03.2025: Jährliche Vereinbarung Hamburg-Takt Bus zwischen BVM und BA-E zur Planung/ Bau von 4 neuen Richtungshaltestellen im Niendorfer Gehege; Zieltermin Fertigstellung bis zum 01.12.2025 Derzeit Aktualisierung der jährlichen Vereinbarung Hamburg-Takt Bus zwischen BVM und BA-E ohne Zieltermin.
Inhalt und Untersuchungsumfang der Machbarkeitsuntersuchung (MBU) ist das Erarbeiten der bestmöglichen machbaren Variante für die Umsetzung der Buslinie X39 im Niendorfer Gehege zwischen Vogt-Kölln-Straße und Friedrich-Ebert-Straße inklusive Haltestellen
Die MBU wurde am 02.10.2024 von der BVM veranlasst. Nach anschließender Grundlagenermittlung und Ausschreibung wurde am 11.07.2025 ein externes Planungsbüro für die MBU beauftragt, welches am 29.07.2025 die MBU begann.
Federführend ist der Abschnitt Planung und Bau Straßen (MR21) des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes. Weitere beteiligte Ämter sind
BVM (Amt M, Amt V), Behörde für Inneres (BIS) (Zentrale Straßenverkehrsbehörde VD, Amt 4), Polizeikommissariate 24 und 27, Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), VHH, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA A1, N1) sowie externe Büros und Sachverständige (LGV (Vermessung), GEKV (Kampfmittel), Sachverständige für Straßenaufbau und Untergrund, Baumgutachter)
Die Verkehrstechnische Untersuchung (VTU) zur ersten Einschätzung der Auswirkungen auf das umliegende Straßennetz ist abgeschlossen.
Die bauliche Variante ist weiterhin in Bearbeitung und hängt maßgeblich von Ergebnissen der Baumwurzeluntersuchung ab.
Die Ergebnisse der Baumwurzeluntersuchung liegen noch nicht vor.
Die Wurzeluntersuchung wurde am 17.10.2025 veranlasst, am 09.04.2026 beauftragt und am 18.05.2026 begonnen. Sie wird von einem externen Baumsachverständigenbüro durchgeführt und betrifft ausgewählte Bäume entlang der geplanten Strecke. Ziel ist die Prüfung der Auswirkungen der geplanten Maßnahmen auf die Bäume.
Die Ergebnisse der Wurzeluntersuchung sollten zum 17.06.2026 vorgelegt werden und wurden seitdem aufgrund des hohen Umfangs und urlaubs-/ krankheitsbedingter Abwesenheiten verschoben.
Nein.
Siehe Antwort zu Frage 8
Siehe Antwort zu Frage 8
Ja, Baugrund- und Tragfähigkeitsuntersuchungen wurden im Rahmen der MBU veranlasst.
Entwässerungsuntersuchungen sind in Abhängigkeit von der festzulegenden baulichen Variante zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.
Folgende Varianten werden untersucht:
Baulich:
- Ausweichstellen
- Fahrbahnverbreiterungen
- Fahrbahneinengungen
- Fahrbahnverstärkungen
Verkehrlich:
- Kommunaltrasse
- (unechte) Einbahnstraße
- Modalfilter
- Blockverkehr (mit LSA-Steuerung)
- Verkehrsbeschränkungen
- Einbahnstraßenregelung in Richtung Westen
- Einbahnstraßenregelung in Richtung Osten
- Unterbrechung des MIV-Durchgangsverkehrs
Alternative Streckenführungen wurden nicht untersucht.
Es werden regelhaft alle Auswirkungen auf Bäume, Waldflächen, Wege, Parkplätze sowie den Fuß-, Rad- und Rettungsverkehr untersucht.
Seit Dezember 2019 fanden regelmäßige Abstimmungen mit den obengenannten Stellen per Besprechungen, Einzelterminen, Telefonaten und schriftlichem Austausch statt. Wesentliche Ergebnisse betrafen die Prüfung der Befahrbarkeit, die Berücksichtigung von Natur- und Umweltschutzbelangen sowie die Festlegung von Planungsparametern.
Die BVM finanziert die MBU in vollem Umfang.
Die Kosten für die MBU belaufen sich nach aktuellem Stand auf: ca. 262.000 €
Bislang entstandene Kosten: ca. 162.000 €
Zieltermin für den Abschluss der MBU: 3. Quartal 2026
Vorgestellung und Veröffentlichung der Ergebnisse in den zuständigen Ausschüssen der BV: voraussichtlich im 4. Quartal 2026
Beschluss: ohne
keine
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