22-2417

Pilotprojekt Hitzelotsen auswerten – Grundlage für weitere Entscheidungen schaffen

Antrag

Sachverhalt


Das Bezirksamt Eimsbüttel führt im Sommer 2026 im Stadtteil Niendorf erstmals das Pilotprojekt „Hitzelotsen“ durch. An sechs Donnerstagen zwischen dem 23. Juli und dem 27. August 2026 wird jeweils von 9 bis 13 Uhr vor dem Tibarg Center ein Informationsstand zum gesundheitlichen Hitzeschutz angeboten.

Ehrenamtliche Hitzelotsen informieren dort gemeinsam mit Mitarbeitern des Bezirksamtes über den Umgang mit hohen Temperaturen und geben unter anderem Wasser, Sonnencreme und Informationsmaterial aus. Die Ehrenamtlichen wurden zuvor durch das Bezirksamt geschult. Das Projekt wird vom Klimateam und dem kommunalen Gesundheitsförderungsmanagement des Bezirksamtes durchgeführt.

Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, sollten die gewonnenen Erfahrungen nach Abschluss der Einsatzphase nachvollziehbar ausgewertet werden. Für eine mögliche Fortführung im Jahr 2027 ist insbesondere relevant, wie stark das Angebot genutzt wurde, welcher personelle und finanzielle Aufwand entstanden ist und welche Erkenntnisse sich aus den Einsätzen ergeben haben.

Dabei sollte auch geprüft werden, ob feste wöchentliche Termine unabhängig von der Wetterlage das geeignete Einsatzmodell sind oder ob eine stärkere Orientierung an tatsächlichen Hitzeperioden beziehungsweise amtlichen Hitzewarnungen zweckmäßiger wäre.

Die Auswertung soll keine unnötige zusätzliche Bürokratie schaffen, sondern die im Rahmen des Pilotprojekts gewonnenen Erkenntnisse zusammenführen und der Bezirksversammlung als Grundlage für die weitere Bewertung zur Verfügung stellen.

Petitum/Beschluss

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,

1. dem zuständigen Ausschuss nach Abschluss des Pilotprojekts über die Erfahrungen mit den Hitzelotsen zu berichten und dabei insbesondere darzustellen,

a) wie viele Ehrenamtliche geschult wurden und tatsächlich zum Einsatz kamen,

b) wie das Angebot von den Bürgern angenommen wurde, soweit hierzu Erkenntnisse vorliegen,

c) welcher personelle, finanzielle und sachliche Aufwand für das Pilotprojekt entstanden ist,

d) welche wesentlichen Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge sich aus Sicht des Bezirksamtes und der eingesetzten Ehrenamtlichen ergeben haben;

2. darzustellen, ob das Bezirksamt auf Grundlage der gewonnenen Erfahrungen eine Fortführung des Projekts im Sommer 2027 für sinnvoll hält;

3. für den Fall einer empfohlenen Fortführung darzustellen,

a) ob das bisherige Einsatzmodell mit festen Terminen beibehalten werden sollte oder eine stärkere Orientierung an tatsächlichen Hitzeperioden beziehungsweise amtlichen Hitzewarnungen sinnvoller wäre,

b) ob weitere Standorte im Bezirk in Betracht kommen und nach welchen Kriterien diese ausgewählt werden könnten sowie

c) welcher personelle und finanzielle Aufwand hierfür voraussichtlich erforderlich wäre.

Maxim Loboda

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Tibarg

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