Parkplatzabbau im Bereich Christian-Förster-Straße, Heckscherstraße und Umgebung
Kleine Anfrage nach § 24 BezVG des Mitglieds der Bezirksversammlung Eimsbüttel, Jörg Pillatzke (AfD-Fraktion)
Titel: Parkplatzabbau im Bereich Christian-Förster-Straße, Heckscherstraße und Umgebung
Fortlaufende. Nr.: 22-231
Eingangsdatum: 07.09.2026
Datum der Antwort: 18.09.2026
Das Bezirksamt Eimsbüttel beantwortet die Kleine Anfrage wie folgt:
Sachverhalt:
Von zahlreichen Bürgern wurde uns berichtet, dass sie mit großem Unverständnis seit Jahren den fortschreitenden Abbau öffentlicher Parkplätze im Bereich der Christian-Förster-Straße, der Heckscherstraße und den umliegenden Straßen beobachten. Es irritiert diese Bürger, dass diese Entwicklung trotz des vom Senat beschlossenen Parkplatz-Moratoriums erfolgt. Dieses wurde eingeführt, um den Verlust öffentlicher Stellplätze sorgfältig zu überprüfen und die Auswirkungen auf die Quartiere besser abzuwägen. Umso unverständlicher ist es, wenn im Alltag dennoch immer weitere Stellplätze verschwinden oder durch neue Markierungen faktisch entwertet werden.
Die Umsetzung der Maßnahmen wirkt auf viele Anwohner weder schlüssig noch verhältnismäßig. Statt in Maßnahmen mit erkennbarem Mehrwert zu investieren – beispielsweise öffentliche Ladesäulen, zusätzliche Stadtrad-Stationen, Carsharing-Angebote oder andere sinnvolle Mobilitätsangebote – werden an zahlreichen Stellen Metallpoller installiert. Diese schaffen keinen erkennbaren Nutzen für die Bewohner, beseitigen jedoch dauerhaft Parkmöglichkeiten.
Besonders widersprüchlich erscheint diese Entwicklung vor dem Hintergrund, dass der Fahrzeugbestand in Hamburg seit Jahren auf einem hohen Niveau liegt und viele Haushalte weiterhin auf ein Auto angewiesen sind. Gleichzeitig bestehen insbesondere für Fahrten in den Speckgürtel Hamburgs sowie in ländlichere Regionen nach wie vor erhebliche Defizite im öffentlichen Nahverkehr. Wer beruflich pendelt, Angehörige versorgt, Kinder befördert oder regelmäßig Ziele außerhalb des gut erschlossenen Hamburger Kerngebiets erreichen muss, kann häufig nicht ohne Auto auskommen. Solange hierfür keine gleichwertigen Alternativen bestehen, erscheint eine kontinuierliche Verknappung des Parkraums kaum nachvollziehbar.
Die derzeitige Entwicklung hat zudem eine soziale Dimension, die in der öffentlichen Diskussion viel zu wenig Beachtung findet. Wer über ein hohes Einkommen verfügt, kann sich einen privaten Stellplatz oder eine Tiefgarage leisten und wird die Auswirkungen kaum spüren. Für Normalverdiener hingegen wird das Parken im eigenen Wohnquartier zunehmend zum täglichen Problem. Der öffentliche Straßenraum darf jedoch nicht schleichend zu einem Privileg für diejenigen werden, die sich private Stellplätze leisten können.
Nicht zuletzt zeigen die kontroversen Diskussionen rund um die Umgestaltung der Wrangelstraße, wie groß die Sorgen vieler Anwohner hinsichtlich des Verlusts von Parkraum sind. Gerade deshalb wäre zu erwarten gewesen, dass bei späteren Maßnahmen größere Zurückhaltung und mehr Sensibilität gegenüber den Bedürfnissen der betroffenen Bewohner an den Tag gelegt werden. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass die Kritik zwar zur Kenntnis genommen, in anderen Quartieren jedoch kaum berücksichtigt wird (Zitate eines Hamburger Bürgers)
Hierzu habe ich folgende Fragen an die Verwaltung:
Seit der Einführung des Parkplatzmoratoriums wurde diesen Sommer die Parkordnung in der Christian-Förster-Straße angepasst. Vorher gab es 88 Parkplätze, jetzt sind es 75. Dies entspricht einem Rückgang um 13 Parkplätze.
Im August 2026 erfolgte ebenfalls eine Anpassung in der Heckscherstraße, bei der 4 Kfz-Parkplätze umgewandelt wurden.
Im Zuge der Sanierung der Fahrbahndecke Christian-Förster-Straße war es notwendig, die Baumscheiben wegen der vorhandenen Baumwurzeln punktuell zu erweitern. Zusätzlich sollte die Markierung der Kfz-Parkflächen gemäß der bestehenden straßenverkehrsbehördlichen Anordnung aufgetragen werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Im Bereich der Heckscherstraße Nr. 54 wurden im Zuge einer privaten Hochbaumaßnahme Privatflächen, die bisher als öffentlicher Gehweg genutzt wurden, eingefriedet. Durch die Einfriedung und gleichzeitige Einengungen durch parkende Kfz stand kein ausreichender Gehweg zur Verfügung. Dies und der Mangel an Fahrradabstellmöglichkeiten führte zu entsprechenden Beschwerden. Daher musste die vorhandene Kfz-Parkordnung in Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde angepasst werden, um einen ausreichend breiten Gehweg und Platz für Fahrradbügel zu gewährleisten.
An der Christian-Förster-Straße wurden insgesamt 27 neue Pfosten zum Schutz der Baumscheiben aufgestellt.
An der Heckscherstraße sind keine Pfosten, sondern nur Fahrradbügel installiert worden. (siehe Antwort 2.)
In dieser Zeit wurde kein neuer Parkplatz für Pkw geschaffen, da dies aus den oben genannten Gründen nicht möglich war (siehe Antwort 2) und keine geeigneten Flächen zur Verfügung stehen.
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