22-0897

Wechselbepflanzungen im Bezirk, aber zu welchen Kosten?

Große Anfrage nach § 24 BezVG

Sachverhalt

Große Anfrage

der BAbg. Potthast, Bendt-Soetedjo und Fraktion der GRÜNEN

Im Bezirk Bergedorf werden an verschiedenen öffentlichen Orten saisonal wechselnde Zierpflanzungen eingesetzt. Bekannte Standorte sind unter anderem der Mohnhof, der Lohbrügger Markt, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal sowie das Grüne Zentrum in Lohbrügge. Wechselbepflanzungen bestehen häufig aus Zierpflanzen wie Stiefmütterchen oder Sommerblumen, die einen vergleichsweise geringen ökologischen Wert aufweisen. Sie bieten Insekten wenig bis keinen Nutzen als Nahrungsquelle, sind häufig nicht heimischer Herkunft undssen regelmäßig ausgetauscht werden. Zudem erfordert diese Bepflanzungsform in den Sommermonaten eine künstliche Bewässerung, um ein Absterben der Pflanzen zu verhindern, was mit zusätzlichem Personal- und Ressourcenaufwand verbunden ist.

Vor dem Hintergrund der laufenden Klimaanpassungsstrategie des Bezirks, der Verpflichtungen aus dem „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ sowie der wachsenden Bedeutung ökologisch wertvoller Grünflächen stellt sich die Frage, ob die derzeitige Praxis der Wechselbepflanzung dem Anspruch einer zukunftsfähigen, ressourcenschonenden und insektenfreundlichen Grünflächengestaltung gerecht wird.

Vor diesem Hintergrund fragen wir das Bezirksamt:

  1. An welchen Standorten im Bezirk Bergedorf werden derzeit durch das Bezirksamt, oder in dessen Auftrag, Wechselbepflanzungen durchgeführt? Bitte alle Standorte mit Bezeichnung, Ortsteil und Flächengröße (in m²) auflisten.
  2. Welche dieser Standorte werden ganzjährig bepflanzt (d. h. sowohl mit einer Frühjahrs-/Sommerbepflanzung als auch einer Herbst-/Winterbepflanzung), welche nur saisonal?
  3. Wie viele Zyklen der Neubepflanzung werden pro Standort und Jahr durchgeführt?
  4. Wie hoch sind die jährlichen Kosten für die Wechselbepflanzungen insgesamt im Bezirk Bergedorf? Bitte die Kosten nach Standort aufschlüsseln.
  5. Welche Kosten entfallen jeweils auf Pflanzenmaterial, Pflanzarbeit und Entsorgung der abgängigen Pflanzen?
  6. Welche Kosten entstehen pro Standort und Saison für die Bewässerung der Wechselbepflanzungen, einschließlich Personalaufwand?
  7. Welche Pflanzenarten werden an den jeweiligen Standorten eingesetzt? Bitte eine Aufstellung der verwendeten Arten je Standort und Saison vorlegen.
  8. Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der eingesetzten Pflanzenarten, und welche Rolle spielen dabei ökologischer Wert, Insektenfreundlichkeit und die Verwendung heimischer Arten?
  9. Woher stammt das verwendete Pflanzenmaterial?
  10. Wird bei der Beschaffung auf regional oder ökologisch produziertes Pflanzenmaterial geachtet? Falls ja: Welche Anforderungen werden in den Ausschreibungsunterlagen konkret gestellt?
  11. Werden torfhaltige Substrate beim Anbau oder der Verwendung der eingesetzten Pflanzen verwendet? Falls ja: An welchen Standorten und in welchem Umfang?
  12. Werden die Aufträge für Wechselbepflanzungen öffentlich ausgeschrieben?
  13. An welche Unternehmen oder Betriebe wurden die Aufträge in den vergangenen drei Jahren vergeben? Handelt es sich dabei um Betriebe aus dem Bezirk Bergedorf oder der Metropolregion Hamburg?
  14. Gibt es bei der Vergabe Kriterien, die lokale oder regionale Betriebe bevorzugen oder begünstigen?
Petitum/Beschluss

Beschluss:

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Anhänge

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Lokalisation Beta
Mohnhof Lohbrügger Markt Lohbrügge

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