21-1923.01

Regelmäßige Schwankungen des Wasserstandes in der Dove Elbe

Antwort

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25.01.2024
Sachverhalt

Auskunftsersuchen

der BAbg. Schütt, Jacobsen, Kubat und FDP-Fraktion

 

In den letzten Wochen können regelmäßige Schwankungen des Wasserstandes in der Dove Elbe zwischen 80 cm und 100 cm ü.n.N. festgestellt werden (Siehe die Pegelstände am Pegel Allermöhe Sportzentrum). Aus der Pegelaufzeichnung wird deutlich, dass das Absenken des Pegels deutlich schnell erfolgt als die Erhöhung. Bei ablaufendem Wasser entstehen dabei in der Nähe der Tatenberger Schleuse und vor allem auch oberhalb der Allermöher Schleuse am Schleusendamm erhebliche Strömungen, die den Betrieb der ansässigen Yachthäfen und Bootsbetriebe beeinträchtigen.

 

Daher fragen wir das Bezirksamt:

 

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft beantwortet unter Beteiligung der Behörde für Wirtschaft und Innovation sowie des Bezirksamtes Bergedorf das o.g. Auskunftsersuchen wie folgt:

 

  1. Sind die Pegelschwankungen dem Bezirksamt bekannt?

 

Ja.

 

  1. Stehen die Schwankungen des Pegels im Zusammenhang mit dem Test der „Fischschleusung“ am Siel Tatenberg?

 

  1. Bei der Vorstellung der „Fischschleuse“ im Regionalausschuss wurde von den Referenten vorgetragen, dass durch die Fischschleuse keine Veränderung des Strömungsverhaltens in der Dove Elbe erwartet wird. Sind der zuständigen Behörde die Auswirkungen bekannt?

 

Der Testbetrieb Fischschleusung endete am 29.09.2023. Die im Sachverhalt und in der Anlage beschriebenen starken Wasserstandsveränderungen über einen kurzen Zeitraum sind auf die Entwässerungssteuerung durch das Deichsiel zurückzuführen.

 

 

  1. Wenn die egelmäßigen Schwankungen nicht auf den Test der Fischschleuse zurückgeführt werden kann, was ist dann der Grund der regelmäßigen Schwankungen? Ist die Steuerung des Deichsiels in Tatenberg verändert worden?

 

In Vorbereitung auf die Fernbedienbarkeit und Fernüberwachung der Tatenberger Schleuse und des Deichsiels wurde bzw. wird derzeit die Steuerungs- und Leittechnik an den Anlagen seitens der Hamburg Port Authority (HPA) erneuert. Zur Sommersaison soll der Betrieb der Anlagen regelhaft aus der Leitzentrale Harburg an der Harburger Hafenschleuse fernbedient und fernüberwacht werden. Aus der Leitzentrale Harburg werden bereits die Harburger Hafenschleuse und die Ernst-Augst-Schleuse bedient. Am Deichsiel wurden die oben genannten Arbeiten bereits im Sommer 2023 abgeschlossen, sodass das Deichsiel seit August 2023 regelhaft mit der neuen Steuerung läuft. Die Parameter zur Entwässerung (jeweilige Schützöffnung bei Differenzwasserstand buten zu binnen mit maximal angesetzter mittlerer Fließgeschwindigkeit von 2,5 m/s in einem Sielzug) entsprechen dabei den bisherigen Vorgaben.

 

Die Auswertung der Pegeldaten zeigt, dass durch die neue Steuerung eine bessere Ansteuerung der Schütztafeln und damit eine schnelle ablaufende Entwässerung erzielt werden kann; die Leistungsfähigkeit des Deichsiels konnte also deutlich erhöht werden. Aufgrund der damit einhergehenden Veränderungen der Strömungssituation in der Dove Elbe und der Auswirkung auf die Absenkrate findet derzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und dem Bezirksamt Bergedorf eine Nachjustierung der Entwässerungskapazität des Deichsiels bei deutlich höherem Zufluss als in den Sommermonaten statt.

 

Petitum/Beschluss

 

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 

Anhänge

keine