Fachverfahren für Wohngeld sinnvoll konzipieren - geänderte Fassung
Letzte Beratung: 26.03.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.2
Antrag
der BAbg. Feiler-Siegert, Graßhoff, Cantay, Jobs - Fraktion Die Linke
der BAbg. Brodbeck und Grüne Fraktion
Wohngeld ist ein gesetzlicher Anspruch und dient der Sicherung angemessenen Wohnens. Lange Bearbeitungszeiten und fehlende Transparenz führen zu erheblichen sozialen Risiken für die Betroffenen. Eine verbesserte Datengrundlage, frühzeitige Information undgezielte Unterstützung können dazu beitragen, Mietschulden und Wohnungsverlust zu verhindern und das Vertrauen in die Verwaltung zu stärken.
Die Antwort des Bezirksamts auf die Große Anfrage der Fraktion Die Linke (Drs. 22-0620.01) zeigt, dass die Bearbeitungszeiten von Wohngeldanträgen weiterhin bei durchschnittlich 16 bis 19 Wochen liegen. Für viele Haushalte bedeutet dies monatelange finanzielle Unsicherheit und ein erhöhtes Risiko von Mietrückständen.
Zugleich wird deutlich, dass wesentliche Daten zur sozialen Situation der Antragstellenden – etwa zu laufenden Verfahren, Ablehnungsgründen, Mietrückständen oder drohendem Wohnungsverlust – nicht systematisch erhoben oder bezirksscharf ausgewertet werden. Dadurch fehlt eine belastbare Grundlage, um soziale Härten frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
Hier besteht ein dringender Handlungsbedarf, um Transparenz zu erhöhen, soziale Risiken zu minimieren und die Rechte von Wohngeldberechtigten zu stärken.
In der Bezirksversammlung am 26.02.2026 erklärte das Bezirksamt, dass eine Auswertung der abgefragten Daten nur manuell möglich sei und dies mit einem erheblichen Aufwand verbunden wäre, aber zurzeit die Weiterentwicklung des Fachverfahrens für Wohngeldanträge geprüft wird.
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
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