Bezirkliche Gewerbeflächenkonzepte hier: Information zur Aktualisierung und Überarbeitung
Letzte Beratung: 02.09.2026 Stadtentwicklungsausschuss Ö 4
In Hamburg wurden Gewerbeflächenkonzepte zur Steuerung der räumlichen Entwicklung auf Bezirksebene erstellt. Die Gewerbeflächenkonzepte der Bezirke wurden zuletzt vor ca. 10 Jahren umfassend überarbeitet. Seinerzeit wurde auf der Grundlage einer von der BWAI in Auftrag gegebenen Bestandsaufnahme ein weitestgehend einheitliches Format für alle Konzepte umgesetzt. Das Gewerbeflächenkonzept für den Bezirk Bergedorf aus dem Jahr 2017 (Gewerbeflächenkonzept Bezirk Bergedorf - hamburg.de) gibt den aktuellen Bestand an Gewerbeflächen und Potenzialen sowie die aktuellen städtebaulichen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen im Bezirk inzwischen nicht mehr vollumfänglich wieder. Im Jahr 2023 wurde bezirksübergreifend eine Teilaktualisierung im Rahmen einer Befassung der Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnen (SENKO) durchgeführt und die Erkenntnisse daraufhin im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksversammlung vorgestellt (Drs. 21-1853). Hierbei lag der Schwerpunkt auf Veränderungen hinsichtlich der Flächenverfügbarkeit auf Grundlage neuer Gewerbegebiete sowie Umwandlungen in andere Nutzungen. Von der SENKO erging schließlich 2025 der Auftrag, die Gewerbeflächenkonzepte für alle Bezirke umfassender zu überarbeiten. Zudem gibt es in mehreren Bezirken Auftragslagen der politischen Gremien, die Konzepte zu überarbeiten. Die Arbeit an der Fortschreibung der Konzepte wurde im Frühjahr 2026 begonnen. Die letzten Monate wurden dazu genutzt, übergreifend Abstimmungen hinsichtlich des Überarbeitungsumfanges vorzunehmen. Hierbei arbeiten die Fachämter Stadt- und Landschaftsplanung (Bergedorf ist hier federführend tätig) der Hamburger Bezirke unter Einbindung der bezirklichen Wirtschaftsförderungen sowie der Fachbehörden BWAI und BSW eng und konstruktiv zusammen. Die Ergebnisse der bisherigen Abstimmungen und das weitere Vorgehen werden in dieser Vorlage vorgestellt. Zudem werden sie in der Ausschusssitzung am 02.09.26 präsentiert.
Inhaltliche Ausrichtung
Das fortgeschriebene Gewerbeflächenkonzept soll die bisherigen Zielsetzungen zur Sicherung und Profilierung von Gewerbeflächen sowie des Aufzeigens bezirklicher und gesamtstädtischer Entwicklungen beibehalten. Zusätzlich ist angestrebt, das Konzept um weitere inhaltliche Schwerpunkte zu ergänzen. Darunter fallen unter anderem die Themenbereiche Städtebau und Flächenausnutzung sowie Klima und Freiraum (z.B. Flächenversiegelung, Hitze, Starkregen), die über das Aufzeigen von Best Practice-Beispielen eingebracht und anwendungsorientiert transportiert werden sollen. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, wie mit sogenannten „konkurrierenden Nutzungen“ und Verdrängungsdruck (z.B. Vergnügungsstätten, Einzelhandel, Beherbergungsbetriebe) in Gewerbegebieten umgegangen werden kann, um die gewerblichen Kernnutzungen zu schützen bzw. ein standortgerechtes und ausgewogenes Maß zu finden. Zentraler Bestandteil der Konzepte werden weiterhin die Steckbriefe zu den einzelnen gewerblichen Standorten sein, die in ihrer Flächenabgrenzung an die aktuellen Gegebenheiten (z.B. Planrechtänderungen, bauliche Veränderungen) angepasst werden. Durch ergänzende Informationen, Daten und Karten können die Steckbriefe in ihrer Aussagekraft optimiert und als eine wesentliche Grundlage für abzuleitende standortspezifische Strategien und Handlungsempfehlungen verwendet werden. Die Konzepte sollen noch praxisnäher für Verwaltung, Politik und Unternehmen gestaltet werden.
Methodik
Wie bereits beim Gewerbeflächenkonzept aus dem Jahr 2017 wird die Erstellung des Konzeptes durch das Bezirksamt selbst und nicht durch eine externe Vergabe erfolgen. Die Bestandsdatenerhebung zur Nutzungskartierung innerhalb der gewerblichen Standorte wird nicht mehr extern vergeben, sondern auf Basis inzwischen vorhandener Datensätze der FHH in enger Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung und der BWAI durchgeführt werden. Dadurch sollen Kosten gespart und eine Grundlage für eine künftige Verstetigung und bedarfsgerechte Verwendung der Datensätze geschaffen werden.
Jedes Bezirksamt wird nach Fertigstellung ein eigenes, auf den Bezirk zugeschnittenes Gewerbeflächenkonzept vorweisen können. Im Rahmen der bezirksübergreifenden Arbeitsgruppe wurde das Ziel gesetzt, eine möglichst ausgeprägte Einheitlichkeit anzustreben, aber gleichzeitig Raum für bezirksspezifische Inhalte oder Abweichungen zu lassen.
Zeitplanung
Die Vorabstimmungen zur inhaltlichen und methodischen Ausrichtung der neuen Gewerbeflächenkonzepte mit den zuständigen fachlichen Dienststellen sind abgeschlossen und die Bearbeitungsphase konnte initiiert werden. Vorgesehen ist, die Bearbeitung innerhalb des Jahres 2026 weitestgehend abzuschließen.
Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt Kenntnis und beauftragt die Bezirksamtsleitung, zu gegebener Zeit das Konzept im Stadtentwicklungsausschuss vorzustellen.
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