22-0826.01

Bergedorf kippt die Kippe – Maßnahmen zur Aufklärung und Sensibilisierung von Raucher*innen

Antrag

Letzte Beratung: 28.05.2026 Bezirksversammlung Bergedorf Ö 12.4.1

Sachverhalt

Änderungsantrag

des BAbg. Momenzada und SPD-Fraktion

Die SPD-Fraktion Bergedorf teilt die Zielsetzung: Das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummeln ist ein ernstzunehmendes Umweltproblem, das konsequentes Handeln erfordert. Zigarettenkippen belasten Böden, Gewässer und den öffentlichen Raum.

Die im Antrag vorgesehenen Maßnahmen sind jedoch überwiegend auf bezirklicher Ebene verortet und nicht nachhaltig. Darüber hinaus wäre eine isolierte Bergedorfer Kampagne wenig effizient: Zigarettenmüll ist ein stadtweites Problem, das eine gesamtstädtische Antwort verlangt.

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft ist als zuständige Fachbehörde besser geeignet, eine koordinierte und ressourcenschonende Hamburger Gesamtstrategie zu entwickeln und dabei auch die spezifischen Bedarfe der Bezirke zu berücksichtigen. Die BUKEA verfügt bereits über Erfahrungen mit hamburgweiten Öffentlichkeitskampagnen zur Sauberkeit im öffentlichen Raum und kann bestehende Strukturen nutzen.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung Bergedorf fordert nach § 27 BezVG die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) auf,

  1. eine gesamtstädtische Kampagne zur Aufklärung und Sensibilisierung der Hamburger Bevölkerung über die Umweltfolgen achtlos entsorgter Zigarettenstummel zu entwickeln und umzusetzen. Die Kampagne soll

auf den Erfahrungen erfolgreicher Kommunen und Landkreise (u. a. Landkreis Stade, Augsburg, Mölln) aufbauen,

niedrigschwellige Maßnahmen wie kostenlose Taschenaschenbecher, Kippenboxen und kreative Gully-Markierungen einschließen,

die Bezirke bei der Auswahl von Schwerpunktorten und der lokalen Umsetzung einbeziehen sowie

glichkeiten zur Einbindung von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum prüfen.

  1. sicherzustellen, dass die Bezirke in den Planungsprozess eingebunden werden und spezifische lokale Problembereiche (z. B. Haltestellen wie der Mohnhof, Spielplätze und Grünanlagen) berücksichtigt werden.
  1. zu prüfen, ob Informationsmaterialien (z. B. Plakate oder Videoclips) im Rahmen der Kampagne auch in Bussen und S-Bahnen des HVV eingesetzt werden können, und dafür die Abstimmung mit der Verkehrsbehörde und den zuständigen ÖPNV-Unternehmen zu suchen.
Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
28.05.2026
Ö 12.4.1
Anhänge

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Lokalisation Beta
Mohnhof

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