Verlässlicher Nahverkehr in Iserbrook MetroBus-Linie 1 kurzfristig und dauerhaft stärken Mitteilungsdrucksache zum Beschluss der Bezirksversammlung vom 27.11.2025
Letzte Beratung: 16.02.2026 Mobilitätsausschuss Ö 6.10
Die Bezirksversammlung Altona hat in ihrer Sitzung vom 27.11.2025 anliegende Drucksache 22-1543.1B beschlossen.
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) hat mit Schreiben vom 03.02.2026 wie folgt Stellung genommen:
Zu 1 – 5:
Die Stellungnahme vom 05. Mai 2025 zur Drucksache 22-0630.1B hat weiterhin Bestand. Wie in dieser dargestellt, beobachten die Hamburger Verkehrsverbund GmbH (hvv) und die Verkehrsunternehmen kontinuierlich die Nachfrage auf allen Buslinien. Sofern sich hieraus Anpassungsbedarfe ergeben, werden diese nach Möglichkeit im Rahmen der weiteren Planungen berücksichtigt. Ergebnis dieser Beobachtung ist beispielsweise folgende Maßnahme, diezum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 umgesetzt worden ist:
Die Fahrt der Metrobuslinie 1 um 7:38 Uhr ab der Haltestelle Schenefelder Holt startet seitdem bereits von der Haltestelle S Blankenese. Somit wird auf dieser morgendlichen Fahrt zusätzlich der Linienabschnitt Schenefelder Holt – S Blankenese bedient, um der Nachfrage im Schülerverkehr gerecht zu werden.
Für weitere angebotsorientierte Maßnahmen stehen derzeit die dafür notwendigen Ressourcen nicht zur Verfügung. Ursächlich hierfür ist die finanziell sehr herausfordernde Gesamtsituation, die bereits seit einigen Jahre besteht und insbesondere die im hvv organisierten Verkehrsunternehmen stark belastet.
Gleichzeitig hat der Senat den Fokus auf einen tariflich attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gelegt: Die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 und die seit September 2024 gegebene Möglichkeit für Hamburger Schüler:innen, den ÖPNV mit einem kostenfreien Deutschlandticket nutzen zu können, haben den Tarif im Hamburger ÖPNV grundlegend verändert und dies mit großem Erfolg, was die Fahrgastentwicklung der vergangenen Monate zeigt. Hierfür werden seitens der Freien und Hansestadt Hamburg jedoch erhebliche finanzielle Ressourcen aufgewendet und auch für die Folgejahre zurückgestellt.
Als folgerichtiger Schritt wird perspektivisch der Ausbau des Leistungsangebotes wieder in den Vordergrund rücken. Die finanzielle Lage bleibt allerdings wie oben beschrieben herausfordernd.
Hinsichtlich der Taktausweitung auf der Buslinie 188 wird ebenfalls auf die Stellungnahme vom 05.05.2025 verwiesen.
Unabhängig davon sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die gewünschte Angebotsausweitung auf der Metrobuslinie 1 aktuell aufgrund mangelnder Infrastruktur vor Ort nicht umsetzbar wäre. Die Busanlage am Bahnhof Blankenese stößt bereits heute an ihre Kapazitätsgrenze. Für die vorgeschlagenen Taktausweitungen würden Pausenplätze für die Fahrzeuge benötigt, die auf dem Erik-Blumenfeld-Platz insbesondere für große Busse nicht zur Verfügung stehen. Dieses gilt selbst bei sehr kurzen Wendezeiten.
Zu den einzelnen Petita ist ausführlich Stellung genommen worden. Daher wird eine Teilnahme an einer der kommenden Sitzungen des Mobilitätsausschusses von Vertreter:innen des hvv seitens der BVM als nicht erkenntnisgewinnend eingeschätzt.
Zu 6:
Die BVM steht über verschiedene Austauschformate in regelmäßigem Kontakt mit den verschiedenen Anbietern der alternativen Mobilitätsangebote und thematisiert die Gebietsausweitungen regelmäßig, diese bleiben aber eine eigenwirtschaftliche Entscheidung der jeweiligen Anbieter.
Für die Einrichtung von neuen hvv switch Punkten ist es ebenso Voraussetzung, dass diese sich bereits in den Geschäftsgebieten der Carsharing-Anbieter befinden, die Carsharing-Anbieter ihre Geschäftsgebiete erweitern oder diese Geschäftsgebietsinseln einrichten.
Der Ausbau des StadtRAD-Netzes in Altona erfolgt auf Grundlage eines Standortkonzeptes, das 2019 dem Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona vorgestellt wurde. Seitdem wird das Konzept sukzessive umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt, wobei der Fokus zunehmend auf der Erschließung der Randgebiete der Freien und Hansestadt Hamburg liegt.
Der bis Ende 2028 laufende Betreibervertrag für das StadtRAD Hamburg hat ein Maximum städtisch finanzierter Stationen, das bereits mit den für dieses Jahr vorgesehenen neuen Standorten erreicht wird. Weitere Bedarfe werden vorgemerkt, so auch diese Empfehlung eines StadtRAD-Angebotes in Iserbrook Nord. Eine abschließende Prüfung und etwaige Umsetzung kann jedoch erst im Zuge der Neuausschreibung des StadtRAD-Systems ab 2029 erfolgen.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.