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Grünzug Neu-Altona: Sachstand zur Verlagerung des Bauspielplatzes Hexenberg in die Grünanlage Walter-Möller-Park im Abschnitt zwischen Louise-Schroeder-Straße und Königstraße (östlich des jüdischen Friedhofs), Sachstände weiterer laufender Maßnahmen im südlichen Grünzugumfeld Mitteilungsdrucksache des Amtes

Mitteilungsdrucksache öffentlich

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
TOP
06.04.2022
Ö 3.1
06.04.2022
10.02.2022
Sachverhalt

Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung vom 09.05.2019 mit der Drucksache 20-5839, stellvertretend für die Bezirksversammlung, die Verlagerung des Bauspielplatzes in die Grünanlage Walter-Möller-Park im Abschnitt zwischen Louise-Schroeder-Straße und Königstraße (östlich des jüdischen Friedhofs) beschlossen. Darüber hinaus wurde am 12.12.2019 zugestimmt, dass das Amt die zur Realisierung erforderlichen nächsten Schritte einleitet und der Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport mit dem Entwurf für die Grunderneuerung des Grünzuges, südlicher Teil ab Schomburgstraße, befasst. Die Befassung des Grünausschusses in öffentlicher Sitzung und dessen Zustimmung zur Planung erfolgte am 03.03.2020.

 

Mit der Verlagerung des Bauspielplatzes soll der südliche Bereich des Grünzuges Neu- Altona – zwischen Unzerstraße und der Unterführung Breite Straße – auf der Basis des 2017 vorgelegten Rahmenkonzeptes für den südlichen Grünzug - umgestaltet werden. Neben der Neugestaltung der einzelnen Parkabschnitte, Verlagerung des Bauspielplatzes Hexenberg einschließlich eines erforderlichen Gebäudeneubaus, umfasst die Gesamtplanung des Umfeldes auch den Umbau der Louise-Schroeder-Straße und des westlichen Bereichs der Straße Nobistor mit Aufhebung und Rückführung des westlichen Nobistor-Abschnittes in den Grünzug.

 

Verlagerung des Bauspielplatzes/ Neubau Gebäude

Nach pandemiebedingten Verzögerungen bei der Vergabe resp. des vorgesehenen Baubeginns liegen nun die  Submissionsergebnisse für 80 % der Ausbaugewerke für den Gebäudeneubau vor. Im Ergebnis wird bei einer Marktlage mit sehr stark anziehenden Baukosten der bisherige Kostenrahmen um 280.000 Euro brutto überschritten. In dieser Summe sind Sicherheiten für die Bauphase sowie die restlichen 20 % der Ausschreibungen eingepreist. Diese Mehrkosten fallen für den aus Nachhaltigkeitsgründen als reiner Holzbau konzipierten Neubau insbesondere im Gewerk Zimmererarbeiten an, da im letzten Jahr insbesondere bei Holz und auch Stahl Steigerungsraten von über 38% auftragen, welche in diesem Ausmaß nicht vorhergesehen werden konnten. Die Bindungsfrist der Submission wurde verlängert, um die Finanzierung klären zu können, sie läuft zum Ende des Februar 2022 aus.
 

Zur Deckung der Mehrkosten bemühte sich das Bezirksamt um die Übernahme der Kosten durch die bisherigen Mittelgeber. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und das Jugendamt Altona haben kurzfristig die Übernahme von Finanzierungsanteilen zugesichert. Beim investiven Quartiersfonds der Finanzbehörde sind Mittel beantragt.

 

Die Kostenerhöhung von 280.000 Euro kann wie folgt abgedeckt werden:

 

Finanzierungspartner

Anteil alt

Erhöhung

Anteil neu

Prozent

BSW/ RISE

743.787 Euro

130.667Euro

874.454 Euro

57,55

Investiv Quartiersfonds/ Sommergeld Drucksache

250.000 Euro

56.000 Euro

306.000 Euro

20,20

Rahmenzuweisung Jugendamt Altona

245.858 Euro

93.333 Euro

339.191 Euro

22,25

Summe

1.239.645 Euro

280.000 Euro

1.519.645 Euro

100 %

 

Um das Submissionsergebnis der erfolgten öffentlichen Ausschreibung nicht zu gefährden, hat die Abteilung Integrierte Stadtteilentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen darüber hinaus eine „Ausfallbürgschaft“ in Höhe der noch nicht gedeckten Mittel von 56.000 Euro zugesichert. Durch diese Zusagen wird das Bezirksamt Altona kurzfristig in die Lage versetzt, die anbietenden Firmen gemäß der Submissionsergebnisse zu beauftragen und die Baumaßnahme zu beginnen. Ein weiterer Zeitverlust von mindestens 4 Monaten und eine anzunehmende weitere Kostensteigerung bei den Angeboten, können durch dieses Vorgehen vermieden werden. Der vorgesehene Baubeginn ist für den März 2022 vorgesehen. Es wird von einer Bauzeit von circa einem Jahr ausgegangen.

 

Neugestaltung des Grünzuges

Auch hier verschiebt sich der Baubeginn im Wesentlichen durch eine pandemiebedingte, verzögerte Vergabe bei den Bauleistungen. Die Submission für das Hauptgewerk des Garten- und Landschaftsbaus erfolgt am 23.Februar 2022. Ein zuschlagfähiges Ergebnis der Vergabe vorausgesetzt, ist der Baubeginn für März/ April 2022 avisiert. Die Realisierung wird in unterschiedlichen Bauabschnitten erfolgen, welche durch Abhängigkeiten mit anderen im Umfeld stattfindenden, zeitlich überschneidenden Baumaßnahmen beeinflusst ist. Die Bauschritte werden durchgängig, aufeinander aufbauend erfolgen; einen eigenen, zeitverschobenen Bauabschnitt bildet der nördliche Bereich im Kapitän Schröder Park, welcher in direkter Abhängigkeit mit der Fertigstellung des Trinitates-Umfeldes steht.

 

Die Fläche für kulturelle Veranstaltungen im Grünzug auf Höhe des Parkeingangs an der Schomburgstraße, gemäß Drucksache 21-9058B vom 15.07.2021 der BV, wurde in der Planung berücksichtigt.

 

Neugestaltung des Spielplatzes Unzerstraße innerhalb des Grünzuges

Derzeit läuft die Vergabe für die Grunderneuerung des Spielplatzes. Vorausgesetzt eines zuschlagfähigen Vergabeergebnisses ist ein Baubeginn zum 2.Quartal 2022 vorgesehen.

 

Neugestaltung der Königstraße im Bereich des Grünzuges

Der LSBG hat die Vorplanung zur Neugestaltung der Königstraße vorgelegt. Eine Umsetzung der Planungen ist voraussichtlich ab 2023 vorgesehen.

 

Neugestaltung Nobistor im Bereich des Grünzuges 

Die Planung zur Neugestaltung der Kehre und des westlichen Abschnittes des Nobistors wurde 2021 schlussverschickt. Künftig erhält das Nobistor auf Höhe von Hausnummer 40 eine Wendeanlage. Der westliche Abschnitt wird zu einem getrennten Fuß- und Radweg zurückgebaut. Ein Baubeginn ist noch im Jahre 2022 vorgesehen.

 

Neugestaltung der Louise - Schroeder – Straße

Die Planung zur Neugestaltung der Louise-Schroeder-Straße wird voraussichtlich Ende Februar 2022 schlussverschickt. Künftig wird es einen nur noch einen Fahrstreifen stadtauswärts geben. Beidseitig wird es sogenannte „Protected Bikelanes“ in einer Breite von 3 m geben. Zwischen Unzerstraße und Holstenstraße wird zudem eine straßenbegleitende Lindenallee ergänzt. Ein Baubeginn ist noch im Jahre 2022 vorgesehen.

 

 

Petitum/Beschluss

:

Es wird um Kenntnisnahme des Sachstandes und der Vorgehensweise des Amtes bei der Realisierung gebeten.

 

 

Anhänge

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