22-1953

Energiewende am Ende? Kleine Anfrage von Dr. Ulrike von Criegern (CDU-Fraktion)

Kleine Anfrage öffentlich

Letzte Beratung: 26.03.2026 Bezirksversammlung Ö 5.3

Sachverhalt

Einsatz von Wärmepumpen sowie Erneuerung von Gas- und Ölheizungen in Gebäuden des Bezirks Altona

Regelmäßig betonen Vertreter der Stadt, Wärmepumpen und Fernwärme seien Energiemodelle der Zukunft, Gas und Öl hingegen ein Auslaufmodell.Zugleich lässt die Verwaltung weiterhin Gas- und Ölheizungen einbauen.Es stellt sich daher die Frage, weshalb die Verwaltung weiterhin auf Gas und Öl setzt, wenn diese Technologien der Vergangenheit angehören.

Es wird daher um Beantwortung folgender Fragen zu Gebäuden, deren Verwaltung dem Bezirksamt Altona und seinen nachgeordneten Einrichtungen (z.B. Verwaltungsgebäude, Schulen, Kitas, soziale Einrichtungen in bezirklicher Trägerschaft etc.) untersteht, gebeten:

  1. Welche Maßnahmen plant der Bezirk zur Umsetzung des Klimaentscheids vom 12.10.2025 und im Hinblick auf die für 2040 geplante Abschaltung des Gasnetzes? Existiert ein Konzept des Bezirks? Wenn ja, bitte kurz darstellen.
  1. Welche Gebäude in Altona, die vom Bezirksamt oder untergeordneten Einrichtungen genutzt werden, unterliegen der baulichen Instandhaltungspflicht des Bezirksamtes? Bitte die Adresse und die Art der Nutzung angeben.
  1. r welche der in Ziffer 2 angesprochenen Gebäude sind in den letzten 5 Jahren Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz durchgeführt worden?
  1. Welche Kosten waren mit den Maßnahmen gem. Ziffer 3 verbunden?
  1. Welche Gebäude gem. Ziffer 2 verfügen heute noch über fossile Heizsysteme?
  1. Bei welchen Gebäuden, bei denen in den letzten 5 Jahren energetische Maßnahmen durchgeführt wurden, wurde eine Wärmepumpe eingebaut?

Bitte jeweils angeben:
Adresse des Gebäudes,
Art der Einrichtung, die das Gebäude nutzt (z.B. Kita)

Jahr der Inbetriebnahme der Wärmepumpe,
Art der Wärmepumpe (soweit bekannt, z.B. Luft-Wasser).

6.a Was waren die Gründe, sofern im Einzelfall keine Wärmepumpe eingebaut bzw. eine Gas-

oder Ölheizung erneuert wurde?

Bitte je Gebäude angeben:
Adresse,
Art der Einrichtung,
Energieträger (Gas oder Öl),
Jahr der Erneuerung bzw. des Austauschs,
Anlass der Erneuerung (z.B. Defekt).

  1. r welche weiteren Gebäude in der baulichen Verantwortung des Bezirksamtes Altona ist der Einbau bzw. die Umrüstung auf eine Wärmepumpe in den kommenden fünf Jahren geplant oder wird derzeit konkret geprüft?

Bitte wiederum mit Angabe von
Adresse,
Art der Einrichtung,
geplantem Umsetzungszeitraum (Jahr/Jahreszeit)
sowie der geplanten Art der Wärmepumpe.

  1. r welche Gebäude in der baulichen Verantwortung des Bezirksamtes Altona ist aktuell die Erneuerung oder der Neueinbau von Gas- oder Ölheizungen geplant?
    Bitte wiederum mit Angabe von

Adresse,
Art der Einrichtung,
geplantem Energieträger (Gas oder Öl),
geplantem Umsetzungszeitraum
sowie den Gründen r die Entscheidung zugunsten einer fossilen Heizung (z.B.

technische Rahmenbedingungen, Kosten, Denkmalschutz).

  1. Welche Kriterien legt das Bezirksamt bei der Entscheidung zugrunde, ob in einem Gebäude

eine Wärmepumpe,
eine andere erneuerbare Wärmeversorgung oder
weiterhin eine Gas- oder Ölheizung

eingesetzt bzw. erneuert wird?

  1. Erfolgt bei energetischen Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen des Bezirks für die seiner Instandhaltungspflicht unterliegenden Gebäude eine Abstimmung mit den Immobiliengesellschaften bzw. Einrichtungen der FHH, die die bauliche Instandhaltungs- und Instandsetzungspflicht für Gebäude im Bezirk Altona haben?

Das Bezirksamt Altona beantwortet die Fragen wie folgt:

Zu 1:

Nein. Aus dem geänderten Klimaschutzgesetz ergeben sich zunächst keine unmittelbaren Sofortmaßnahmen. Die Zuständigkeit für die Anpassung des Hamburger Klimaplans liegt bei der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft.

Darüber hinaus wird derzeit ein Mehrjahres-Sanierungsfahrplan für die im Eigentum des Bezirksamts stehenden Gebäude von der Sprinkenhof GmbH erstellt.

Zu 2 6:

Siehe beigefügte Excel-Tabelle.

Zu 6.a:

Fehlanzeige.

Zu 7 + 8:

Siehe beigefügte Excel-Tabelle.

Zu 9:

Neben den wirtschaftlichen Faktoren sind der Ausbaustatus des Fernwärmenetzes, der bauliche Zustand des Objektes, die Stadt als Vorbild sowie die Marktverfügbarkeit die am stärksten gewichteten Kriterien.

Zu 10:

Fehlanzeige.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
26.03.2026
Ö 5.3
Anhänge

Antwort Fragen 2 6 sowie 7 + 8

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