22-2351

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners Große Anfrage der AFD-Fraktion

Große Anfrage öffentlich

Letzte Beratung: 01.09.2026 Sozialausschuss Ö 12.5

Sachverhalt

Die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners (EPS) stellt den Bezirk Altona seit mehreren Jahren vor zunehmende Herausforderungen. Die Raupen des Nachtfalters verfügen über gesundheitsgefährdende Brennhaare, deren Nesselgift bei Menschen teils erhebliche Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auslösen kann. Gleichzeitig entstehen Belastungen für den Baumbestand sowie Einschränkungen für die Nutzung öffentlicher Wege, Grünanlagen und Erholungsflächen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir:

[Antworten des Bezirksamtes in kursiv.]

  1. Wie viele bestätigte Funde von Nestern des Eichenprozessionsspinners gab es in den Jahren 2023, 2024, 2025 sowie bislang im Jahr 2026 im Bezirk Altona? (Bitte nach Jahren und Stadtteilen beziehungsweise Ortsteilen aufschlüsseln.)

Zu 1:

Siehergerschaftsdrucksache (nachfolgend Drs.) 23/4064 Antwort zur Frage 1 und Drs. 23/4553 Antwort zur Frage 2.

Zu den betroffenen Flächen siehe Antwort zur Frage 4.

  1. Wie hoch waren die jährlichen Gesamtausgaben für Prävention, Bekämpfung, Absaugung, Entsorgung und sonstige Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Eichenprozessionsspinner in diesem Zeitraum?

Zu 2:

Siehe Drs. 23/4064 Antwort zur Frage 3 und Drs. 23/4553 Antwort zur Frage 2.

Kosten für Prävention und sonstige Maßnahmen (z.B. Kontrolle) werden statistisch nicht erfasst.

  1. Wie viele Bäume auf öffentlichem Grund wurden im Jahr 2026 bislang präventiv behandelt?

Zu 3:

Siehe Drs. 23/4553 Antwort zur Frage 12.

  1. Welche Bereiche beziehungsweise Fchen im Bezirk werden derzeit als dauerhafte Belastungs- oder Schwerpunktgebiete mit wiederkehrendem Befall eingestuft?

Zu 4:

Hauptfriedhof Altona, Teilbereiche vom Volkspark und die angrenzenden Straßen, Vorhornweg in Lurup und Fischers Park.

  1. Wie hat sich die Anzahl der Bürgerhinweise und Meldungen über den „Melde-Michel“ oder andere Meldesysteme in den vergangenen Jahren entwickelt?

Zu 5:

Siehe Drs. 23/4553 Antwort zur Frage 6.

  1. Wie erfolgt die Koordination zwischen Bezirksamt, Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sowie weiteren Stellen bei der Bekämpfung entlang der Deichanlagen und Hauptverkehrswege in den Vier- und Marschlanden?

Zu 6:

Fehlanzeige. Die benannten Flächen befinden sich nicht im Einflussbereich des Bezirkes Altona.

  1. Welche Bereiche entlang touristisch stark frequentierter Wege insbesondere entlang der Elbdeiche und des Elberadwegs gelten aktuell als besonders betroffen?

Zu 7:

Der Radweg entlang der Elbe im Bereich des Bezirksamtes Altona gilt bislang nicht als betroffen.

  1. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Spaziergänger, Radfahrer sowie Anwohner frühzeitig auf Belastungsbereiche hinzuweisen?

Zu 8:

Bei konkretem Befall stellt der Bauhof Warnschilder auf.

  1. Welche Beratungs- oder Unterstützungsangebote bestehen für betroffene landwirtschaftliche Betriebe?

Zu 9:

Fehlanzeige, da hier keine Zuständigkeit beim Bezirksamt Altona liegt.

Das Bezirksamt weist auf die Internetseite des Bezirksamtes Hamburg-Nord zu Der Eichenprozessionsspinner und mit ihm häufig verwechselte Arten - hamburg.de hin.

  1. Wie wird bei Bekämpfungsmaßnahmen in Natur- und Landschaftsschutzgebieten sichergestellt, dass andere geschützte Insekten- und Schmetterlingsarten möglichst nicht beeinträchtigt werden?

Zu 10:

Die Bekämpfung findet durch gezieltes undumlich begrenztes mechanisches Absaugen der Nester statt.

  1. Welche Bekämpfungsverfahren wurden in den vergangenen Jahren im Bezirk hauptsächlich eingesetzt?

Zu 11:

Siehe Drs. 23/4064 Antworten zu den Fragen 5 und 2 zu den Jahren 2021 bis 2025

sowie Drs. 23/4553 Antwort zur Frage 5.

  1. Welche Erfahrungen hat das Bezirksamt mit biologischen beziehungsweise mechanischen Bekämpfungsverfahren gemacht?

Zu 12:

Das Bezirksamt hat gute Erfahrung mit der Bekämpfung durch gezieltes Absaugen gemacht.

  1. Nach welchen Prioritäten erfolgt die Bearbeitung eingehender Meldungen? (Bitte insbesondere auf Kitas, Schulen, Spielplätze, Bushaltestellen und touristische Wege eingehen.)

Zu 13:

Allen Meldungen für den öffentlichen Raum wurde bislang gleichermaßen nachgegangen. Die Bezirksämter haben sich am 24. Juni 2026 darauf verständigt, eine interne Priorisierung bei unmittelbarer Gefährdung z.B. auf Spielplätzen oder im Umfeld von Bushaltestellen vorzunehmen.

r private Flächen werden die Meldenden auf die Zuständigkeit des jeweiligen Grundstückeigentümers und dessen Priorisierung hingewiesen.

  1. Wie hoch ist die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Eingang einer Meldung und der tatsächlichen Begutachtung beziehungsweise Entfernung eines Nestes?

Zu 14:

Fehlanzeige. Über die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Eingang einer Meldung und der tatsächlichen Begutachtung beziehungsweise Entfernung eines Nestes wird keine gesonderte Statistik geführt.

  1. Welche externen Dienstleister oder Fachfirmen werden derzeit mit der Bekämpfung beauftragt?

Zu 15:

Die personenbezogenen Daten von externen Dienstleistern oder Fachfirmen dürfen aufgrund der Regelungen des Hamburgischen Datenschutzgesetzes und zum Schutz des fairen Wettbewerbs als zentralen Grundsatz des Hamburger Vergaberechts nicht veröffentlicht werden. Die Vergabestellen der Freien und Hansestadt Hamburg sind rechtlich verpflichtet, Betriebs und Geschäftsgeheimnisse sowie Angebotsdaten und Bieteridentitäten streng vertraulich zu behandeln.

  1. Werden im Bezirk Maßnahmen zur Förderung natürlicher Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners etwa durch Nistkästen für Meisen durchgeführt oder geplant?

Zu 16:

Im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme wurden Nistkästen r Meisen auf dem Hauptfriedhof Altona aufgehängt, was Synergieeffekte zeigt - siehe auch Drs. 23/4064 Antwort zur Frage 7.

  1. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) hinsichtlich Monitorings und Bekämpfung?

Zu 17:

Siehe Antwort zur Frage 18.

  1. Gibt es bezirksübergreifende Konzepte oder Abstimmungen mit anderen Hamburger Bezirken?

Zu 18:

Siehe Drs. 23/4553 Antworten zu den Fragen 7 und 8.

  1. Rechnet das Bezirksamt aufgrund klimatischer Entwicklungen künftig mit einer weiteren Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Bezirk Altona?

Zu 19:

Siehe Drs. 23/4064 Antwort zur Frage 1.

  1. Welche zusätzlichen Maßnahmen oder Strategien plant das Bezirksamt für die kommenden Jahre?

Zu 20:

Fehlanzeige. Die Entwicklung von Strategien ist Aufgabe der zuständigen Fachbehörden. Das Bezirksamt Altona setzt diese Maßnahmen im Rahmen der zugewiesenen personellen und monetären Ressourcen um.

Im Übrigen siehe Antwort zur Frage 18.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
01.09.2026
Ö 12.5
Anhänge

ohne

Lokalisation Beta
Vorhornweg Lurup Bahn-Landwirtschaft Bezirk Hamburg e.V. Hamburg

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