Baumfällungen für den Schulcampus Struenseestraße ohne Ersatzplanzungen hat Altona zu viele Bäume? Auskunftsersuchen von Uwe Batenhorst, Robert Risch und Tobias Steinhaus (alle AFD-Fraktion)
Letzte Beratung: 26.03.2026 Bezirksversammlung Ö 7.3
Im Zuge des Neubaus des Schulcampus Struenseestraße wurden in dem Planungsgebiet 268 Bäume, offensichtlich ohne entsprechende Ersatzpflanzungen, gefällt. Es ist davon auszugehen, dass dieser Verlust am alten Baumbestand nicht ohne Folgen für die Flora und Fauna ist und keine angemessene Kompensation erfolgen wird. Der Baumbestand bildete eine „Grüne Lunge“ für den Stadtteil und es ist schwer nachvollziehbar, wieso in der langen Planungsphase für den Schulneubau, kein Konzept in Bezug auf Nach- und Ersatzpflanzungen oder den Erhalt erstellt wurde.
Dies vorausgeschickt, fragen wir die Verwaltung:
Die Behörde für Finanzen und Bezirke (BFB) beantwortet die Fragen wie folgt:
Zu 1 + 2:
Die der eigentlichen Planung vorgelagerte so genannte „Phase 0“, die die pädagogischen Grundlagen für den Neubau beinhaltete, wurde im November 2016 abgeschlossen. Der Hochbau begann im Juni 2023. Die Dauer der einzelnen Phasen bis zum Neubau ergeben sich wie folgt:
Am städtebaulichen Wettbewerb, Hochbauwettbewerb und im Rahmen des Zustimmungsverfahrens waren die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB), die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM), die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und das Bezirksamt Altona mit allen zuständigen Dezernaten beteiligt.
Zu 3 – 8:
Die Fällung von Bäumen auf dem Grundstück des Schulcampus Struenseestraße wurde bereits im Planungsprozess der Bezirksversammlung Altona vorgestellt und durch SBH | Schulbau Hamburg (SBH) beim Bezirksamt Altona beantragt. Referierende von SBH haben am 12. Dezember 2019 sowie am 5. April 2022 die Planungen für die Baumfällungen in den zuständigen Ausschüssen der Bezirksversammlung vorgestellt, siehe Bezirksdrucksache 21-0523E sowie Auszug der Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport vom 5. April 2022. Die letzte Genehmigung des Bezirksamts Altona wurde im Februar 2023 erteilt. Des Weiteren hat der Senat mit der Bürgerschafts-Drs. 22/7930 ausführlich zu den Baumfällungen Auskunft gegeben.
Vor diesem Hintergrund nimmt die Behörde für Finanzen und Bezirke/ SBH wie folgt Stellung:
Die Baumfällgenehmigung wurde ausschließlich auf Grundlage fundierter Begründungen und fachlicher Erläuterungen erteilt. Anders als von den Fragestellenden dargestellt, wurden statt 268 insgesamt 135 Bäume gefällt. Im Rahmen der Erteilung der Baumfällgenehmigungen wurden die erforderlichen Ersatzpflanzungen durch das Bezirksamt Altona – Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt, A/WBZ 4 (Naturschutz) – festgelegt. In diesem Fall wurden insgesamt 320 Ersatzpflanzungen definiert.
Auf dieser Grundlage werden innerhalb der Schulgrundstücksgrenzen 173 Bäume gepflanzt. Dabei handelt es sich um Laubbäume, Hochstamm, 3-fach verpflanzte Baumschulware, Stammumfang mind. 18-20cm. Folgende Baumarten werden gepflanzt: Acer campestre, Betula pendula „Fastigiata“, Betula pendula, Caprinus betulus, Comus mas, Corylus avallana, Malus sylvestris, Prunus padus „Schloss Tiefurt“, Prunus padus; Salix caprea, Quercus robur. Etwa die Hälfte der Bäume sind bereits gepflanzt worden. Die restlichen Ersatzpflanzungen außerhalb des Schulgrundstücks werden zwischen SBH und dem Bezirksamt Altona abgestimmt.
Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.
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