22-1737

Animal Aided Design in die Bauleitplanung integrieren Antrag der Fraktion von GRÜNE und Volt

Antrag öffentlich

Letzte Beratung: 29.01.2026 Bezirksversammlung Ö 9.5

Sachverhalt

Animal Aided Design (AAD) ist ein Planungsansatz, der die Bedürfnisse von stadtbewohnenden Tieren in der städtischen Planung berücksichtigt. Der Planungsansatz wurde von einem interdisziplinären Forschungsteam der Universität Kassel und der TU München entwickelt und vom Bundesamt für Naturschutz gefördert. Dabei wird die heimische Fauna systematisch und frühzeitig in die Objektplanung von Gebäuden und Freiflächen, sowie in die Stadt- und Landschaftsplanung einbezogen. Durch die tierfreundliche Entwicklung von Geuden und Ausgestaltung der Freiräume wird die Biodiversität gefördert und lebenswerte Quartierer Menschen und Tiere werden geschaffen. In Hamburg kam die Methode des AAD bereits bei der Planung des neuen Stadtteils Oberbillwerder zur Anwendung.

In Zeiten des Artensterbens und der zunehmenden Versiegelung von Flächen ist es wichtig, tierfreundliche Planungskonzepte umzusetzen. So kann Animal Aided Design dazu beitragen, dass Tiere in der Stadt bessere Lebensbedingungen vorfinden und Ökosysteme gestärkt werden.

Durch die Berücksichtigung von AAD in Bauvorhaben werden z.B. Nistmöglichkeiten für Vögel, Fledermäuse und Insekten geschaffen, Lebensräume für Igel und Eichhörnchen verbessert und Gefahrenquellen für Tiere vermieden. Dies kommt nicht nur der Natur zugute, sondern erhöht auch die Lebensqualität der Menschen.

Nicht zuletzt wird durch die Integration von Animal Aided Design in Planungsprozesse ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet.

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird gem. § 19 (2) BezVG aufgefordert,

  1. bei nftigen Neuplanungen städtischer Quartiere zu veranlassen, dass ein Fachplanungsbüro ein Konzept zur Integration von Tieren in die Planung und Gestaltung im Sinne des Animal Aided Designs erarbeitet, das in die Gesamtplanung integriert wird;
  1. bei laufenden Verfahren für Neuplanungen städtischer Quartiere zu pfen, inwieweit es möglich ist, ebenfalls noch ein entsprechendes Fachplanungsbüro miteinzubeziehen, um bei Planungsaufgaben, die noch nicht zu weit fortgeschritten sind, ebenso die vorgenannten Ziele in die Gesamtplanung zu integrieren.
Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
29.01.2026
Ö 9.5
Anhänge

ohne

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