Altonas Spielplätze vor Hitze schützen kühle Orte für die Kleinsten schaffen Antrag der Fraktion GRÜNE
Letzte Beratung: 24.09.2026 Bezirksversammlung Ö 7.7
Der Sommer 2026 war in Deutschland extrem heiß und trocken. Die Hitze führte laut Robert-Koch-Institut (RKI) bis Ende August deutschlandweit zu rund 15.800 hitzebedingten Todesfällen. Diese Zahl ist damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Hitze führt nachweislich zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Gesundheitsschäden sowie zu einer erhöhten Sterberate. Durch die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels ist von einer Zunahme der Häufigkeit, Intensität und Dauer extremer Hitzeereignisse auszugehen. Auch Altona muss sich darauf einstellen. Neben älteren Erwachsenen ist Hitze besonders für Kinder gefährlich. Kinder können ihre Körpertemperatur nicht gut selbst regulieren und überhitzen sehr schnell. Bei Temperaturen über 30°C benötigen Kinder die doppelte bis dreifache Menge an Flüssigkeit.
Kinder sollte daher besonders vor Hitze geschützt werden. Die derzeitige öffentliche Infrastruktur Altonas ist nicht auf Hitze eingestellt. Es fehlt weiterhin an öffentlichen Wasserspendern und Spielplätzen als kühle Orte.
Der Hitzeaktionsplan der Stadt Hamburg empfiehlt, die vulnerable Gruppe der Kinder vor Hitze auf Spielplätzen durch z.B. Wasserspielanlagen und ausreichende Verschattung (besonders durch Bäume) zu schützen. Auch im Gutachten „Spielen in Hamburg 2030“ werden die Maßnahmen aufgegriffen und empfohlen. Das Thema sowie die Instrumente des Hitzeschutzes auf Spielplätzen sind bekannt.
Besonders beim Hitzeschutz ist es wichtig, dass die Spielplätze inklusiv zugänglich sind und alle Kinder in Altona in ihrer Nachbarschaft vor Hitze geschützt spielen können.
Da ein umfangreicher Umbau der Infrastruktur nicht finanzierbar ist, ist es umso wichtiger, dass bei der Sanierung und Neuplanung von Spielplätzen auf Hitzeschutz und Inklusion geachtet wird.
Das Bezirksamt wird daher nach § 19 (2) BezVG aufgefordert, bei allen Neuplanungen und Sanierungen von Spielplätzen folgende Punkte in die Planungen einzubeziehen und explizit bei der Vorstellung der Planungen im Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport darzustellen:
Darüber hinaus sollten folgende Punkte bei den Planungen regelhaft geprüft und nach Möglichkeit realisiert werden:
Außerdem wird das Bezirksamt Altona nach § 19 (2) BezVG aufgefordert, zeitnah eine öffentlich zugängliche Karte besonders kühler Spielplätze zu herauszubringen und hier auszuweisen, ob diese inklusiv oder zumindest barrierefrei sind. Die Karte ist ins Geoportal HH zu integrieren und stets zu aktualisieren.
Schließlich wird das Bezirksamt gebeten, die Umsetzung von Maßnahmen zum Hitzeschutz bei besonders hitzebelasteten Spielplätzen im Bestand zu prüfen.
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.
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