Altona als Vorbild für Hamburg Jetzt ein Pilotprojekt für eine kindgerechte Toilettenlösung an ausgewählten Spielplätzen! Antrag der FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 13.08.2026 Hauptausschuss Ö 5
Altona zählt zu den familienreichsten Bezirken Hamburgs und gilt als kinderfreundlicher Bezirk. Die zahlreichen Spielplätze zeichnen sich durch vielfältige Spielgeräte und einen guten Pflegezustand aus unf werden täglich von vielen Familien genutzt.Sie sind wichtige Orte für Spiel, Bewegung und Begegnung. Gleichzeitig vermissen Eltern auf den meisten Spielplätzen eine unkomplizierte Möglichkeit für Kleinkinder, im Bedarfsfall eine Toilette zu nutzen. Eltern sehen sich deshalb regelmäßig gezwungen, den Spielplatz vorzeitig zu verlassen oder auf ungeeignete Alternativen auszuweichen.
Der flächendeckende Bau öffentlicher Toiletten an Spielplätzen wäre mit erheblichen Investitions- und Unterhaltungskosten verbunden und ist deshalb bislang nicht umgesetzt worden. Umso wichtiger ist es, praktikable und wirtschaftliche Alternativen zu erproben.
Mit der sogenannten „Oilette“haben zwei Frankfurter Mütter eine innovative und kostengünstige Toilettenlösung für Kleinkinder entwickelt, die inzwischen auch in ersten Kommunen eingesetzt wird. Das System besteht aus einer kompakten Konstruktion mit einem Sitz in Kinderhöhe, auf den ein hygienischer Beutel aufgebracht wird. Dadurch kann Kindern in Notsituationen schnell und unkompliziert geholfen werden – ohne den erheblichen baulichen und finanziellen Aufwand einer öffentlichen Toilettenanlage.
Altona eignet sich aufgrund der oben beschriebenen Gründ in besonderer Weise als Modellbezirk für ein Hamburger Pilotprojekt. Die Erprobung an wenigen ausgewählten Standorten ermöglicht es, Erfahrungen zu Nutzung, Akzeptanz, Hygiene, Unterhaltungskosten und organisatorischer Umsetzung zu sammeln. Auf dieser Grundlage kann anschließend über eine mögliche Ausweitung auf weitere Standorte entschieden werden.
Familienfreundlichkeit darf nicht am Toilettengang scheitern. Wo dauerhafte Toilettenanlagen derzeit nicht wirtschaftlich realisierbar sind, sollten innovative, pragmatische und unbürokratische Lösungen erprobt werden. Altona kann hier Vorreiter für ganz Hamburg sein.
Der Hauptausschuss beschließt gemäß § 19 Absatz 2 BezVG:
Der Hauptausschuss wird stellvertrtetend für die Bezirksversammlung uim Zustimmung gebeten.
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