Protokoll
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Digitales und Katastrophenschutz vom 23.02.2026

Ö 1

Eröffnung der Sitzung

Frau Bertram eröffnet die Sitzung, begrüßt alle Anwesenden und legt die Tagesordnung im vorgelegten Umfang fest.

Ö 2

Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und Öffentliche Fragestunde 1. Teil

Keine Wortmeldungen.

Ö 3

Genehmigung der Niederschrift

Die Genehmigung der kurzfristig zugegangenen Niederschrift über die Sitzung vom 16.01.2026 wird einvernehmlich auf die nächste Sitzung vertagt.

Ö 4

Referentenvorträge

Ö 4.1

Aktuelle Ausbildungs- und Fachkräftesituation im Hamburger Handwerk (Bezugs-Drs. 22-2016.1) - Vortrag der Handwerkskammer Hamburg

Zu diesem Tagesordnungspunkt sind Frau Anders und Herr Kuttenkeuler von der Handwerkskammer Hamburg anwesend.

 

Frau Anders referiert anhand einer Präsentation zum ThemaAktuelle Ausbildungs- und Fachkräftesituation im Hamburger Handwerk.

Die Präsentation liegt der Niederschrift bei.

 

Im Rahmen der sich anschließenden Fragerunde werden u.a. die nachstehenden Themen diskutiert:

 

-          Ursachenr den Rückgang der Anzahl von Handwerksbetrieben, insbesondere:

  • Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Betriebskultur
  • Herausforderungen bei der Nachfolgeregelungeinschließlich Verschuldung, rokratischer Hürden, Matching von Nachfolgern
  • Tendenz zur Übernahme kleinerer Betriebe durch größere Unternehmen

 

-          Problematik des Mangels an geeignetem Wohnraum für Auszubildene und Fachkräfte in einem Stadtstaat wie Hamburg

  • Notwendigkeit einer verstärkten Förderung des Wohnungsbaus speziell für Auszubildene
  • Initiativen zur Organisation von Wohngemeinschaften als kurzfristige Lösung
  • Konzeptvorschläge, bei denen mehrere Unternehmen kooperieren, um gemeinschaftliche Wohnheime für Auszubildende bereitzustellen
  • Innovative Modelle wie „Wohnen gegen Hilfe“ als ergänzenden Ansatz

 

-          Vor- und Nachteile von diskutierten Instrumenten zur Ausbildungsförderung, wie der Ausbildungsplatzabgabe und der Ausbildungsumlage

 

-          Ansätze zur Verbesserung der Ausbildungsförderung:

  • Schaffung von mehr Wohnraum für Auszubildene als zentrale Maßnahme
  • Einführung flexiblerer Arbeitszeitmodelle, bspw. Vier-Tage-Woche / Teilzeitbeschäftigung und -ausbildung
  • Erhöhung der Attraktivität der Ausbildungsvergütung
  • Schaffung zusätzlicher Anreize, wie z.B. etwa durch betriebsseitige Übernahme der Kosten für den Führerschein
  • Durchführung überregionaler Werbemaßnahmen, Stickpunkt: Metropolregion
  • Angebot von Plätzen für den Girls-and-Boys-Day zur gezielten Nachwuchsgewinnung

 

-          rderung der Integration von Quereinsteigernin das Handwerk

  • Erleichterung des Wechsels vom wissenschaftlichen Karriereweg in handwerkliche Berufe
  • Optimierung der Verknüpfung zwischen dualem Studium im Handwerk und der Meisterschule zur Erhöhung der Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit

 

-          Maßnahmen zur Förderung der Gleichwertigkeit von Studium und Ausbildung

  • Bereitstellung hererrdermittel für die Ausbildung
  • Senkung der Abgaben auf das Ausbildungsgehalt
  • Unterstützung bei der Finanzierung der Meisterprüfung

 

-          Initiativen zur Förderung von Frauen im Handwerk

  • Stärkung des Netzwerks für Handwerkerinnen durch Mentoring-Programme, regelmäßige Treffen und Workshops
  • Projekt „Traumjob Hamburg“
  • Verbesserung der Außenkommunikation der Betriebe, um traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und sich als moderne Arbeitgeber zu positionieren

 

-          Aspekte des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und der qualifizierten Einwanderung in den Arbeitsmarkt

  • Zielsetzung einer beschleunigten Vergabe von Aufenthaltstiteln
  • Vereinfachung der Anerkennung im Ausland erworbener fachlicher Qualifikationen

 

-          Stärkung der Sprachförderung zur besseren Integration von Migrant:innen Erlernen der deutschen Sprache als wichtige Grundlage

  • rderung ist gegeben, sofern Aussicht auf Ausbildung oder Anstellung besteht; Stichpunkt: Job-Turbo

 

-          Abbau der Bürokratie zur Entlastung der Handwerksbetriebe

-          Betrachtung der Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung im Handwerk, auch im Hinblick auf Künstliche Intelligenz (KI)

 


Ergebnis:

 

Der Ausschuss für Wirtschaft, Digitales und Katastrophenschutz nimmt Kenntnis.


Anlagen
TOP 4.1_Handwerkskammer Hamburg_Ausbildungssituation-Handwerk (627 KB)

Ö 5

Eingaben

Es liegen keine Eingaben vor.

Ö 6

Anträge / Beschlussvorlagen / Überweisungen

Es liegen keine Anträge / Beschlussvorlagen / Überweisungen vor.

Ö 7

Mitteilungen

Ö 7.1 - 22-2951

Digitale Erreichbarkeit im Hamburger U-Bahn-Netz verbessern Beschluss der Bezirksversammlung vom 11.12.2025 (Drs. 22-2797)

Der Ausschuss für Wirtschaft, Digitales und Katastrophenschutz nimmt Kenntnis.

Ö 8

Anfragen / Auskunftsersuchen

Es liegen keine Anfragen / Auskunftsersuchen vor.

Ö 9 - 22-3151

Themenspeicher, 22. Legislatur - Ausschuss für Wirtschaft, Digitales und Katastrophenschutz

Der Themenspeicher wirdzur Kenntnis genommen.

Ö 10

Verschiedenes

Entfällt.

Ö 11

Feststellung der jugendhilferelevanten Themen zur Überweisung in den Jugendhilfeausschuss

Es werden keine jugendhilferelevanten Themen zur Überweisung in den Jugendhilfeausschuss festgestellt.

Ö 12

Feststellung der umweltrelevanten Themen zur Überweisung in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz

Es werden keine Themen zur Überweisung in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz festgestellt.

Ö 13

Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und Öffentliche Fragestunde 2. Teil

Keine Wortmeldungen.