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Weiterentwicklung Wochenmarktfläche Wandsbek Debattenantrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion, angemeldet zur Debatte von der Fraktion Die Grünen

Antrag

Letzte Beratung: 05.02.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 4.3

Sachverhalt

Die Wochenmarktfläche im Wandsbeker Kerngebiet hinter dem EKZ Quarree verfügt aufgrund ihrer zentralen Lage, der guten Erreichbarkeit und der vorhandenen Infrastruktur über ein hohes Entwicklungspotenzial. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Fläche außerhalb der Markttage und -zeiten nur eingeschränkt genutzt wird und insbesondere zu Wochenbeginn eine geringere Frequenz aufweist. Auch die Aufenthaltsqualität und die Verknüpfung mit dem angrenzenden Umfeld bieten Ansatzpunkte für Verbesserungen.

Vor diesem Hintergrund hat das Bezirksamt kürzlich eine Bürgerbeteiligung zur Grundlagenermittlung durchgeführt. Die Ergebnisse verdeutlichen den Wunsch nach einer stärkeren Belebung des Platzes, einer flexibleren Nutzung sowie nach zeitgemäßen Rahmenbedingungen für Marktbeschicker*innen und Besucher*innen.

r die nun anstehenden weiteren Planungen bietet sich die Gelegenheit, die Wochenmarktfläche sowohl baulich als auch funktional weiterzuentwickeln, neue Nutzungen zu ermöglichen und organisatorische Rahmenbedingungen zu überprüfen, um den Standort langfristig als attraktiven, lebendigen und vielfältig genutzten öffentlichen Raum zu etablieren.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung Wandsbek bittet das Bezirksamt, im Rahmen der anstehenden weiteren Planungen zur Entwicklung der Wochenmarktfläche folgende bauliche und organisatorische Maßnahmen zu prüfen und in die weitere Entwicklung einzubeziehen, um die Wochenmarktfläche langfristig zu ertüchtigen und ihre Nutzungsmöglichkeiten zu erweitern. Die organisatorischen Maßnahmen sollen dabei noch vor der Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen umgesetzt werden:

  1. Erneuerung und Anpassung der technischen Infrastruktur, insbesondere der Strom- und Wasserversorgung sowie der Oberflächen, um zeitgemäße und flexible Nutzungen der Fläche zu ermöglichen;
  2. Renovierung des bestehenden Markthäuschens sowie die Einrichtung einer öffentlich zugänglichen Toilette, um die Aufenthaltsqualität für Besucher*innen und Marktbeschicker*innen nachhaltig zu verbessern;
  3. Überprüfung der bestehenden Einfriedung der Fläche mit dem Ziel, den Zaun, der die Fläche derzeit größtenteils umschließt, zu entfernen und den Platz stärker zum umliegenden Stadtraum zu öffnen;
  4. Verbesserung der Anbindung und Sichtbeziehung zum EKZ Quarree, insbesondere durch die Prüfung einer Schließung oder Umgestaltung des derzeit trennenden Straßenabschnitts „Quarree“, um eine stärkere räumliche und funktionale Verknüpfung beider Bereiche zu erreichen;
  5. Erhalt des bestehenden Baumbestandes, der den Platz umschließt, sowie vereinzelte Neupflanzungen auf dem Marktgelände als wichtiger Beitrag zum Stadtklima, zur Verschattung und zur Aufenthaltsqualität;
  6. Prüfung von Entsiegelungsmaßnahmen, insbesondere auf bislang ungenutzten oder gering genutzten Flächen, wo dies städtebaulich, funktional und technisch sinnvoll möglich ist, sowie die Berücksichtigung des Rigolensystems bei der Planung.
  7. die Entwicklung neuer Ansätze zur Marktbewirtschaftung sowie Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität des Platzes, insbesondere zur Belebung der Wochenanfänge, etwa durch reduzierte oder zeitweise erlassene Standgebühren;
  8. die Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung des bestehenden Gebührenmodells sowie der zulässigen Bezahlarten, insbesondere mit Blick auf die Ermöglichung bargeldloser Zahlung;
  9. die Überprüfung und sofern erforderlich Anpassung der Marktordnung, insbesondere hinsichtlich der Sortimentsbegrenzungen sowie der Marktzeiten;
  10. die Prüfung von Möglichkeiten zur Sondernutzung der Fläche außerhalb der Marktzeiten, beispielsweise für Flohmärkte, Veranstaltungen, Bewegungs- und Übungsangebote für Grundschulen, Inline-Skaten oder vergleichbare Nutzungen;
  11. die Prüfung einer ergänzenden Nutzung der an das EKZ Quarree angrenzenden Flächen, insbesondere für gastronomische Außenflächen, einschließlich entsprechender Abstimmungen mit der Eigentümerin Union Investment zur möglichen Öffnung der rückwärtigen Quarree-Flächen;
  12. die Schaffung zusätzlicher Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten, möglichst mit Verschattungs- und Regenschutz, und ausdrücklich ohne Verzehrzwang um auch außerhalb der Marktzeiten die Aufenthaltsqualität zu verbessern und die Marktfläche zu sichern;
  13. die Umsetzung eines Mobilitätskonzeptes für die Marktfläche welches allen Verkehrsteilnehmern eine komfortable anreise ermöglicht etwa durch die Schaffung zusätzlicher Fahrradstellplätze, einschließlich geeigneter Abstellmöglichkeiten für Lastenräder, gut zugänglicher Fußwege und Parkmöglichkeiten vor Ort.
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