Verkehrssituation und Flächenverteilung im Bereich Voßkulen / Tilsiter Straße (Veloroute) Eingabe
Letzte Beratung: 26.01.2026 Hauptausschuss Ö 5.8
Die folgende Eingabe liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek vor:
Sehr geehrte Damen und Herren, in den vergangenen zwei Jahren habe ich bereits mehrfach auf die angespannte Parksituation im Umfeld der Straßen Voßkulen, Tilsiter Straße und der angrenzenden Wohnbereiche hingewiesen. Hintergrund waren insbesondere die im Rahmen der Veloroute umgesetzten Umbauten, durch die der zur Verfügung stehende öffentliche Raum neu verteilt wurde. Ich möchte das Thema nun nochmals grundsätzlich aufgreifen, da sich die Situation weiter verschärft hat. Nach meinem Eindruck wird auf den Velorouten im genannten Bereich ein vergleichsweise großer Verkehrsraum bereitgestellt, während die tatsächliche Nutzung – selbst im Sommer – überschaubar bleibt und in den Wintermonaten nahezu gegen Null geht. Im Gegenzug hat sich die Parksituation für Anwohner deutlich verschlechtert, obwohl die Zahl der Fahrzeuge im Quartier unverändert hoch ist. Viele Nachbarn teilen diese Einschätzung und berichten ebenfalls von einer spürbar angespannten Situation. Durch den Wegfall früherer Stellflächen – insbesondere dort, wo inzwischen Poller und Fahrradbügel installiert wurden – hat sich der Parkdruck deutlich erhöht. Die Folge ist ein ständiges Umherfahren auf der Suche nach einem Stellplatz, was wiederum zu mehr Verkehr und Unruhe in den Wohnstraßen führt. Die betroffenen Nebenflächen sind größtenteils hochverdichtet und teilweise asphaltiert. Es handelt sich dabei also nicht um wertvolle Grün- oder Naturflächen, sondern um zuvor unproblematisch genutzte Parkbereiche, die niemanden behindert oder gefährdet haben. Darüber hinaus zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Hamburg weiterhin steigt. Dies verdeutlicht, dass der Bedarf an Stellflächen und funktionierender Kfz-Infrastruktur nach wie vor hoch ist. Viele Anwohner sind aus beruflichen oder familiären Gründen auf ihr Fahrzeug angewiesen und können den Umstieg auf andere Verkehrsmittel nicht ohne weiteres vollziehen. Vor diesem Hintergrund sollte bei allen verkehrspolitischen Maßnahmen darauf geachtet werden, dass die tatsächliche Nutzung und der reale Mobilitätsbedarf der Bevölkerung angemessen berücksichtigt werden. Ich möchte daher anregen, die Verhältnismäßigkeit der Flächenaufteilung in diesem Bereich zu prüfen und mögliche Ausgleichsmaßnahmen in Betracht zu ziehen – etwa durch: Prüfung zusätzlicher Parkmöglichkeiten im direkten Umfeld, teilweise Freigabe von Flächen außerhalb der Hauptverkehrszeiten, bessere Nutzung bestehender Straßenräume, etwa durch zeitweise beidseitiges Parken oder markierte Parkstreifen, sowie die Überprüfung der Notwendigkeit der gesetzten Poller und Fahrradbügel im Hinblick auf eine mögliche Reduzierung oder Neuordnung. Mir ist bewusst, dass die Förderung des Radverkehrs ein wichtiges verkehrspolitisches Ziel ist. Dennoch sollte im Sinne eines fairen Interessenausgleichs darauf geachtet werden, dass die zur Verfügung stehenden Flächen der tatsächlichen Nutzung und den Bedürfnissen der Anwohner entsprechen. Ich danke Ihnen für die Berücksichtigung dieser Anregung und hoffe, dass die Thematik erneut im zuständigen Gremium aufgegriffen und mit Blick auf eine ausgewogene Lösung geprüft wird. Mit freundlichen Grüßen
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.