Stadtteilkultur und Begegnungsorte in Bergstedt erhalten Interfraktioneller Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 02.07.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 7.2
Das seit Mitte der 1970er-Jahre bestehende Stadtteilkulturzentrum Begegnungsstätte Bergstedt e.V. ist eine gewachsene Institution. Es hat eine hohe Bedeutung für die Identität und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil. Dazu gehören sowohl ein breit gefächertes Kursangebot als auch die Bereitstellung von Räumlichkeiten für den Stadtteil.
Aktuell löst sich der Trägerverein jedoch zum Ende des Jahres auf. Der amtierende Vorstand wird in diesem Jahr nach zum Teil jahrzehntelanger Amtszeit nicht wieder kandidieren, Nachfolger oder Nachfolgerinnen konnten nicht gefunden werden. Daher wird das Stadtteilzentrum in heutiger Trägerschaft den Kurs- und Veranstaltungs-betrieb nur noch bis Ende November fortführen. Ursächlich sind die Schwierigkeiten, neue Ehrenamtliche für den Vorstand zu gewinnen. Finanziell steht der Trägerverein trotz verschiedener Herausforderungen gesund dar.
Zusätzlich zu den Schwierigkeiten bei der Personalfindungbringt das historische, unter Denkmalschutz stehende Gebäude an der Bergstedter Chaussee einen Sanierungsbedarf mit, der aktuell zu hohen Betriebs- bzw. Heizkosten führt. Die historische Gebäudesubstanz energetisch zu sanieren, ist daher neben einer neuen Trägerstruktur die zweite große Herausforderung für den Weiterbetrieb der Begegnungsstätte. Dazu werden ein Sanierungskonzept und ein mit investiven Mitteln hinterlegter Sanierungsfahrplan vom Eigentümer Sprinkenhof GmbH benötigt.
Im Stadtteil besteht ein hohes Interesse daran, das Haus als Ort für Kultur und Stadtteilarbeit dauerhaft zu erhalten. Hierfür bietet sich eine Lösung unter neuer Trägerschaft, zum Beispiel durch das Sasel-Haus im Verbund mit weiteren lokalen Akteuren wie dem SV Bergstedt, der Kirchengemeinde, dem Senator-Neuman-Haus, dem Heimatring oder dem Freundeskreis Asyl und Wohnen an, die gemeinsam das bestehende Gebäude nutzen könnten. Im Bereich der Jugendarbeit sind darüber hinaus der CVJM oder die Malteser in angrenzenden Sozialräumen tätig. Erste Gespräche zwischen potenziellen Akteuren laufen bereits an. Auch aktuelle Kursleitende sind im Prozess zu berücksichtigen. Um tragfähige Zukunftsaussichten und einen reibungslosen Übergang zu sichern, muss kurzfristig eine gute Lösung gefunden werden. Dies bedarf der Koordinierung und Unterstützung durch die Verwaltung.
Die Bezirksversammlung möge daher beschließen:
Beschluss:
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.